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Hochzeit von zukunftsfähigen Energie- und Architekturkonzepten – Bauhaus.SOLAR 2014

01.12.2014

Am 2. und 3. Dezember 2014 findet der 6. Internationale Kongress »Bauhaus.SOLAR« im Kulturzentrum „mon ami“ in Weimar statt. Der thematische Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Spannungsfeld »Energiewandel und zukunftsfähige Architektur« und widmet sich damit der Frage, wie sich technische Innovationen und energiebasierte Planung von Gebäuden oder Quartieren mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Faktoren vereinbaren lassen.

An zwei Tagen tauschen sich Experten aus Architektur, Bauwesen, Technik und Design sowie Firmenvertreter über neueste Konzepte, Projekte und Forschungsergebnisse aus.


Moderne Mobiliäts- und Quartierskonzepte wie kleine Wasserstofftankstellen aus nachwachsenden Rohstoffen werden auf dem Kongress Bauhaus.Solar vorgestellt und diskutiert.

© Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM

Das Programm des »Bauhaus.SOLAR 2014« ist aufgefächert in fünf Themenfelder und schlägt den Bogen von ästhetischen Fragen beim Einsatz von energiebasierten Elementen in Architektur und Stadtplanung über die Präsentation neuartiger Technologien elektrischer und thermischer Speicher und Wärmepumpen bis hin zu innovativen Planungskonzepten für Städte, Quartiere und Industrieparks.

Als wissenschaftlicher Partner bringen sich das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM und das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP inhaltlich in den diesjährigen Kongress ein.

Einen Beitrag zum Themenfeld »Energiesystem II- Vernetzung« leistet Norman Klüber vom IWM in Halle mit seinem Vortrag »architecture upgrade – BIPV und Electro-CarSharing bei Sanierung im E-Quartier«. Klüber verfolgt den Ansatz, Bausanierung und Verkehrssanierung im urbanen Raum miteinander zu verschränken. »Um den CO2-Ausstoß in Städten zu verringern, sollten Gebäude und Verkehr nicht getrennt voneinander betrachtet werden, da sie sich gegenseitig beeinflussen«, betont Klüber.

Hierfür arbeitet er an einem Betreibermodell für Wohnungsgesellschaften, bei dem Elektro-CarSharing mit lokalen Bausanierungsprojekten von Wohnquartierten verknüpft werden soll. Dem Mieter soll damit ein umfassendes Wohn- und Mobilitätskonzept mit Stellplätzen zum Laden und Betreiben von Gemeinschaftselektrofahrzeugen geboten werden.

Welchen Nutzen Strömungssimulationsmodelle für die Planung und den Einsatz bauwerksintegrierter Photovoltaik haben, berichtet Ulli Zeller aus der Arbeitsgruppe Modulzuverlässigkeit vom Fraunhofer CSP in Halle. Zeller beschäftigt sich mit dem Einfluss von Umgebungsbedingungen wie Temperatur und Windgeschwindigkeit und untersucht, wie sich diese auf die Lebensdauer und die Leistung von Photovoltaikmodulen auswirken. »Die Betriebstemperatur der Module ist neben der Einstrahlung ein entscheidender Faktor für den Ertrag von Photovoltaikmodulen«, sagt Zeller.

Um die thermische und mechanische Belastung bei unterschiedlichen Modulsystemen und Standorten abzubilden, setzt die Forschungsgruppe auf den Einsatz von Computersimulation. »Die Anwendung numerischer Simulation bringt den Vorteil, so Zeller, dass aufwändige, experimentelle Untersuchungen sowie Vergleiche zwischen den verschiedenen Systemen virtuell leichter durchgeführt werden können«.

Die Moderation des Programmschwerpunkts »Innovative Building Integrated Photovoltaic (BIPV)« übernimmt Prof. Dr. Ralf B. Wehrspohn, Leiter des IWM in Halle und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Bauhaus.SOLAR. Zusätzlich zu den Vorträgen wird das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik auf dem Kongress mit innovativen Produkten wie dem dachintegrierten Leichtbau-Solarmodulsystem GISMO präsent sein.

Veranstaltet wird der 6. Internationale Kongress Bauhas.SOLAR vom SolarInput e.V und der greenkon3 GmbH. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung stehen unter: www.bauhaus-solar.de

Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM

Die zentrale Herausforderung der Menschheit im 21. Jahrhundert ist die Nachhaltigkeit aller Lebensbereiche, insbesondere der effiziente Umgang mit begrenzten Rohstoffen. Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM betreibt angewandte Forschung im Bereich der Materialeffizienz und ist Impulsgeber, Innovator und Problemlöser für die Industrie und für öffentliche Auftraggeber in den Bereichen Zuverlässigkeit, Sicherheit, Lebensdauer und Funktionalität von Werkstoffen in Bauteilen und Systemen. Die Kernkompetenzen liegen im Bereich der Simulation und Charakterisierung von Werkstoffen bis auf die atomare Skala sowie in der Materialentwicklung.

www.iwm.fraunhofer.de


Weitere Informationen:

http://www.bauhaus-solar.de  Webseite des Kongresses
http://www.iwm.fraunhofer.de  Webseite des Fraunhofer-Institutes für Werkstoffmechanik IWM

Clemens Homann | Fraunhofer-Institut

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