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Immuntherapie und Krebsimpfstoffe als Krebstherapien der Zukunft

01.07.2009
LMU-Klinikum organisiert internationales Expertentreffen

Die neuesten immuntherapeutischen Behandlungsansätze bei Krebs stehen im Mittelpunkt der Diskussionen, wenn sich Anfang Juli international renommierte Experten auf dem Gebiet zukunftsorientierter Krebstherapien, Immuntherapien und Krebsvakzinen auf der „3rd Tegernsee Conference on Immunotherapy of Cancer“ treffen.

Zukunftsorientierte Krebstherapien befassen sich mit der immunologischen Erkennung von Tumorzellen im Körper des Erkrankten. Diese Erkennung ist bei vielen Patienten nicht effektiv und begünstigt somit eine Ausbreitung der Erkrankung beziehungsweise ein Wiederauftreten der Erkrankung nach zunächst erfolgreicher Therapie. „Warum unsere Immunzellen fremde Tumorzellen nicht erkennen, ist bisher Gegenstand intensivster grundlagenorientierter Forschungsansätze, die zunehmend in effektivere klinische Therapien umgesetzt werden“, erläutert Professor Rudolf Hatz, Leiter des Thoraxchirurgischen Zentrums am Klinikum der Universität München.

„Die Immuntherapien und Krebsimpfstoffe, die zurzeit in Entwicklung sind, sollen eine Ergänzung zu etablierten Therapiekonzepten darstellen und können bei Steigerung ihrer Effektivität diese auch vielleicht einmal zukünftig ersetzen“, so die Prognose von Professor Hatz, der auch als Chefarzt in den Asklepios Fachkliniken München-Gauting tätig ist.

International führende Experten für zukunftsorientierte Krebstherapien treffen sich vom 02.07.2009 bis 04.07.2009 zur gemeinsamen Konferenz in Feldafing am Starnberger See um die neuesten immuntherapeutischen Behandlungsansätze mit besonderem Augenmerk auf Impfstrategien, also aktiv spezifische Immuntherapien, zu diskutieren. Die Konferenz ist für die internationale Fachwelt aus aktuellem Anlass von besonderem Interesse: Beiträge über die Fortschritte in der Entwicklung von Impfstoffen gegen Krebs gehörten im Juni 2009 zu den Höhepunkten der größten Fachtagung der US-Krebsgesellschaft ASCO in Orlando, Florida.

Organisiert wird die 3. Tegernsee-Konferenz von der Chirurgischen Klinik und Poliklinik des Klinikums Universität München (Direktor: Prof. Dr. Karl-Walter Jauch), dem Earle A. Chiles Research Institute in Portland, Oregon, USA und dem H. Lee Moffitt Cancer Center Florida, USA. Das Expertentreffen findet mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Chiles Foundation, der Asklepios Lungenfachkliniken München-Gauting und der Deutschen Gesellschaft für Immuntherapie statt.

Kontakt:

Prof. Dr. R.A. Hatz, FACS
Leiter Thoraxchirurgisches Zentrum München
Chirurgische Klinik und Poliklinik der LMU , Klinikum Großhadern
Asklepios-Lungenfachkliniken München-Gauting
Tel.:089-7095-6510
Fax: 089-7095-3508
Email: Rudolf.Hatz@med.uni-muenchen.de

Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München (LMU) sind im Jahr 2008 an den Standorten Großhadern und Innenstadt etwa 500.000 Patienten ambulant, poliklinisch, teilstationär und stationär behandelt worden. Die 44 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über mehr als 2.300 Betten. Von insgesamt 9.800 Beschäftigten sind rund 1.700 Mediziner. Forschung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2008 etwa 64 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und ist seit Juni 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.

Philipp Kreßirer | Klinikum der Universität München
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenchen.de

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