Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Für eine grünere Zukunft ohne Ladehemmungen

04.03.2013
Chemnitzer Nachwuchsforschergruppe "fahrE" will die Elektromobilität mit moderner Ladeinfrastruktur voranbringen - davon profitieren können nicht nur die Universität und die Stadt

+ + + Pressetermin: 5. März 2013, 10 Uhr, TU Chemnitz + + +

Elektromobilität ist in aller Munde, nur der Durchbruch ist noch nicht geschafft. Die Europäische Kommission will deshalb den alternativen Antrieben und der Elektromobilität strategisch nachhelfen. Für jeden Mitgliedstaat schreibt sie nun eine Mindestanzahl von Ladestationen mit einheitlichem Ladestecker für Elektrofahrzeuge fest und will so die Massenproduktion von Elektroautos ankurbeln. Bis 2020 sollen allein in Deutschland 150.000 öffentliche Ladesäulen zur Verfügung stehen. 2011 waren es noch nicht einmal 2.000. Begleitend dazu ist die Wissenschaft gefragt, auch in Chemnitz.

So werden am 5. März 2013 an der Technischen Universität Chemnitz erste intelligente Ladestationen für Elektrofahrzeuge eingeweiht. Wissenschaftler des Interdisziplinären Zentrums für Fahrerassistenzsysteme (I-FAS) nutzen die vier Stationen künftig im Forschungsprojekt "fahrE". Ziel ist es, ein modernes und umweltfreundliches Mobilitätskonzept zu entwickeln und umzusetzen. Das dreijährige Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds (ESF) durch die Europäische Union und den Freistaat Sachsen mit 876.000 Euro gefördert. Projektträger ist die Sächsische AufbauBank. Einbezogen werden Elektrofahrzeuge, Pedelecs und der öffentliche Personennahverkehr.

"Durch die Integration und Kombination unterschiedlicher Verkehrsmittel und der Nutzung ihrer Vorteile will man im Pilotprojekt insbesondere die Angehörigen der TU Chemnitz mit einer nachhaltigen Form der Mobilität konfrontieren", sagt Koordinator Prof. Dr. Josef Krems. 2014 sei an der Universität und in Chemnitz ein umfangreicher Feldv ersuch vorgesehen. Dabei werden die Ladesäulen unter anderem in ein Kommunikationsnetzwerk mit Fahrzeugen, Nutzern und der weiteren Lade- und Verkehrsinfrastruktur integriert.

Die Ladesäulen sind nach Aussage der Forscher in der Lage, ein intelligentes Lademanagement umzusetzen. Sie ermöglichen zum Beispiel eine situations- und umweltabhängige Ladung der Fahrzeuge. Die Fahrzeuge werden also bevorzugt zu den Zeitpunkten geladen, wenn eine große Menge erneuerbarer Energie in Chemnitz und Umgebung produziert wird. "Die integrierte offene Ladesteuerung ermöglicht eine sehr gute Steuer- und Programmierbarkeit der Ladesäulen und hilft dabei lokale regenerative Energien möglichst effizient zu nutzen", versichert David Kühnert, einer der Mitarbeiter des Projektes. Laut Kühnert seien dies die ersten intelligenten Ladesäulen in Chemnitz, die im halböffentlichen Raum nutzbar sind.

"Ihre technischen Möglichkeiten gehen über das bisher Übliche hinaus und ermöglichen daher zukunftsweisende Ladekonzepte. Das bringt das Thema Elektromobilität an der TU und in Chemnitz entscheidend voran", so Krems. Insbesondere die Stadt profitiere davon, denn innerhalb des im Klimabündnisses strebe Chemnitz bis 2050 eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes auf 2,5 Tonnen pro Einwohner und Jahr an. "Elektromobilität ist in unser Stadt ein wichtiges Thema", so Krems. Als städtische Entwicklungsschwerpunkte auf diesem Gebiet seien der Brühl, die Standorte der TU Chemnitz, das CFC-Stadion und das Stadtzentrum bereits im Fokus. "Chemnitz hat die Chance, sich als Vorzeigemodell für andere Städte in Europa zu empfehlen", ergänzt der Projektkoordinator.

In den kommenden Monaten arbeiten die Nachwuchsforscher von "fahrE" an der Weiterentwicklung des Gesamtsystems und der Entwicklung der Benutzeroberflächen an den Ladestationen. TU-Angehörige, die an den Untersuchungen teilnehmen möchten und ihre Nutzerwünsche äußern oder zu Prototypentests eingeladen werden wollen, können sich ab sofort melden unter E-Mail info-fahrE@tu-chemnitz.de.

Das Projekt "fahrE" bündelt an der TU Kompetenzen aus den Bereichen Datenverarbeitung und Informationsfusion (Prof. Dr. Gerd Wanielik), Allgemeine und Arbeitspsychologie (Prof. Dr. Josef Krems) sowie Ergonomie und Innovationsmanagement (Dr. Angelika C. Bullinger-Hoffmann). Die Professur Energie- und Hochspannungstechnik (Prof. Dr. Wolfgang Schufft) ergänzt das Themenfeld der Energietechnik, um das gesamte Spektrum des fahrE-Projektes wissenschaftlich begleiten zu können.

Weitere Informationen erteilen Andre Dettmann, E-Mail andre.dettmann@mb.tu-chemnitz.de, Telefon 0371 531-32278 und David Kühnert, E-Mail david.kuehnert@etit.tu-chemnitz.de, 0371 531-39939, siehe auch http://www.fahre.info.

Einladung zum Pressetermin

Sehr geehrte Damen und Herren der Medien,

am 5. März 2013 werden um 10 Uhr an der Wilhelm-Raabe-Straße 43 die von der Nachwuchsforschergruppe "fahrE" genutzten Elektro-Ladesäulen offizielle in Betrieb genommen. Neben den beteiligten Wissenschaftlern und Projektpartnern werden auch Vertreter der Stadt Chemnitz anwesend sein. Im Namen des Interdisziplinären Zentrums für Fahrerassistenzsysteme (I-FAS) der TU Chemnitz lade ich Sie herzlich zu diesem Pressetermin ein.

Dipl.-Ing. Mario Steinebach
Pressesprecher der TU Chemnitz

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal
18.08.2017 | Bergische Universität Wuppertal

nachricht Einblicke ins menschliche Denken
17.08.2017 | Universität Potsdam

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie