Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ingenieurwissenschaften - ein Sprungbrett für Menschen mit Migrationshintergrund

22.04.2010
Tagung am 20. Mai 2010 von 10.00 bis 15.30 Uhr
in der Katholischen Akademie in Berlin
Pressekonferenz um 12.45 Uhr

Die Bevölkerungsstruktur in Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert und wird sich weiter verändern. Bald jedes dritte Kind unter zehn Jahren hat heute einen Migrationshintergrund. Doch nur 13 % aller Kinder mit Migrationshintergrund besuchen derzeit ein Gymnasium. Bei den Kindern ohne Migrationshintergrund sind es mehr als 45 %.

Der Dachverein "Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten" (4ING) als Vertreter von 130 Fakultäten, Fachbereichen und Abteilungen an Universitäten und Technischen Universitäten in Deutschland sieht vor diesem Hintergrund akuten Handlungsbedarf: Es muss gelingen, alle gesellschaftlichen Gruppen erfolgreich in unsere Bildungssysteme zu integrieren, unabhängig von Nationalität und Herkunft. Andernfalls drohen Deutschland unwiderruflicher Fachkräfte- wie Ingenieurmangel, Innovationsverlust, technische Regressivität und ein deutlich niedrigeres Wachstums- und Wohlstandsniveau.

Aus diesem Grund laden wir Sie herzlich zu unserer Fachtagung "Ingenieurwissenschaften - Sprungbrett für Menschen mit Migrationshintergrund" am 20. Mai 2010 von 10 bis 15.30 Uhr in die Katholische Akademie in Berlin, Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin ein. Eine Pressekonferenz findet um 12.45 Uhr statt.

Traditionell sind die Ingenieurwissenschaften eine Fächergruppe mit einem hohen Anteil an Bildungsaufsteiger/innen. Gerade das Potenzial von Menschen mit Migrationshintergrund für die Ingenieurberufe wird jedoch bisher kaum berücksichtigt, und das, obwohl Deutschland seit jeher ein beliebtes Einwanderungsland ist. Der Dachverein "Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten (4ING) e.V. hat daher eine umfassende Potenzialanalyse von Menschen mit Migrationshintergrund für die Ingenieurwissenschaften und Informatik in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse dieser Studie "Ingenieurwissenschaften - Attraktive Studiengänge und Berufe auch für Menschen mit Migrationshintergrund?" unter Leitung von Prof. Dr. Susanne Ihsen, TU München, werden erstmals vorgestellt.

Vertreter/innen aus Politik, Arbeitgeberverbänden, Unternehmen und der Wissenschaft werden auf unserer Tagung Wege diskutieren, wie wir künftig bislang brach liegende Talente zu einem Studium für das Ingenieurwesen und der Informatik führen können. Lösungen sind gefragt, um der Misere des Ingenieurmangels nachhaltig zu begegnen und jungen Menschen aller gesellschaftlicher Gruppen die Chance zu geben, ihre Begabungen und Interessen zu erkennen und in einem erfüllten Berufsleben zu entfalten. 4ING hat bereits im Januar eine erste Erhebung über soziale Aufsteiger in den Ingenieurwissenschaften und Informatik veröffentlicht. Diese Untersuchung bildete den Auftakt zu einer größeren Aktivität von 4ING zu den Themen "Verborgene Talente für die Ingenieurwissenschaften" sowie "Durchlässigkeit der Bildungssysteme".

Pressekontakt 4ING
Prof. Dr. Gerhard Müller
Vorsitzender 4ING
Techn. Universität München
Arcisstr. 21
80333 München
Telefon: 089-289-28348
Telefax: 089-289-28665
E-mail: gerhard.mueller@bv.tu-münchen.de
Der Dachverein "Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten" (4ING) vertritt 130 Fakultäten, Fachbereiche und Abteilungen an Universitäten und Technischen Universitäten in Deutschland. Diese stellen mehr als 90% des universitären Studienangebotes bereit in den Fächern Bauingenieurwesen, Geodäsie; Maschinenbau, Verfahrenstechnik; Elektrotechnik, Informationstechnik sowie Informatik.

Heike Schmitt | idw
Weitere Informationen:
http://www.4ing.net

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren
21.11.2017 | Leibniz Universität Hannover

nachricht Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen
21.11.2017 | FH Aachen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt

21.11.2017 | Studien Analysen

Wafer zu Chip: Röntgenblick für weniger Ausschuss

21.11.2017 | Informationstechnologie

Nanopartikel helfen bei Malariadiagnose – neuer Schnelltest in der Entwicklung

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie