Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

High-Tech-Medizin für Menschen – beste Aussichten für den MTRA-Beruf

27.10.2011
Bundesweit laden Radiologische Institute und MTRA-Schulen am 5., 12., und 19. November ein, die spannende Welt der Radiologie und den Ausbildungsberuf Medizinisch-Technische/r Radiologieassistent/in (MTRA) kennenzulernen.

Kräftig gesurrt haben muss es am Nachmittag des achten Novembers in Würzburg anno 1895, als Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannte Strahlung entdeckte. Aus dieser Entdeckung entwickelte sich nicht nur bald eine eigene Fachrichtung, die Radiologie, sondern auch das Berufsbild der Medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTRA).

Der Beruf ist spannend, verantwortungsvoll und bietet beste Berufsaussichten, ist aber auch leider wenig bekannt. Der Deutsche Verband Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e.V. (dvta), die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) und die Vereinigung Medizinisch-Technischer Berufe in der DRG (VMTB) starten daher in diesem November wieder die MTRA-Aktionstage. Bereits im dritten Jahr in Folge heißt es dann „Schau rein, was für Dich drinsteckt“: An 10 Standorten laden Radiologische Institute und MTRA-Schulen am 5., 12., oder 19. November jeweils von 11 bis 15 Uhr Realschüler und Gymnasiasten ein, die spannende Welt der Radiologie kennenzulernen. Ausbildung und Beruf der MTRA werden in Vorträgen, Führungen und Demonstrationen an den beeindruckenden Geräten vorgestellt, und natürlich gibt es Gelegenheit, in persönlichen Gesprächen Fragen zu stellen.

Beste Perspektiven
Medizinisch-technische Radiologieassistenten sind am Arbeitsmarkt gefragt wie nie. Und die Aussichten bleiben in den kommenden Jahren gut. Das Deutsche Krankenhausinstitut prognostiziert sogar einen weiter steigenden Bedarf. „Der derzeitige Fachkräftemangel ist für einen Berufseinsteiger eine ideale Startposition. Wir können uns fast aussuchen, wo wir arbeiten möchten, und haben dadurch bessere Möglichkeiten als andere Berufsanfänger“, berichtet Tobias Terschluse, der seit August diesen Jahres MTRA in der Radiologie des Universitätsklinikums Essen ist. Grund genug, das Berufsbild unter den Schulabgängern bekannter zu machen.
High-Tech-Medizin für Menschen
Der Beruf ist vom unmittelbaren Umgang mit dem Patienten und mit der modernsten Medizintechnik geprägt. „MTRA brauchen ähnlich viel Empathie, also Mitgefühl und Verständnis, wie eine Krankenschwester oder ein Arzt auch. Das ist kein Beruf für Leute, die sich hinter einem Gerät verstecken wollen. Sie haben viel Zugang zum Patienten. Hinzu kommt das technische Grundverständnis, das man als MTRA braucht, um die komplexen medizinischen Geräte zu bedienen“, so Prof. Dr. Michael Forsting, Direktor des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie am Universitätsklinikum Essen.

Gerade diese Spannung zwischen Mensch und Technik macht für Tobias Terschluse den Beruf so interessant: „Für mich ist es spannend, den Fortschritt auf diesem Gebiet zu sehen: Es gibt immer Weiterentwicklungen in der Bildgebung, immer wieder neue Untersuchungsmethoden. So etwas mitzuerleben und sich diesem Fortschritt zu stellen, immer wieder neue Sachen zu lernen, das ist für mich die Herausforderung und gleichzeitig das Spannende an der Radiologie.“

Ausbildungsvoraussetzungen
Die Ausbildung zur/m MTRA dauert drei Jahre, setzt einen mittleren Bildungsabschluss (10. Klasse) voraus und findet an Berufsfachschulen statt. Vorteilhaft sind gute Noten in Mathematik, Physik und Biologie.
Termine der MTRA-Aktionstage 2011
Der Tag der offenen Tür findet jeweils samstags von 11 bis 15 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
05.11.2011 Weißenfels, Medizinisches Bildungszentrum, Schule für MTA, Südring 129
12.11.2011 Oldenburg, Klinikum, Radiologisches Institut, Rahel-Straus-Str. 10
12.11.2011 Hannover, MTAR-Schule an der Medizinischen Hochschule Hannover, Bissendorfer Straße 11
12.11.2011 Stuttgart, Katharinenhospital, MTA-Schule, Keplerstr. 32, Haus 24 / C
19.11.2011 Aachen, Universitätsklinikum, MTA-Schule, Pauwelsstr. 30
19.11.2011 Bochum, MTAR-Schule im Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH, Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
19.11.2011 Mainz, Staatl Lehranstalt für MTRA, Universitätsmedizin, Langenbeckstr. 1, Gebäude 505, Zi. 204
19.11.2011 München, Staatl. Berufsfachschule für MTRA am Universitätsklinikum Großhadern, Marchioninistr. 15
19.11.2011 Nürnberg, Berufsfachschule für MTRA am Klinikum Nord, Prof. Ernst-Nathan-Str.1, Haus 47

19.11.2011 Berlin, Unfallkrankenhaus Berlin in Marzahn, Institut für Radiologie, Warener Str. 7

Anja Johenning | idw
Weitere Informationen:
http://www.mtawerden.de/aktionstage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten

Stoßlüften ist besser als gekippte Fenster

29.03.2017 | Medizin Gesundheit