Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Größte Plasmatagung findet in Bochum statt

05.10.2016

Etwa 450 internationale Teilnehmer erwarten die Veranstalter der 69. Gaseous Electronics Conference, kurz GEC – und damit vom 10. bis zum 14. Oktober 2016 an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) die voraussichtlich größte GEC aller Zeiten.

Die logistische und planerische Herausforderung umfasst zum Beispiel 64 eingeladene und 222 eingereichte Vorträge, 262 Posterbeiträge, ein Konferenzdinner in der Hattinger Henrichshütte, eine Show im Planetarium Bochum, Laborführungen an der RUB, ein Konzert im Audimax, ein Besuch des Botanischen Gartens und eine begleitende Industrieausstellung mit mehr als 20 Unternehmen.

Erst zum vierten Mal nicht in den USA

Veranstalter ist die American Physical Society (APS). Vor Ort organisiert wird die Tagung vom Research Department „Plasmas with Complex Interactions“ der RUB, insbesondere von Prof. Dr. Uwe Czarnetzki und seinem Team.

„Erst zum vierten Mal in ihrer fast 70-jährigen Geschichte findet die Tagung nicht in den USA statt“, erläutert Czarnetzki. „Und zum ersten Mal überhaupt ist der Tagungsort der Campus einer Universität. Wir sind stolz, dass wir die GEC nach Bochum geholt haben.“ Im vergangenen Jahr trafen sich die Experten für Plasmaphysik und -technik im Honolulu Convention Center auf Hawaii.

Plasmen sind ausgesprochen vielseitig

Inhaltlich geht es um sogenannte Niedertemperaturplasmen und die damit verbundene Atom- und Molekülphysik. Dabei handelt es sich um teilweise ionisierte – elektrisch geladene – Gase. Sie zeichnen sich durch eine hohe Leitfähigkeit aus. Außerdem weisen sie eine einzigartige Chemie und Wechselwirkung mit Oberflächen auf.

Ihre Anwendungen sind breit gestreut: Sie reichen von der Beleuchtung bis zur Krebsbehandlung. Mit Niedertemperaturplasmen lassen sich Oberflächen beschichten, aktivieren und reinigen, Gas-Laser und Halbleiterbauelemente herstellen oder medizinische Geräte desinfizieren. Auch in der Wundheilung werden sie eingesetzt.

Breit und gut aufgestellt: Plasmaforschung in Bochum

„Forschung und Entwicklung sind häufig interdisziplinär und umfassen vor allem Physik, Elektrotechnik, Chemie – und in jüngster Zeit auch Biologie und Medizin“, so Uwe Czarnetzki. Entsprechend breit ist das Bochumer Research Department Plasmas with Complex Interactions aufgestellt.

„Die RUB ist seit langem eine der forschungsstärksten Universitäten weltweit auf dem Gebiet der Plasmaphysik und -technik und genießt daher einen exzellenten internationalen Ruf“, sagt Czarnetzki. Im Forschungsschwerpunkt Plasma kooperieren Wissenschaftler verschiedener Fakultäten fachübergreifend: insgesamt 23 Lehrstühle und Forschergruppen mit über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Physik und Astronomie, Elektrotechnik, Chemie, Biologie und Maschinenbau.

Pressekontakt

Prof. Dr. Uwe Czarnetzki
Plasma- und Atomphysik
Fakultät für Physik und Astronomie
Ruhr-Universität Bochum
Tel.: 0234 32 26218
E-Mail: uwe.czarnetzki@ep5.ruhr-uni-bochum.de

Weitere Informationen:

http://www.gec2016.de/ – Tagungshomepage GEC 2016 – detailliertes Programm und weitere Informationen
http://www.rd.ruhr-uni-bochum.de/plasma/ – Research Department Plasma

Jens Wylkop | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 48V im Fokus!
21.05.2018 | Haus der Technik

nachricht „Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn
18.05.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics