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Hier vernetzen sich die Experten der Fahrzeugelektronik

23.09.2014

Weltweit einzigartig: Zwei Tage – drei parallele Veranstaltungen. Heute startet der Marktplatz Elektronik ELIV mit rund 450 Fachleuten in Baden-Baden.

Human Machine Interface (HMI) und Multicore, das sind die Schwerpunkte des diesjährigen Baden-Baden Spezial. Doch die ELIV (Electronics in Vehicles) hat noch mehr zu bieten: zwei parallele Veranstaltungen zur Elektronik in Nutzfahrzeugen sowie in mobilen Arbeitsmaschinen.

„Wir bringen heute und morgen die Fachleute aus den Branchen Pkw, Nfz und mobile Arbeitsmaschinen zusammen“, erklärt Dr. Wolfgang Frech, Mitglied der Geschäftsleitung und Abteilungsleiter der Fahrzeugindustrie und Energie der VDI Wissensforum GmbH „Das ermöglicht einen möglichst breiten Austausch zwischen den Fahrzeugelektronikern“, ergänzt Dr. Wolfgang Runge von Runge-Consult.Die ELIV eröffnetRunge, der seit vielen Jahren die Baden-Baden Spezial zusammen mit Dr. Heinz-Georg Burghoff, ehemalig von Daimler, inhaltlich in Abstimmung mit dem Fachbeirat der Veranstaltung prägt. 

HMI und Multicore im Pkw

Wie sich die Fahreraufmerksamkeit und Fahrerabsicht messen und nutzen lässt, erläutert Dr. Dietrich Manstetten von Robert Bosch. Fahrerassistenzsysteme verwenden vor allem Informationen aus der Umgebungssensorik. Neben dem Wissen über die Fahrsituation sind auch Informationen über das Befinden des Fahrers von Bedeutung. So sollte das System einen unaufmerksamen Fahrer bei gleichen äußeren Bedingungen früher warnen als einen aufmerksamen Fahrer. Mithilfe der Analyse des Fahrverhaltens oder einer Innenraumkamera lassen sich diese Umstände erfassen und nutzen, um das Fahren sicherer und stressfreier zu gestalten. 

Dr. Alexander Mattausch von Elektrobit Automotive berichtet in seinem Vortrag, wie sich sicherheitsrelevante Multicore Steuergeräte mit AUTOSAR erfolgreich auf die Straße bringen lassen. Die Anzahl der Steuergeräte im Auto nimmt stetig zu. Um diesen ein größtmögliches Maß an Sicherheit geben zu können, spielt die Risikokontrolle eine wichtige Rolle. Die aktuelle Herausforderung in der Software-Entwicklung für Steuergeräte besteht darin, für die derzeit verfügbaren Safety Lösungen ein Multicore-Konzept zu entwickeln, das im Sinne von AUTOSAR den Anforderungen der Zukunft gewachsen ist. 

Nutzfahrzeuge

Bei der „E/E Nutzfahrzeuge“ stellt Runge in einem Übersichtsvortrag den aktuellen Stand und die Entwicklungstendenzen der Elektronik im Fahrzeug vor, die sowohl die Kraftstoffeinsparung als auch die nächsten Schritte zum autonomen Fahren beeinflussen. Anschließend berichtet Ralf Oberfell von Daimler über Mehrwertfunktionen für Zweispeicherbordnetze in schweren Nutzfahrzeugen. Durch den Einsatz mechatronischer Fahrzeugsysteme lassen sich in den Bereichen Verbrauchsreduktion, Fahrerassistenz, Zuverlässigkeit und Fahrerkomfort zahlreiche zusätzliche Funktionen darstellen. Der daraus resultierende steigende Leistungs- und Energiebedarf sowie die Elektrifizierung von Komponenten mit Auswirkungen auf die funktionale Sicherheit generieren zusätzliche Anforderungen an die elektrische Energieversorgung. Oberfell stellt ein neues Konzept für eine verbesserte Bordnetzarchitektur vor. Dieses berücksichtigt die zusätzlichen Anforderungen mechatronischer Systeme. In Kombination mit neuen Komponenten und einer dafür ausgelegten Betriebsstrategie lassen sich Verbrauchergruppen über mehrere Energiepfade bedienen. 

Mobile Arbeitsmaschinen

MSC - Hydac System hat einen konzernweiten Plattform-Ansatz zur Systementwicklung für mobile Arbeitsmaschinen entwickelt. Cornelia Weltzien benennt bei der „E/E Mobile Maschinen“ die Herausforderungen und Lösungsansätze für die Entwicklung elektrohydraulischer Systeme, die auf einer Flotte von unterschiedlichen Typen mobiler Arbeitsmaschinen zum Einsatz kommen. Hierbei gilt es, in besonderer Weise die Wiederverwendbarkeit von Hard- und Software Komponenten zu ermöglichen. Unter Berücksichtigung der Sicherheitsbetrachtungen hat MSC – Hydac Systems plattformkompatible Systemarchitekturen entworfen. Ein zentrales Konzernsteuergerät wird von optionalen Erweiterungsmodulen flankiert und ermöglicht so unterschiedliche Hardwaretopologien. 

Zur diesjährigen ELIV der VDI Wissensforums GmbH sind rund 450 Teilnehmer nach Baden-Baden gereist. Etwa 40 Aussteller zeigen neue Trends und Entwicklungen. Im kommenden Jahr findet wieder die ELIV mit der „Elektronik im Fahrzeug“ statt – am 14. und 15. Oktober 2015. Informationen gibt es unter www.elektronik-im-fahrzeug.de.

 

Über die VDI Wissensforum GmbH

Die VDI Wissensforum GmbH mit Sitz in Düsseldorf gehört zur Unternehmensgruppe des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und ist seit mehr als 50 Jahren der führende Weiterbildungsspezialist für Ingenieure, für Fach- und Führungskräfte im technischen Umfeld. Es vermittelt das Wissen aus allen automobilrelevanten Technikdisziplinen und bietet eine umfassende Themenvielfalt rund um die Fahrzeugindustrie. Fragen zu aktuellen Antriebsaggregaten, zur Fahrzeugelektronik und Fahrerassistenzsystemen stehen im Fokus neben Themen wie Anforderungen zur Fahrzeugsicherheit, Komfortoptimierung oder auch Lösungen zur CO2-Reduktion und Nachhaltigkeit des Automobils. Das Unternehmen bietet eines der größten Automobilindustrie-Netzwerke mit weltmarktführenden Herstellern, Zulieferern und Dienstleistern sowie international renommierten Wissenschaftlern. Die Veranstaltungen der VDI Wissensforum GmbH sind unverzichtbar für die Automobilindustrie.

Jennifer Rittermeier | VDI Wissensforum GmbH

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