Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Inspect a Gadget - High-Tech-Handschuh demonstriert Potenzial elektronischer Kleidung

27.08.2012
FH St. Pölten präsentiert "Hands-On" Medientechnologie

Ein "intelligenter" Handschuh, der mit der Umwelt kommuniziert, wird jetzt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Auf der "Technosensual" im Museumsquartier Wien können BesucherInnen die interaktive Power des Handschuhs ausprobieren und so den neuesten Trend in der Modewelt hautnah erleben: die Kombination von Technologie und Mode - die "Wearables".

Diese Kleidungsstücke sind mit elektronischen Komponenten wie Sensoren und LEDs ausgestattet und ermöglichen TrägerInnen bedarfsgerechte Zusatzfunktionen. Als einzige teilnehmende FH Österreichs zeigt die Fachhochschule St. Pölten dabei ihre Vorreiterrolle bei Entwicklung und Design dieser Technologien, die dort derzeit für konkrete Anwendungen zur Sicherheit von RadfahrerInnen weiterentwickelt werden.

Erwartungen an die Kleidung der Zukunft gehen über raffinierte Schnittführung hinaus - Kleidungsstücke sollen auch Bedürfnisse der TrägerInnen spüren und erfüllen. Nun haben FH-Prof. Dr. Frederick Baker und das Team des Instituts CreativeMedia/Technologies der FH St. Pölten in Kooperation mit der niederländischen Künstlerin Anouk Wipprecht und dem Robotiker Daniel Schatzmayr ein taktiles Kunstwerk geschaffen, das einen modischen Handschlag mit der Zukunft darstellt. Ein stilisierter Handschuh, der mittels Handbewegung interaktiv mit der Umgebung kommuniziert: "Nähert man sich mit der Hand dem Glove, ermöglicht dieser die Steuerung einer interaktiven Video-Installation", erläutert Projektleiter Baker. Das Ausprobieren dieser Wearables-Technologie ist bei der Ausstellung "Technosensual. Where fashion meets technology" bis 2. September 2012 im Wiener Museumsquartier möglich und erwünscht: "Wir wollten nicht einfach ein Ausstellungsobjekt, sondern eine Installation entwickeln. So kann das Publikum Forschungsergebnisse fühlen und erleben", so der austro-britische Wissenschafter Baker.

HANDS-ON ZUGANG

Auch im Alltag könnten Wearables wie der High-Tech-Handschuh künftig zentrale Sicherheits- und Assistenzleistungen übernehmen. So arbeiten ForscherInnen am Institut für CreativeMedia/Technologies der FH St. Pölten an neuen Einsatzmöglichkeiten der Wearables-Technologie im Radverkehr. Tatsächlich stellen ja RadfahrerInnen eine besonders gefährdete Personengruppe im Straßenverkehr dar: Allein im Jahr 2011 nahmen die Unfälle mit Fahrrädern um 19 %, das entspricht 900 Personenschäden, zu. Das ForscherInnenteam um Jakob Doppler, MSc. konzipiert nun ein intelligentes Fahrrad-Outfit, das die Verkehrssicherheit entscheidend verbessern kann: "Eine Jacke kann künftig mittels integrierter Inertialsensorik den Bremsvorgang durch am Rücken getragene LEDs - für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer - sichtbar machen. Zusätzlich kann ein drahtlos dazu verbundener Handschuh - ohne dass die radfahrende Person die Hände vom Lenker nehmen muss - durch taktile Befehle ein Abbiegesignal weiterleiten", erläutert Doppler.

ERFOLG IN GRIFFWEITE

Die Wearables-Technologie nutzt dabei einen Kommunikationskanal zwischen Mensch, Computer und Umwelt, der bei bestehenden Informations- und Kommunikationstechnologien bisher nicht ausreichend ausgeschöpft wurde: das große Repertoire der menschlichen Gestik. Um die intelligente Kommunikation mit dem Kontext der TrägerInnen zu ermöglichen, werden Wearables-Kleidungsstücke mit unauffällig eingebetteter Elektronik wie Beuge- und Drucksensoren, leitfähigem Faden und Kommunikationsschnittstellen sowie zur Energieversorgung mit Solarpanelen ausgestattet. Somit werden Steuerungsfunktionen ohne direkte Berührung möglich. "Ziel ist es", so Doppler, "den Begriff Kleidung mittels Mikroelektronik zu erweitern, aber dennoch die Funktionalität und Stabilität der Kleidungsstücke zu erhalten." Die Einsatzmöglichkeiten sind mit den Bereichen Gesundheit, Wohnen und Arbeiten, Mobilität und Lifestyle breit gefächert.

Die Ausstellung "Technosensual. Where fashion meets technology" findet im Rahmen der quartier21/MQ-Reihe "freiraum quartier21 INTERNATIONAL" in Kooperation mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, der Niederländischen Botschaft in Österreich, der Mondriaan Foundation (NL) sowie weiteren PartnerInnen aus dem In- und Ausland statt. Alle Veranstaltungen werden bei freiem Eintritt angeboten.

Pressetext zum Download verfügbar unter: http://www.fhstp.ac.at/presse

* Die Installation wurde gemeinsam mit dem FH Engineering Team um Christian Munk und Daniel Werndl umgesetzt und von Daniel Schatzmayr programmiert.

Über die Fachhochschule St. Pölten
Die Fachhochschule St. Pölten ist Anbieterin praxisbezogener und leistungsorientierter Hochschulausbildung in den Themengebieten Medien, Informatik, Verkehr, Gesundheit und Soziales. In mittlerweile 16 Studiengängen werden rund 2.000 Studierende betreut. Neben der Lehre widmet sich die FH St. Pölten intensiv der Forschung. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt innerhalb der Kompetenzfelder Medientechnik, Medienwirtschaft, IT-Sicherheit, Simulation, Schienenverkehr, Gesundheit und Soziales. Es erfolgt ein stetiger Austausch zwischen Studiengängen und Instituten, in denen laufend praxisnahe und anwendungsorientierte Forschungsprojekte entwickelt und umgesetzt werden.
Wissenschaftlicher Kontakt:
Jakob Doppler, MSc.
Fachhochschule St. Pölten
ICM/T - Institut für CreativeMedia/Technologies Matthias-Corvinus-Str. 15
3100 St. Pölten
T +43 / (0)2742 / 313 228 - 618
E jakob.doppler@fhstp.ac.at
W http://www.fhstp.ac.at
Redaktion & Aussendung:
PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung Mariannengasse 8
1090 Wien
T +43 / (0)1 / 505 70 44
E contact@prd.at
W http://www.prd.at

Dr. Katharina Schnell | PR&D
Weitere Informationen:
http://www.fhstp.ac.at/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"
22.09.2017 | BusinessForum21

nachricht Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg
22.09.2017 | DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie