Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Herzinfarkt-Risikocheck für Teilnehmer des 7. Rheinischen Kongresses für Gesundheitswirtschaft in Köln

03.08.2009
Ohne Prävention keine Medizinökonomie!

Beim 7. Rheinischen Kongress für Gesundheitswirtschaft, der am 30. September und 1. Oktober 2009 in Köln stattfindet, werden die Fachbesucher mit gutem Beispiel vorangehen. Jeder zehnte Kongressteilnehmer erhält kostenlos die Möglichkeit, sich einem individuellen Herzinfarkt-Risikocheck zu unterziehen.

Unter Aufsicht eines Arztes vom Berufsverband der Niedergelassenen Kardiologen (BNK) und medizinischer Assistenz werden mit Hilfe des CARRISMA-Computerprogramms zwei Risikoberechnungen vorgenommen: Wie hoch ist das individuelle 10-Jahres-Risiko in Prozent, einen Herzinfarkt zu erleiden und wie hoch ist die Gefahr für den Herztod auf Grund von Herzinfarkt, Schlaganfall oder Gefäßerkrankung?

Das Computerprogramm berechnet auf Basis von medizinisch anerkannten Parametern, Vorerkrankungen sowie guter und schlechter Lebensstilfaktoren das prozentuale Herz-Risiko. Zu den medizinischen Faktoren zählen unter anderem der Blutdruck, die verschiedenen Bluttfettwerte, der Kohlenhydratstoffwechsel und die Nierenwerte. Das Programm verwendet eine weitere Anzahl von bekannten Risikofaktoren wie den Body-Mass-Index (BMI), Taillenumfang, das Alter, aber auch schädigende Einflüsse, wie die Anzahl der gerauchten Zigaretten. Auch das persönliche Aktivitäts- und Ernährungsverhalten wird bewertet. Mit Hilfe der Risikoalgorithmen und der persönlichen Werte wird das Risiko einer Herzerkrankung und eines tödlichen Ereignisses für die nächsten zehn Jahre prozentual dargestellt. Das Programm wurde bereits im Jahr 2008 beim Herz-Check der Bundestagsabgeordneten genutzt. Die Ergebnisse dieser Studie werden jetzt am 7. Rheinischen Kongress vorgestellt.

"Je höher das Gesamtrisiko, desto intensiver muss die Prävention sein", sagt RFH-Kongressleiter Professor Dr. med. Dipl.-Kfm. (FH) Rainer Riedel zum Einsatz des Herzinfarkt-Risikochecks. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Herzkreislauf-Erkrankungen lägen schließlich bei gut 25 Milliarden Euro im Jahr, argumentiert der RFH-Studiengangsleiter für Medizin-Ökonomie. Da diese Erkrankungen oft erheblich durch persönlich zu verantwortende Risikofaktoren verursacht werden, können Lebensstiländerungen einen wesentlichen Einspareffekt bringen. "Das ist praktizierte Medizinökonomie und zudem völlig nebenwirkungsfrei", sagt Riedel

Das besondere am CARRISMA-System: Es berechnet zusätzlich die ungünstigen Faktoren, die sich beispielsweise aus Übergewicht und starkem Nikotinkonsum ergeben. Umgekehrt wird aber auch die Schutz-Wirkung, die normalerweise aus regelmäßiger körperlicher Aktivität, verbunden mit guten Blutwerten und einem Idealgewicht resultieren, positiv als Bonuspunkt gezählt. Das Programm gibt jedem Getesteten schriftlich formulierte Anregungen, wie die individuelle Situation nachhaltig selber und mit Hilfe des Arztes zu verbessern ist. Wie die Teilnehmer des 7. Rheinischen Kongresses für Gesundheitswirtschaft beim Herz-Risikocheck abschneiden, wird nach Abschluss der Untersuchung veröffentlich.

Der am 30. September und 1. Oktober 2009 in Köln stattfindende 7. Rheinische Kongress für Gesundheitswirtschaft "Gemeinsam die Zukunft gestalten" bietet die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die aktuellen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Themen des gesamten Gesundheitswesens zu informieren. Ziel der hochrangig besetzten Veranstaltung, die Vorträge und Diskussionsrunden sowie 21 nebeneinander stattfindende Sessions mit insgesamt mehr als 80 Referenten umfasst, ist der interprofessionelle Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Der Fortbildungskongress wird von der Rheinischen Fachhochschule Köln und dem Institut für Medizin-Ökonomie & Medizinische Versorgungsforschung veranstaltet und zählt zu den meistbesuchten medizinökonomischen Kongressen Deutschlands. Er richtet sich an niedergelassene Ärzte und Krankenhausärzte, Apotheker, Vertreter aus Politik, Industrie, an das Krankenhaus-Management und Fachleute aus dem Bank- und Versicherungswesen sowie der gesamten Gesundheitswirtschaft.

Beatrix Polgar-Stüwe | idw
Weitere Informationen:
http://www.rfh-gwk.de
http://www.carrisma.net

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität
23.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

nachricht Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen
23.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie