Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Grundlagen und Anwendungen der Endlichen Geometrie

14.04.2011
81 Mathematiker aus Europa, Asien, Australien und Nordamerika treffen sich vom 19. bis zum 26. Juni 2011 bei der dritten DFG-geförderten "Irsee Conference 'Finite Geometries'".

Augsburg/DJ/KPP - "Unsere beiden bisherigen Irsee-Tagungen, zu denen wir uns im Frühjahr 2003 und im Herbst 2006 getroffen haben, sind bei allen Teilnehmern so gut angekommen und sie haben so viel gebracht, dass wir das Unternehmen im Sommer jetzt wiederholen", erläutert Prof. Dr. Dieter Jungnickel.

Der Inhaber des Augsburger Lehrstuhls für Diskrete Mathematik, Optimierung und Operations Research hat mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erneut 81 Mathematiker aus Europa, Asien, Australien und Nordamerika eingeladen, die sich vom 19. bis zum 26. Juni 2011 bei der dritten "Irsee Conference 'Finite Geometries'" wieder über die theoretischen Grundlagen und die Anwendungen der Endlichen Geometrie austauschen werden. Diesmal werde der Schwerpunkt eher auf der Grundlagenseite liegen, sagt Jungnickel, der bei der Organisation von seinen Kollegen Dina Ghinelli (Italien), James Hirschfeld (Großbritannien) und Jef Thas (Belgien) unterstützt wird.

Klassische geometrische Ideen - die Differentialgeometrie, die Geometrische Analysis und die Topologie - spielen eine zentrale Rolle, sie vereinheitlichen zahlreiche Gebiete der modernen Mathematik und Physik. In ähnlicher Weise ist die Endliche Geometrie ein Gebiet, dessen Problemstellungen und Denkweisen praktisch alle Gebiete der Diskreten Mathematik sowie bedeutende Teile der Ingenieurwissenschaften durchdringen und vereinheitlichen. Die wichtigsten Gebiete, zu denen ein unmittelbarer Bezug besteht, sind - innerhalb der Mathematik - Kombinatorik, Endliche Körper, Gruppentheorie, Darstellungstheorie, Algebraische Zahlentheorie und Algebraische Geometrie sowie - in den Anwendungen - Codierungstheorie, Kryptographie, Signalverarbeitung und Quantum Computing.

Fülle konkreter Anwendungen

Es gibt eine überraschende Fülle von konkreten Anwendungen der Endlichen Geometrie. So spielt sie eine wichtige Rolle etwa bei der Satellitenübertragung von Nachrichten, beim CD-Spieler, bei der Versuchsplanung (z. B. von Experimenten in der Landwirtschaft und Industrie), bei den diversen Tomographie-Verfahren, bei der Zugangskontrolle zu sensitiven Systemen, bei der Authentifizierung von Nachrichten, beim Entwurf von Lotto-Systemen, bei der Planung von Kommunikationsnetzwerken oder auch beim Design von akustisch besonders günstigen Konzerthallen. Und falls es gelingen sollte, Quanten-Computer vom Stadium einer faszinierenden Idee zur Realität werden zu lassen, werden dabei Algorithmen, die ganz wesentlich endliche geometrische Strukturen verwenden, eine unverzichtbare Rolle spielen.

Kontakt und weitere Informationen:

Prof. Dr. Dieter Jungnickel
Lehrstuhl für Diskrete Mathematik, Optimierung und Operations
Research
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon +49(0)821-598-2214
dieter.jungnickel@math.uni-augsburg.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.math.uni-augsburg.de/fingeom11/
http://www.math.uni-augsburg.de/de/prof/opt/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit