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Instandhaltung der Bauwerke an den Wasserstraßen

28.10.2016

Instandhaltung ist eine Herkulesaufgabe

170 Wasserbauexperten diskutierten am 25. und 26. Oktober in der BAW über die Instandhaltung der Bauwerke an den Wasserstraßen.

Instandhaltung der in großen Teilen veralteten Wasserstraßeninfrastruktur in Deutschland ist eine Herkulesaufgabe, die eine enorme technische, finanzielle und organisatorische Herausforderung darstellt, und dies nicht erst in der mittel- oder langfristigen Zukunft, sondern bereits jetzt und heute.

Der kürzlich vom Bundeskabinett verabschiedete Bundesverkehrswegeplan 2030 setzt ein klares politisches Signal für Erhaltung und Ersatz bei Straße, Schiene und Wasserstraße. Für alle Verkehrsträger haben Investitionen in Erhaltung und Ersatz Vorrang vor Aus- und Neubau.

Von den für die Wasserstraßenprojekte geplanten Gesamtausgaben in Höhe von 24,5 Mrd. Euro entfallen rund zwei Drittel auf Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen. Auch der erst kürzlich vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur veröffentlichte Verkehrsinfrastrukturbericht weist auf einen durch Alterung und Abnutzung der Bauwerke entstandenen erheblichen Instandhaltungsbedarf hin und gibt einen Überblick über die Zustandsnoten der Bauwerke.

Vor diesem Hintergrund stießen die Vortragsthemen der BAW-Veranstaltung bei den Teilnehmern auf besonders reges Interesse: Fachleute der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) und der BAW präsentierten strategische Überlegungen und überregionale Konzepte zur Erhaltung und Instandsetzung von Wasserbauwerken. Praxisbeispiele für Instandsetzungsmaßnahmen der WSV an Wehr- und Schleusenanlagen zeigten auf, welche komplexen Randbedingungen bei den Bauarbeiten zu beachten sind.

Dabei spielen Aspekte wie Bausubstanz, Bauprodukte, Personal- und Geräteeinsatz, Witterung und der aufrecht zu erhaltende Schiffsbetrieb oftmals eine entscheidende Rolle. Ergänzt wurde das Programm durch Vorträge über die einschlägigen Regelwerke zur Instandhaltung sowie über neueste Forschungsergebnisse der BAW, die künftig Eingang in die BAW-Beratungspraxis finden sollen. Vorträge zu Strategien bei der Brückenerhaltung des Landes Baden-Württemberg und zur Anwendung von Building Information Modeling in den Niederlanden lieferten interessante Blicke über den Tellerrand der Bundeswasserstraßen hinaus.

Bereits für den Herbst nächsten Jahres ist in der BAW eine Folgeveranstaltung zur Instandsetzung von Schleusen unter laufendem Schiffsbetrieb geplant.

Die Tagungsbände zu den BAW-Veranstaltungen stehen regelmäßig ca. 8 Wochen nach der Veranstaltung zum kostenlosen Download bereit.

Weitere Informationen:

http://www.baw.de/DE/service_wissen/publikationen/tagungsbaende/tagungsbaende.ht...

Sabine Johnson | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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