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Gesundheitsforscher aus fünf Ländern treffen sich in Bremen

22.02.2013
EU-Projekt „Integrated health technology assessment for evaluating complex technologies“ soll helfen, komplexe medizinische Prozesse besser zu bewerten.

Gemeinsam mit Partnern aus den Niederlanden, England, Norwegen, Italien und Deutschland hat das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen ein Projekt aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union eingeworben.

Professor Ansgar Gerhardus, Sprecher der Abteilung für Versorgungsforschung und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Public Health, leitet die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit von „INTEGRATE-HTA“ - „Integrated health technology assessment for evaluating complex technologies“.

Was ist INTEGRATE-HTA?

Mit INTEGRATE-HTA werden Methoden zur Bewertung von komplexen Gesundheitsleistungen entwickelt. Sie reichen von der Versorgung chronischer Erkrankungen, wie Herzkreislauferkrankungen, Krebs oder Diabetes, über die Palliativversorgung bis hin zu umfangreichen Präventionsstrategien zum Beispiel im betrieblichen Umfeld. Geeignete Instrumente zu einer umfassenden Bewertung dieser Gesundheitsleistungen fehlen jedoch bisher. Neben Fragen des medizinischen und ökonomischen Nutzens spielen auch ethische, soziale und kulturelle Faktoren eine Rolle. Die Perspektive und die Wünsche der Patienten sollen ebenso berücksichtigt werden, wie die Umgebung, in der die Gesundheitsleistungen erbracht werden.

Das Projekt „INTEGRATE-HTA“ will diese Lücken schließen. Die im Rahmen des Projekts entwickelten Methoden werden am Beispiel der Palliativversorgung getestet und auf andere Versorgungsbereiche ausgeweitet. Anwender, Nutzer und Entscheidungsträger sollen Werkzeuge an die Hand bekommen, die eine systematische Einschätzung von komplexen Gesundheitsleistungen auf dem aktuellen Stand der Forschung ermöglichen.

Mit dem Auftakttreffen der Forschergruppe vom 20. – 23. Februar 2013 in Bremen startet die internationale dreijährige Zusammenarbeit.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Prof. Dr. Ansgar Gerhardus
Telefon: 0421 218-688 00
E-Mail: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bremen.de

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