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Innovationen für die Medizin: Smart Medical Systems und Medical Imaging

15.05.2014

Intelligente Systeme für Diagnostik und Therapie sind heutzutage aus dem klinischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Viele innovative Lösungen in der Medizintechnik und Biotechnologie werden durch die technologischen Fortschritte in der Mikrosystemtechnik getrieben.

Am Institut für Mikro- und Informationstechnik der Hahn-Schickard-Gesellschaft e.V. (HSG-IMIT) in Villingen-Schwenningen werden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Mikrosystemtechnik IMTEK der Universität Freiburg zukunftsträchtige Systeme für die Medizin erforscht. Eines der Teilgebiete dieser Disziplin ist die Mikrofluidik, also die Verarbeitung winziger Flüssigkeitsmengen.


Smart Medical Systems

Bildquelle: BVmed

Immer leistungsfähigere Lab-on-a-Chip-Systeme, Technologien zum Nachweis und Design von biomolekularen Interaktionen oder Mikrodosiersysteme zur zeitlich gesteuerten Medikamentenabgabe sind einige der aktuell bearbeiteten Forschungsprojekte.

Institutsleiter Prof. Dr. Roland Zengerle wird im Rahmen des Kongresses „Medizin Innovativ - MedTech Pharma 2014“, der vom 2. - 3. Juli 2014 in der Nürnberg Messe stattfindet, einen Überblick über den aktuellen Stand dieser Forschungsthemen geben.

Weitere technische Systeme für unterschiedliche medizinische Indikationsgebiete werden in der Reihe „Smart Medical Systems“ präsentiert. Innovative Lösungen für die Kardiologie oder die Neurologie werden ebenso vorgestellt wie neueste Forschungsergebnisse aus den Technologiebereichen Robotik und Elektronik. Referenten sind u.a. Todd Pope, Vice President R&D bei B.Braun Aesculap und Prof. Alin Albu-Schäffer, Direktor des Instituts für Mechatronik am DLR.

Ein weiteres Thema des Kongresses sind Bildgebende Verfahren. Während sich durch konventionelles Röntgen sehr gute Aufnahmen von den Knochen des menschlichen Körpers machen lassen, ist die Differenzierung von Weichteilgeweben, bei denen die geringen Unterschiede in der Absorption nur zu schwach ausgeprägten Kontrasten in den Bildern führen, eine große Herausforderung.

Abhilfe könnte hier das sogenannte Phasenkontrast-Röntgen schaffen. Dabei wird nicht nur die Absorption gemessen, sondern zusätzlich die Brechung und Streuung der Röntgenstrahlung. Möglich wird dies z. B. durch den Einbau mikroskopisch kleiner Gitterstrukturen in den Strahlengang eines konventionellen Röntgensystems. „Mit dieser Technik erzielt man wesentlich kontrastreichere Bilder, speziell von Weichteilen und Organen, was z. B. einen Einsatz in der bisher sehr schwierigen Differenzierung von Mamma-Tumoren nahelegt.

Zusätzlich erhofft man sich die Strahlenbelastung für den Patienten deutlich senken zu können, da das Phasenkontrast-Röntgen die Verwendung von Röntgenstrahlung höherer Energien erlaubt“, erläutert Dr. Schirmer von GE Global Research in Garching, der die neue Methode vorstellen und aufzeigen wird, welche Rolle diese zukünftig in der medizinischen Bildgebung spielen kann.

Vertreter aus Forschung, Klinik und Unternehmen stellen in der Reihe „Medical Imaging“ die neuesten Entwicklungen in der medizinischen Bildgebung vor und geben einen Ausblick auf zukünftige Anwendungen. Referenten sind u.a., Prof. Thomas Beyer von der Universität Wien, Prof. Dr. Matthias Günther, Leiter MR-Physik beim Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS und Bernhard Mumm, Präsident der TomTec Imaging Systems GmbH.

Weitere Informationen sowie das komplette Kongressprogramm finden Sie unter:
http://www.medtech-pharma.de/deutsch/kongress/kongress-2014/programm.aspx

Weitere Informationen:

http://www.medtech-pharma.de

Marlene Klemm | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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