Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HIV und Hepatitis: Aktuelle Aspekte der Therapie

27.04.2010
Die Therapien für HIV- und Hepatitis-Patienten sind in den vergangenen zwei Jahren weiter verbessert worden. Aktuelle Erkenntnisse hierzu tauschen Experten am 7. und 8. Mai bei einer Tagung an der Universität Würzburg aus.

Infektionen mit Hepatitis-Viren vom Typ B und C sowie mit HIV gehören zu den weltweit häufigsten chronischen Infektionserkrankungen. Ihre Folgen sind drastisch: Leberzirrhose und Leberkrebs auf der einen, Aids auf der anderen Seite. Beide Infektionen haben viele Gemeinsamkeiten. Zudem sind HIV-Patienten oft gleichzeitig mit Hepatitis-Viren infiziert.

Aktuelle Diagnostik- und Therapiestandards, der wissenschaftliche Fortschritt und Perspektiven in Sachen Virushepatitis und HIV-Erkrankung – darum geht es beim 6. Würzburger Infektiologischen Symposium.

Die Tagung findet am 7. und 8. Mai im Hörsaal des Zentrums für Innere Medizin in der Oberdürrbacher Straße 6 statt. Rund 180 Teilnehmer aus ganz Deutschland werden erwartet, Organisator ist Professor Hartwig Klinker, Leiter des Schwerpunkts Infektiologie der Medizinischen Klinik II.

Neben Vorträgen, Diskussionen und Posterpräsentationen stellen vier Forschungsnetze ihre Arbeit vor: die vom Bundesforschungsministerium geförderten Kompetenznetze HIV und Hepatitis, die Klinischen Forschungszentren Infektiologie sowie die so genannte 3A („Arbeitsgruppe Ärztinnen und Aids“).

HIV: Langzeitbetreuung als Herausforderung

Für die Behandlung der HIV-Infektion stehen mittlerweile sechs Substanzklassen zur Verfügung; viele Patienten müssen ihre Medikamente nur einmal am Tag nehmen.

„Die Suche nach innovativen Behandlungsstrategien bleibt dennoch eine wichtige Aufgabe“, sagt Hartwig Klinker. Die große Herausforderung bei der HIV-Therapie liegt dem Professor zufolge in der Langzeitbetreuung der Patienten. Es gelte, die Effizienz der Therapie langfristig zu gewährleisten.

Hinzu komme das Management von Begleiterkrankungen. Diese treten immer häufiger auf, weil die HIV-Patienten länger am Leben bleiben. Häufige Begleiterkrankungen sind zum Beispiel Herz-Kreislauf-Leiden, Einschränkungen der Nierenfunktion oder Krebserkrankungen. Hier sind laut Klinker Fragen zur Frühdiagnose und Therapie zu klären; nötig sei dafür die Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Disziplinen.

Hepatitis B und C

Die Hepatitis-B-Therapie mit dem Wirkstoff Interferon-alfa und fünf weiteren Medikamenten stelle heute für die meisten Patienten eine effiziente und langfristige Strategie dar, wie Hartwig Klinker sagt. Weiter verbessert worden sei die Therapie der chronischen Hepatitis C: „Hier stehen bald Substanzen zur Verfügung, die eine neue Ära in der Behandlung einleiten werden.“

Kontakt

Prof. Dr. Hartwig Klinker, Medizinische Klinik und Poliklinik II der Universität Würzburg, Schwerpunkt Infektiologie, T (0931) 201-40080 oder 201-40046, Klinker_H@klinik.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise