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Herzwochen 2010 – Aus dem Takt: Herzrhythmusstörungen

22.07.2010
Bundesweite Informationskampagne der Deutschen Herzstiftung im November
mit rund 1 000 Veranstaltungen

Viele Menschen sind von Herzrhythmusstörungen betroffen. Für sie besteht häufig Unsicherheit darüber, ob diese harmlos oder gefährlich sind und wie sie behandelt werden können. Allein die Zahl der von Vorhofflimmern Betroffenen in Deutschland, der häufigsten Form der Herzrhythmusstörung, wurde auf etwa 1 Million geschätzt. Tückisch bei Vorhofflimmern ist, dass es vom Patienten unbemerkt bleiben, zugleich aber zu Komplikationen wie dem Schlaganfall führen kann.

„Die Grenze zwischen einer normalen und krankhaften Herzrhythmusstörung, die zugleich auch gefährlich ist, ist fließend. Sehr wichtig ist deshalb die frühzeitige Erkennung und exakte Einordnung der Herzrhythmusstörung durch einen Internisten oder Kardiologen, um Komplikationen zu vermeiden“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Hinzu kommt: Herzrhythmusstörungen sind in der Regel keine eigene Erkrankung, sondern meistens die Folge von Herzkrankheiten wie koronare Herzkrankheit oder Klappenfehler. Auch können andere Krankheiten wie zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion das Herz aus dem Takt bringen.

Therapien für Herzrhythmusstörungen gibt es je nach Art und Schweregrad verschiedene: Medikamente, Schrittmacher, Defibrillatoren oder chirurgische Verfahren (Katheterablation). Viele Patienten mit Herzrhythmusstörung stehen unter einem erheblichen Leidensdruck, vor allem Betroffene mit einem Defibrillator. Für sie ist es wichtig, den neuesten Stand der Medizin zu kennen.

Vor diesem Hintergrund wird die Deutsche Herzstiftung vom 1. bis 30. November 2010 mit den Herzwochen zum Thema „Aus dem Takt: Herzrhythmusstörungen“ über neue Diagnoseverfahren und Behandlungsmöglichkeiten informieren. Ziel der Aufklärungsaktion mit rund 1 000 Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet ist es auch, Ängste abzubauen und den Patienten Hilfe im Umgang mit ihrem Leiden zu geben. Die Herzwochen richten sich an Patienten, Ärzte und die vielen Menschen, die sich generell für das Thema Herzrhythmusstörungen interessieren. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, von unabhängigen Experten auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen Informationen zu den wichtigsten Entwicklungen zu erhalten.

Zu den Fragestellungen gehören zum Beispiel:

- Wie werden Herzrhythmusstörungen diagnostiziert?
- Was ist mit Rhythmusmedikamenten zu erreichen? Welche Risiken sind mit ihnen verbunden?
- Was ist von dem neuen Medikament gegen Vorhofflimmern, Dronedaron, zu halten?
- Wenn Medikamente nicht helfen: Welche Erfahrungen wurden mit dem neuen Verfahren der Ablation von Herzrhythmusstörungen gemacht? Wie erfolgreich ist die Katheterablation? Für welche Fälle ist sie geeignet?

- Welche Möglichkeiten bietet die Telemedizin Patienten mit Herzrhythmusstörungen?

Unterstützt werden die Herzwochen von zahlreichen Aktionspartnern wie Krankenhäusern, niedergelassenen Kardiologen, Krankenkassen, Apotheken, Gesundheitsämtern, Volkshochschulen und Betrieben. Insgesamt finden rund 1 000 Veranstaltungen wie Vorträge, Seminare, Telefonaktionen und Gesundheitstage statt.

Veranstaltungstermine der Herzwochen 2010 können ab Mitte Oktober im Internet unter www.herzstiftung.de abgerufen oder unter Telefon 069/95 51 28-333 erfragt werden. Rund 570 Veranstaltungen (Stand: 20. Juli 2010) im gesamten Bundesgebiet sind bereits gemeldet.

24/2010

Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle: Michael Wichert / Pierre König
Tel. 069/95 51 28-114/-140
Fax: 069/95 51 28-345
E-Mail: wichert@herzstiftung.de/
koenig@herzstiftung.de

Pierre König | idw
Weitere Informationen:
http://www.herzstiftung.de

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