Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Herausforderungen an den Pflanzenschutz: Experten diskutieren Klimawandel aus neuer Perspektive

07.06.2010
Bananen in Uganda erkranken, Erdbeeren sind betroffen und auch der steirische Kürbis ist mit neuen Schaderregern konfrontiert: Der Klimawandel setzt auch Pflanzen massiv zu.

Dem wollen Wissenschafter mit natürlichen Gegenspielern aus dem Ökosystem begegnen und treffen sich ab heute, Montag, 7. Juni, bis Donnerstag, 10. Juni 2010, an der TU Graz um neueste Entwicklungen im biologischen Pflanzenschutz zu diskutieren. Die vom TU-Insitut für Umweltbiotechnologie veranstaltete internationale Tagung „Climate Change: challenge or threat to biocontrol?“ ist das erste Expertentreffen zu diesem Thema.

„Die Aggressivität der Krankheitserreger nimmt zu, neue Pathogene breiten sich aus“, fasst Umweltbiotechnologin Gabriele Berg die Situation zusammen. Die Lage ist ernst: Heimische Nutzpflanzen wie Kürbisse oder Erdbeeren sind bereits befallen, aber auch Bananen oder Oliven müssen heute anders angepflanzt werden als früher. Um biologische Pflanzenschutzmittel zu entwickeln, nutzen Berg und ihre Kollegen Möglichkeiten aus der Natur. Als „Heilmittel“ zum Einsatz kommen mikrobiologische Gegner aus dem Ökosystem, die die Erreger für Pflanze und Umwelt unbedenklich bekämpfen: Bestimmte Bazillen wirken etwa gegen Insekten und machen Larven unschädlich noch bevor sie schlüpfen. Ob der Klimawandel für weit mehr Schwierigkeiten verantwortlich sein könnte als bisher bekannt – etwa auch im Hinblick auf die gefürchtete Apfelbaum-Krankheit Feuerbrand – lässt Berg offen: „Es spielen immer mehrere Faktoren eine Rolle, ein eindeutiger „Sündenbock“ ist mitunter schwer zu identifizieren.“

In Graz diskutieren die Experten in den nächsten Tagen die neuesten Erkenntnisse und Möglichkeiten, diese in die Praxis umzusetzen. „Die biologischen Phänomene, die wir nutzen, sind schon lange bekannt. Neue mikroskopische und molekulare Techniken bieten heute aber nicht nur bessere Analysemethoden, sondern eröffnen neues Anwendungspotenzial für die Praxis und stellen damit neue Herausforderungen an industriell nutzbare Herstellungsmethoden“, fasst Berg zusammen. Zur Diskussion dieser Themen treffen sich in den nächsten Tagen insgesamt 160 Fachleute aus 30 Staaten an der TU Graz.

Bildmaterial bei Nennung der angeführten Quellen honorarfrei verfügbar unter
http://www.presse.tugraz.at/webgalleryBDR/data/kuerbis2010/index.htm
Climate Change: challenge or threat to biocontrol?
Termin: 7. bis 10. Juni 2010
Ort: TU Graz, Rechbauerstraße 12, 8010 Graz
Nähere Informationen:
http://www.envirochange.eu/english/events_iobc.html
Rückfragen:
Univ.-Prof. Dipl.-Biol. Dr.rer.nat. Gabriele Berg
Institut für Umweltbiotechnologie
Email: gabriele.berg@tugraz.at
Tel: +43 (0) 316 873 8310
Mobil: +43 (0) 664 60 873 8310

Alice Senarclens de Grancy | idw
Weitere Informationen:
http://www.tugraz.at
http://www.envirochange.eu/english/events_iobc.html
http://www.presse.tugraz.at/webgalleryBDR/data/kuerbis2010/index.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt
20.09.2017 | Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

nachricht Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle
20.09.2017 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik