Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

In einer Karawane die Mobilität der Zukunft erleben

24.03.2016

Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur eröffnet

Eine Karawane der Zukunftsmobilität von der Messe bis zur Stadtmitte – damit startet das „Future City_Lab – Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur“ am Sonntag, 3. April, in seine Experimentierphase. Gleichzeitig lädt es die Bevölkerung zum Mitmachen und Mitfeiern ein. Der Umzug durch die Stadt mündet in einer Marktveranstaltung auf dem Marienplatz und einer offiziellen Eröffnungsveranstaltung im Theater Rampe.


Der Stadtverkehr in Stuttgart

Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur, Universität Stuttgart; Illustration: Thomas Rustemeyer

„Lösungen für virulente Zukunftsfragen kann die Wissenschaft nur zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern finden. Mit den Reallaboren haben wir als Universität die Möglichkeit, Fragen aus der Gesellschaft aufzugreifen und zu nachhaltigen Lösungen beizutragen“, hebt Prof. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart, die Bedeutung des Forschungsformats hervor.

Prof. Antje Stokman, Projektleiterin des Reallabors für nachhaltige Mobilitätskultur, freut sich über den Start der Experimentierphase: „Die Karawane der Zukunftsmobilität ist eine gut sichtbare Aktion, um den Diskurs über die urbane Mobilität anzuregen. Die Resonanz ist sehr groß, viele Gruppen werden sich aktiv beteiligen.“

Nach einer einjährigen Aufbauphase nimmt das Projekt der Universität Stuttgart seine experimentelle Arbeit auf. Als reales Handlungs- und Forschungsfeld dient das unmittelbare Umfeld der Universität – Stadt und Region Stuttgart. Sie sind zugleich konkreter Laborraum und experimentelle Plattform, in denen nachhaltige Mobilitätsvisionen und praktiken entwickelt werden sollen.

Das Reallabor will in unterschiedlichen Experimenten gefestigte Mobilitätsroutinen in Frage stellen, Veränderungen testen und neue Formen der Mobilität individuell und kollektiv erproben. Die Karawane zum Auftakt unter dem Motto „AUF GEHT’S! Stuttgart in Bewegung“ ist zugleich das erste große Experiment im Stadtraum.

Ausgangspunkt ist der Projektstand des Reallabors auf der Messe „i-Mobility Stuttgart“, bei dem sich auch spontan Entschlossene noch für die Zukunftsreise zur Stadtmitte anmelden können. Ab 11.30 Uhr starten nacheinander Velomobile – also Fahrräder, Fahrradtaxis und Bürgerrikschas –, Fußgänger, die den öffentlichen Personennahverkehr nutzen, sowie als dritte Gruppe klimafreundlich motorisierte Fahrzeuge.

Die drei Züge werden am Feuersee wieder zusammentreffen. Von dort aus reist die Karawane gemeinsam um 13.30 Uhr mit Schrittgeschwindigkeit wieter über die Gutenbergstraße, Silberburg-, Rotebühl-, Paulinen- und Hauptstätter Straße zum Marienplatz. Der Platz im Stuttgarter Süden verwandelt sich am Sonntagnachmittag in einen Markt der neuen urbanen Mobilität.

Innovative Mobilitätsanbieter, Initiativen und Akteure stellen sich vor. Eine mobile Feldküche, eine Maultaschenrikscha und eine Fahrrad-Smoothie-Bar sorgen für die Verköstigung. Musikalisch unterhält die Band „Bewegung tut gut“ – der Name passend zum Programm.

Um 16.00 Uhr öffnet das Theater Rampe, Projektpartner des Reallabors, seine Türen. Im Bahnhof der Zahnradbahn wird das Reallabor offiziell eröffnet mit Grußworten, einem Zukunftsszenario über die Mobilitätsstadt Stuttgart im Jahr 2030, die anschließend in einer Fishbowl-Diskussion mit Experten und dem Publikum diskutiert wird. Im Atelier des Theater Rampe ist eine Ausstellung der geplanten Realexperimente zu sehen.

Termin im Überblick
Sonntag, 3. April 2016
Start der Karawanen: ab 11.30 Uhr auf der Messe „i-Mobility Stuttgart“, Messepiazza
Station Feuersee: 13.30 Uhr
Station Marienplatz: 14.00 Uhr
Eröffnungsveranstaltung im Theater Rampe: 16.00 Uhr

Anmeldungen
1. Anmeldung zur Karawane mit einem eigenen Fortbewegungsmittel oder als Mitfahrer/in unter: anmeldung@r-n-m.net
Unter den Anmeldungen werden Freikarten für die Frühjahrsmessen Stuttgart verlost.
2. Kostenlose Eintrittskarten im Theater Rampe unter:
karten@theaterrampe.de oder 0711 620 09 09 15

Das Reallabor
„Future City_Lab – Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur“ wurde von der Universität Stuttgart eingeworben. Finanziell unterstützt es eine Förderinitiative des Landes Baden-Württemberg und ein Unterauftrag des Umweltbundesamtes. Angesetzt ist das Projekt bis Dezember 2017. Hinter dem Begriff „Reallabor“ verbirgt sich ein neues Forschungsformat: Nicht über Menschen und ihr Verhalten soll geforscht werden, sondern gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern gestalten Forscherinnen und Forscher reale Veränderungsprozesse, um praxisrelevantes Wissen und konkrete Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.

An der Universität Stuttgart tragen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Verkehrsplanung und Technologiemanagement, aus Architektur und Städtebau, Sport- und Bewegungswissenschaft bis hin zur Soziologie und Studierendeninitiativen das Reallabor. Projektpartner sind außerdem die Stadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart, die Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V., das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, das Stadtmuseum Stuttgart,, die Studierendengruppen „Crossing Borders e.V.“ und „Greening Stuttgart“ sowie das Theater Rampe.

Ein ausführliches Programm sowie eine Übersicht über die beteiligten Gruppen finden Sie auf der Projekthomepage: www.r-n-m.net

Kontakt:
Dr. Hans-Herwig Geyer, Leiter Hochschulkommunikation und Pressesprecher, T 0711 685-82555, hkom@uni-stuttgart.de

Weitere Informationen:

http://www.r-n-m.net

Ulrich Fries | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt
20.09.2017 | Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

nachricht Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle
20.09.2017 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik