Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Growing by Shrinking? Konsum, Glück und Lebensqualität

06.09.2010
Konsum wird in der heutigen Gesellschaft als glücksfördernd betrachtet. Dabei vernachlässigen die Verbraucher allerdings die nachhaltige Qualität der Alltagsprodukte und verlagern die Folgen von Umweltbelastungen durch den Massenkonsum auf die Zukunft.

Inwieweit nachhaltiger Konsum unter Berücksichtigung von verhaltensökonomischen Erkenntnissen möglich ist, diskutiert Lucia Reisch von der Copenhagen Business School in ihrem Abendvortrag am 14. September 2010 auf Einladung des Center for Responsibility Research (CRR) am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI). Auf der anschließenden Tagung am 15. September vertiefen die Wissenschaftler das Thema.

Sie erkunden mithilfe von Forschungen aus der Konsum- und Umweltpsychologie, Verhaltensforschung, Ökonomie und Kultursoziologie nicht nur die Ursachen des industriegesellschaftlichen Konsumismus, sondern entwickeln auch Handlungsvorschläge für qualitative Konsumpraktiken. Dabei sollen vor allem folgende Fragen beantwortet werden: Wie lässt sich das in der Gesellschaft verankerte Steigerungs- und Wachstumsprinzip aufbrechen? Reicht es aus, an die Stelle der Wachstumsfixierung das Leitbild des positiven Verzichts zu setzen? Welche Anreize und Verhaltensregeln sorgen für einen nachhaltigen Konsumwandel?

Das Center for Responsibility Research (CRR) am KWI befasst sich mit der Frage nach der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Verantwortung moderner Gesellschaften. Zu weiteren aktuellen Forschungsthemen gehören die Zukunft der Marktwirtschaft, das Verhältnis von Moral und Ökonomie, der Klimawandel und die Transformation liberaler Gesellschaften.

Abendvortrag (14. September, 18 Uhr)
Kann der Konsumwandel gelingen? Wie die Verhaltensökonomik Hoffnung und Zweifel nährt

Referentin: Prof. Dr. Lucia Reisch, Copenhagen Business School, lehrt am Departement of Intercultural Communication and Management an der Copenhagen Business School und ist Vorsitzende der Verbraucherkommission Baden-Württemberg.

TeilnehmerInnen der Tagung (15. September, 9.30 bis 17.30 Uhr):
Prof. Dr. Mathias Binswanger, FH Nordwestschweiz Olten/Universität St. Gallen, Prof. Dr. Andreas Ernst, Universität Kassel, Kathrin Hartmann, München, Dr. Silke Kleinhückelkotten, ECOLOG-Institut), Dr. Niko Paech , Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Prof. Dr. Reinhard Pfriem, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Prof. Dr. Aloys Prinz, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Prof. Dr. Lucia Reisch, Copenhagen Business School, Prof. Dr. Hartmut Rosa, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Ulf Schrader, Technische Universität Berlin.
Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Ludger Heidbrink, Imke Schmidt und Björn Ahaus, Center for Responsibility Research (CRR) am KWI.

Ausführliches Tagungsprogramm: http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-313.html

Der Vortrag ist öffentlich.
Anmeldung für die Tagung: Ursula Sanders, KWI, Tel. 0201/7204-154, ursula.sanders@kwi-nrw.de.

Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Goethestraße 31, 45128 Essen

Kontakt:
Kathrin Flaspöler, Mitarbeiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Tel. 0201 7204 -152, kathrin.flaspoeler@kwi-nrw.de.
Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-320.html
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-313.html
http://www.kulturwissenschaften.de/verantwortungskultur
Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.

Magdalena Schaeffer | idw
Weitere Informationen:
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-313.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie