Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Das Große Lernen verbindet“ – China-Woche an der Universität Tübingen

11.05.2010
Unter dem Motto „Das Große Lernen verbindet“ findet vom 17. bis 22. Mai die China-Woche an der Universität Tübingen statt.

Sechs Tage lang präsentiert die Universität ihre zahlreichen China-Aktivitäten in Forschung und Lehre der Öffentlichkeit. Als Gäste kommen fünf renommierte chinesische Wissenschaftler aus den Bereichen Philosophie, Altertums-, Religions- und Wirtschaftswissenschaften.

Den Eröffnungsvortrag wird der Sinologe Prof. Christoph Harbsmeier von der Universität Oslo halten, außerdem wird es ein Rundgespräch zum Thema „China und die Rolle der Religionen in Geschichte und Gegenwart“ geben.

„Das Große Lernen verbindet“ – so lautet das Motto der China-Woche, die vom 17. bis 22. Mai an der Universität Tübingen stattfindet. Das „Große Lernen“ ist eine grundlegende Schrift des konfuzianischen Kanons. Der psalmenartige Eingangstext mit insgesamt 165 Schriftzeichen wird während der China-Woche auf Bannern vor der Neuen Aula und hinüber in den Alten Botanischen Garten flattern. Das sechstägige Programm folgt dem Konfuzius zugeschriebenen Kommentar zu den sechs Linien des ersten Hexagramms „Qian“ – „das Schöpferische“ – aus dem Buch der Wandlungen.

In den sechs Tagen präsentiert die Universität ihre zahlreichen China-Aktivitäten in Forschung und Lehre der Öffentlichkeit. Chinesische Studierende stellen ihr Land, ihre Kultur und ihre Studienerfahrungen in Tübingen vor. Außerdem kommen fünf renommierte chinesische Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen der Philosophie, Altertums-, Religions- und Wirtschaftswissenschaften für Vorträge an den Neckar. Das Programm der China-Woche startet jeden Morgen um 9.00 Uhr mit Tai Chi-Übungen im Alten Botanischen Garten.

Für den Eröffnungsvortrag konnte Prof. Christoph Harbsmeier von der Universität Oslo gewonnen werden, einer der weltweit bekanntesten Sinologen, Sprach- und Kulturwissenschaftler. Weitere akademische Highlights werden die Präsentationen Tübinger China-Projekte sowie ein Rundgespräch zum Thema „China und die Rolle der Religionen in Geschichte und Gegenwart“ sein. Darüber hinaus finden weitere Vortragsveranstaltungen zur Schrift des „Großen Lernens“ und zu den von ihr aufgeworfenen Grundfragen der chinesischen Philosophie, zu Max Weber und China, zur Wirtschaftsentwicklung Chinas nach der Krise, zu Kunst und Kult im Alten China, zur Kalligraphie, zur westlichen Musik in China und zum Stand der chinesischen Altertumswissenschaft statt.

„Konfuzius sagt: Chinesisch ist gar nicht so schwierig“ – diese chinesische Weisheit können Interessierte in einem zweitägigen Chinesisch-Crashkurs überprüfen (begrenzte Teilnehmer-zahl!). Zum Zuschauen, Mitmachen und Teetrinken lädt am Mittwochnachmittag ein Tee- und Themenpavillon im Alten Botanischen Garten ein; geboten werden Kungfu, Papierschnittkunst, Löwentanz, Teezeremonie, Brettspiele, Majong, Kalligraphie, chinesische Snacks. An mehreren Abenden gibt es Kino, Musik oder Tanz à la chinoise. Den Abschluss bildet am Samstagnachmittag ein Fußballturnier um den „Cup der Guten Hoffnung“ mit acht Mannschaften chinesischer und Tübinger Studierender aller Fakultäten.

Weiteres Highlight ist die Fotoausstellung „Leben und Studieren in Peking und Tübingen“, die gemeinsam erarbeitet wird von chinesischen Studierenden in Tübingen und Sinologie-Studierenden, die ein Auslandssemester am European Centre for Chinese Studies (ECCS) an der Peking-Universität verbracht haben. Eine zweite Ausstellung entführt auf die „Arche der Wissenschaft“ und ist dem Leben des Universalgelehrten und China-Missionars Johannes Schreck (1576-1630) gewidmet.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen des Deutsch-Chinesischen Jahres der Wissenschaft und Bildung 2009/2010 „China-Wochen“ an ausgewählten deutschen Hochschulen, die Koordination liegt bei der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Die „China-Wochen“ sollen das Potential der deutsch-chinesischen Kooperation in Bildung und Forschung vor Augen führen und neugierig auf ein Studium bzw. einen Forschungsaufenthalt in China machen. In die Durchführung der Tübinger „China-Woche“ sind die chinesischen Studierenden und Gastwissenschaftler aus China aktiv mit einbezogen.

Zu allen Programmteilen sind Studierende und Lehrende der Universität Tübingen sowie die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Nähere Informationen:

Prof. Dr. Achim Mittag
Universität Tübingen
Asien-Orient-Institut (AOI)
Abteilung für Sinologie und Koreanistik
E-Mail: achim.mittag[at]uni-tuebingen.de
T. 0 70 71 / 29-7 27 18
Dr. Karin Moser v. Filseck
Universität Tübingen
Dezernat für Internationale Angelegenheiten und
Deutsch-ostasiatisches Wissenschaftsforum e.V.
E-Mail: karin.moser[at]uni-tuebingen.de
T. 0 70 71/29-7 73 53
Eberhard Karls Universität Tübingen
Hochschulkommunikation
Abteilung Presse und Forschungsberichterstattung
Michael Seifert
Wilhelmstr. 5 · 72074 Tübingen
Tel.: 0 70 71 · 29 · 7 67 89 · Fax: 0 70 71 · 29 · 5566
E-Mail: michael.seifert[at]uni-tuebingen.de

Michael Seifert | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-tuebingen.de/china-woche

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt
23.01.2017 | Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

nachricht Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen
20.01.2017 | Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie