Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gesundheitliche Ungleichheiten in Europa reduzieren- Europäische Abschlusskonferenz in Brüssel

25.03.2010
Heute findet in Brüssel die Abschlusskonferenz des von der Europäischen Kommission geförderten Projektes 'DETERMINE - an EU Consortium for Action on the Socio-economic Determinants of Health' statt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat an dem EU-Projekt über drei Jahre lang mitgewirkt. 50 Vertreterinnen und Vertretern aus 26 europäischen Ländern haben neuartige Strategien zur Verminderung gesundheitlicher Ungleichheiten gesammelt und die europäische Datenbank http://www.health-inequalities.eu mit vorbildlichen Projekten und wichtigen Informationen ausgebaut.

Heute findet in Brüssel die Abschlusskonferenz des von der Europäischen Kommission geförderten Projektes 'DETERMINE - an EU Consortium for Action on the Socio-economic Determinants of Health' mit Unterstützung der Spanischen Ratspräsidentschaft statt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat an dem EU-Projekt über drei Jahre lang mitgewirkt. 50 Vertreterinnen und Vertretern aus 26 europäischen Ländern haben neuartige Strategien zur Verminderung gesundheitlicher Ungleichheiten gesammelt und die europäische Datenbank http://www.health-inequalities.eu mit vorbildlichen Projekten und wichtigen Informationen ausgebaut. Die Inhalte der Datenbank sollen von Fachkräften aus Wissenschaft und Praxis zur Nachahmung genutzt werden. Für die Zukunft ist eine Weiterentwicklung der Datenbank geplant.

Gesundheitliche Ungleichheiten stellen für alle europäischen Länder ein wachsendes Problem dar. In Deutschland liegt beispielsweise der Unterschied in der Lebenserwartung zwischen armen und reichen Männern bei mehr als 10 Jahren. Frauen, die in Reinigungsberufen arbeiten, rauchen doppelt so häufig wie Lehrerinnen. Kinder aus ärmeren Elternhäusern sind deutlich häufiger von Übergewicht und Adipositas betroffen als ihre Altersgenossen aus reicheren Elterhäusern.

"Die Stärkung der gesundheitlichen Chancengleichheit in den Mitgliedsstaaten kann nur gelingen, wenn sich bereits bei der Planung von Maßnahmen und Programmen die Beteiligten aus unterschiedlichen Bereichen miteinander vernetzen, weil Gesundheit von der familiären Situation, dem sozialen Umfeld, dem Bildungsstand und der Arbeitssituation beeinflusst wird", erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "So sollten gesundheitliche Präventionsangebote die Bereiche Familie, Jugendhilfe und Bildung einbeziehen."

In Deutschland gibt es bereits zahlreiche Projekte, bei denen die Vernetzung gelingt. Der 2003 von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung initiierte Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten" stärkt und verbreitet in Deutschland gute Praxis in Projekten und Maßnahmen der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten. 54 Partnerorganisationen sind im Kooperationsverbund vernetzt. Die Arbeit des Kooperationsverbundes wird begleitet durch einen Arbeitskreis von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie Akteurinnen und Akteure aus dem Gesundheitsförderungs- und Wohlfahrtsbereich.

Das bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung agesiedelte 'Nationale Zentrum Frühe Hilfen' unterstützt Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen und der Jugendhilfe dabei, familiäre und gesundheitliche Belastungen früher und effektiver zu erkennen und bedarfsgerechte Unterstützungsangebote bereitzustellen.

Ein weiteres Beispiel für eine gelungene Vernetzung ist das Projekt 'Kiezdetektive' des Berliner Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg. Es bindet Kinder, die von Armut betroffen sind, in die Planung und Gestaltung ihres Wohnumfeldes ein mit dem Erfolg, dass sich ebenfalls Probleme wie Bewegungsmangel, Sprachdefizite oder Konzentrationsstörungen verringern.

Das Modellprojekt 'JobFit Regional' des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen verknüpft Gesundheitsförderung mit dem Bereich der Arbeitsmarktintegration und verbessert dadurch die Beschäftigungsfähigkeit von Langzeitarbeitlosen. Die Initiative 'Doc Stop' bietet bundesweit an über 290 Rasthöfen raschen Zugang zur medizinischen Unterwegsversorgung von Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrern an.

Sämtliche Strategien und weitere Projekte stehen unter http://ww.health-inequalities.eu

Dr. Marita Völker-Albert | idw
Weitere Informationen:
http://www.health-inequalities.eu

Weitere Berichte zu: Determinants Gesundheitsförderung determine

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung
26.07.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln
26.07.2017 | Technische Hochschule Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Basis für neue medikamentöse Therapie bei Demenz

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Aus Potenzial Erfolge machen: 30 Rittaler schließen Nachqualifizierung erfolgreich ab

27.07.2017 | Unternehmensmeldung

Biochemiker entschlüsseln Zusammenspiel von Enzym-Domänen während der Katalyse

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie