Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Innovationsforum Wasserwirtschaft”: Neue Tagungsreihe zum „Blauen Gold“

16.09.2010
BMBF, DWA und DBU wollen aktuelle Forschungsergebnisse stärker in Praxis verbreiten – 2011 in Osnabrück

„Innovationsforum Wasserwirtschaft“: Heute wurde die neue jährliche Veranstaltungsreihe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) bei der IFAT ENTSORGA 2010 in München von DWA-Geschäftsführer Johannes Lohaus und DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde offiziell vorgestellt.

„Ziel ist es, Ergebnisse aktueller Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von BMBF und DBU regelmäßig national wie international systematisch zu verbreiten und in die Praxis umzusetzen“, so Brickwedde. „Wir werden die Strukturen der drei Partner nutzen und so den Austausch zwischen Forschung und Entwicklung einerseits und der Praxis der Wasserwirtschaft andererseits noch stärker fördern“, ergänzt Lohaus. Das nächste „Innovationsforum Wasserwirtschaft“ ist für den 10. und 11. Oktober 2011 im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU in Osnabrück geplant.

Wasser, das Blaue Gold: benötigt, begehrt und eines der Schlüsselthemen des 21. Jahrhunderts. Bevölkerungswachstum, Industrialisierung, Verstädterung und der Klimawandel wirken sich auf den Wasserkreislauf aus und machen den lebenswichtigen Stoff knapp. Mit Folgen: Weltweit steigt der Wasserbedarf, die Wasserqualität sinkt vielerorts. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation haben bereits heute 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Trinkwasser zu gewinnen, ist in Regionen, in denen heute Wasserknappheit herrscht, nur mit hohem Energieaufwand und einer entsprechend hohen Umweltbelastung möglich.

Das BMBF unterstützt Forschungsvorhaben zum Thema Wasser mit jährlich rund 60 Millionen Euro. Der Eingang dieser Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in die Praxis ist eines der gemeinsamen Ziele, die durch die neue Veranstaltungsreihe besser als bisher erreicht werden sollen, so die Initiatoren. „Diese Resultate müssen in Anwendungen und Innovationen auf Unternehmensebene münden, damit die erwünschten Umwelt- und Kostenentlastungseffekte eintreten“, erklärt Brickwedde. Die DBU hat als weltweit größte Umweltstiftung seit Aufnahme der Fördertätigkeit im Jahr 1991 über 7.600 Projekte aus Umwelttechnik, Umweltforschung und Naturschutz sowie Umweltkommunikation und Kulturgüterschutz mit über 1,34 Milliarden Euro gefördert, davon über 1.000 Wasser-Projekte mit mehr als 160 Millionen Euro. „Auf der anderen Seite müssen aber auch Anforderungen aus der Praxis an die Forschungsverantwortlichen herangetragen werden“, begründet Lohaus das strategische Engagement in Sachen „Innovationsforum Wasserwirtschaft“. Als technisch-wissenschaftlicher Fachverband mit rund 14.000 Mitgliedern – von Kommunen, Hochschulen, Behörden über Ingenieurbüros und Unternehmen bis hin zu deren Fach- und Führungskräften – setze sich die DWA für eine nachhaltige Wasserwirtschaft ein. Sie fungiere unter anderem als Scharnier zwischen Forschung und Praxis und schule zum Beispiel jährlich rund 35.000 Wasserfachleute.

Mit dem gemeinsamen Engagement von BMBF, DBU und DWA im „Innovationsforum Wasserwirtschaft“ sollen die Ergebnisse aus laufenden und abgeschlossenen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben auf jährlich stattfindenden Fachtagungen systematisch verbreitet werden. Das Ziel: insgesamt noch mehr Forscher, Entwickler und Praktiker der Zielgruppe „Wasserwirtschaft“ zu erreichen.

In geraden Jahren (2010, 2012, 2014) würden insbesondere die internationalen Forschungsthemen und -ergebnisse auf der weltgrößten Umweltfachmesse IFAT ENTSORGA in München einem internationalen Fachpublikum vorgestellt werden. Die nationalen Themen würden in den ungeraden Jahren (2011, 2013, 2015) im jährlichen Wechsel bei der DBU (Osnabrück) oder beim BMBF (Bonn) präsentiert. Dabei können sich auch Nachwuchswissenschaftler aus dem DBU-Stipendienprogramm, dem BMBF-Stipendienprogramm „Internationale Aufbaustudiengänge im Wasserfach", dem Young Scientists and Professionals Programm (DWA), dem Stipendienprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der DAAD-Alumniprogramme und auch Gastwissenschaftler besser vernetzen.

Franz-Georg Elpers | DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de
http://www.dwa.de
http://www.dbu.de/550artikel30681_135.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin
24.02.2017 | TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

nachricht Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie
24.02.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie