Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Große Küstentagung in Hamburg: Experten diskutieren über die Zukunft der Küsten Norddeutschlands

26.02.2013
Die Küsten Norddeutschlands sind viel genutzt und von immer stärkerem Forschungsinteresse. Vom 4. bis zum 6. März 2013 werden aktuelle Forschungsergebnisse und Nutzungskonflikte diskutiert.

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht veranstaltet dazu eine Tagung in der Handelskammer Hamburg. Hier tauschen Küstenexperten ihr Wissen über Windenergienutzung, Küstenschutz, die Ökologie des Wattenmeers und weitere Themen aus. Dr. Dorothee Stapelfeldt, Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg und Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein eröffnen die Veranstaltung.

Während der dreitägigen Veranstaltung treten Wissenschaftler, Politiker, Naturschützer und Wirtschaftsexperten in einen Dialog über die Zukunft der Küsten. „Wir bitten alle Experten an einen Tisch“, sagt Prof. Dr. Hans von Storch, Leiter des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht. „Entscheidungen über die Küste können nur getroffen werden, wenn die unterschiedlichen Interessenvertreter miteinander diskutieren und gemeinsame Strategien entwickeln.“

Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Die Küsten sind sehr sensible ökologische Systeme. Sie haben große Bedeutung für unsere Zukunft, auch im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels. Die Forschungseinrichtungen in Norddeutschland tragen maßgeblich dazu bei, wissenschaftliche Antworten auf die drängendsten Fragen zu geben, mögliche Zielkonflikte rechtzeitig zu erkennen und die betroffenen Interessen in einen optimalen Ausgleich zu bringen.“

Interessenkonflikte an der Küste gibt es in vielen Bereichen. Das Beispiel Offshore-Windenergie: Ein wichtiges Standbein der Energiewende, Schaffung von Arbeitsplätzen, mögliche Einflüsse auf den Vogelzug und die Furcht der Küstenbewohner, dass der freie Blick aufs Meer verloren geht. Nur eine Annäherung im direkten Dialog kann Lösungsstrategien hervorbringen.

Ein weiteres Spannungsfeld ist der Küstenschutz: Deicherhöhung oder die Ausweisung von Überflutungsflächen - Wissenschaftler, Küstenschützer und -bewohner müssen die Zukunftsplanungen gemeinsam angehen. Und um eine koordinierte zukünftige Entwicklung zu ermöglichen, sind wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen unerlässlich. „Die Herausforderungen des Klimaschutzes, der drohende Anstieg des Meeresspiegels bedeutet für uns in Norddeutschland: Küstenforschung tut Not“, sagt Dr. Robert Habeck.

Während neun thematisch verschiedenen Themensitzungen halten die Küstenexperten Vorträge. Der Bogen spannt sich über neue und kontroverse Beiträge zur Küstenökologie im Spannungsfeld zwischen Nutzung und Naturschutz bis zu Bewirtschaftungsplänen für die Elbemündung. Es wird den Fragen nachgegangen, wie die Küstenbewohner ihre Heimat sehen und was Dithmarschen für Zugvögel wie den Afro-Sibirischen Knutt so attraktiv macht. In den ein- bis eineinhalb-stündigen Pausen zwischen den Themensitzungen können die Experten miteinander ins Gespräch kommen und diskutieren. In einer Posterausstellung werden weitere Themen vorgestellt.

Hintergrund
Mit dieser Veranstaltung schließt das Helmholtz-Zentrum Geesthacht an den vor zehn Jahren auf der Tagung „Forschungshorizonte der Küstenregion“ begonnenen Dialog zwischen Küstenexperten an. Die Tagung findet in Kooperation mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg und dem Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung statt. Alle Vorträge werden in deutscher Sprache gehalten.
Das Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht
Die Wissenschaftler am Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht untersuchen den Wandel der Küstenregionen unserer Erde. Wie sieht die Vergangenheit aus und was sind die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen? Das Wissen über ein sich wandelndes Klima, Stoffströme oder Schadstoffe bildet die Grundlage für ein nachhaltiges Management der Küstenumwelt.
Hinweise für Medienvertreter
Journalisten sind herzlich eingeladen, die Tagung zu besuchen. Bei der Vermittlung von Experten für Interviews hilft Ihnen im Vorwege Julika Doerffer aus der Pressestelle des Helmholtz-Zentrums Geesthacht gerne weiter.
Kontakt für Medien
Julika Doerffer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bereich Küsten- und Klimaforschung
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
Tel.: 04152 87 1784
Mobil: 0171 2350220
E-Mail: julika.doerffer@hzg.de

Dr. Torsten Fischer | Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.hzg.de/mw/kuestentagung/index.html.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Das Immunsystem in Extremsituationen
19.10.2017 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm
19.10.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie

Ostfalia forscht an Ultraleichtflugzeug mit Elektroantrieb

19.10.2017 | Verkehr Logistik

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungsnachrichten