Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gestern Pocahontas, heute Avatar: Öffentliche Tagung zu Medien und Postkolonialismus

17.04.2014

Ein Urvolk, das von den Weißen aus dem Westen erobert wird und sich zur Wehr setzt– diese Geschichte lässt sich immer wieder erzählen. Und sie wird immer wieder erzählt.

Wie dabei der Postkolonialismus diese Art von Filmen prägt, möchte eine Arbeitsgruppe des Instituts für Medienwissenschaft der Ruhr-Uni mit ihrer Tagung „Grenzspuren und De-präsentationen – Postcolonial Studies als Medientheorie“ verdeutlichen.

Vom 24. bis 26. April sind alle Interessierten eingeladen, in der Bochumer Zukunftsakademie NRW Vorträge zu hören, Filme zu schauen und mit Experten zu diskutieren.

Kulturelle und rassistische Klischees in den Medien

„Die Kolonialzeit hat sich in Deutschland und anderen ehemaligen Kolonialmächten tief in
das gesellschaftliche Unterbewusstsein eingeschrieben“, erklärt Prof. Dr. Eva Warth vom Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum.

„Wir propagieren heute auf der einen Seite political correctness, doch auf der anderen Seite reproduzieren wir in den Medien unreflektiert kulturelle und rassistische Klischees“. Die Arbeitsgruppe Postcolonial Studies, die aus einer studentischen Initiative entstand, möchte die wissenschaftliche Diskussion über die Konstruktion von Differenz und Grenze in den Medien in die Öffentlichkeit tragen.

Die „Hottentotten Venus“ als Attraktion

Die Tagung besteht aus mehreren Filmvorführungen, die mit Vorträgen eingeleitet und nachher diskutiert werden. Den Anfang macht der Film „Vénus Noire“ von Abdellatif Kechiche. Er erzählt die auf historischen Fakten beruhende Geschichte der Südafrikanerin Sarah Baartmann: Sie wurde im 19.
Jahrhundert als „Hottentotten Venus“ in Europa als Attraktion vorgeführt.

Am Freitag geht es um den Film „The Halfmoon Files“ von Philipp Scheffner. Den Abschluss am Samstag bildet eine wissenschaftliche Betrachtung des amerikanischen Science-Fiction-Films „Avatar“ von James Cameron. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Interessierte, die an der gesamten Tagung teilnehmen möchten, sollten sich per E-Mail anmelden (pcm@rub.de). Für die Filmvorführungen ist keine Anmeldung erforderlich.

Weitere Informationen
Arbeitsgruppe Postcolonial Media Studies, Institut für Medienwissenschaften, Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 150, 44801 Bochum, Tel. 0234/32 28072
E-Mail: pcm@rub.de

Angeklickt
Die Homepage der Tagung mit dem vollständigen Programm
http://www.grenzspuren.com/
Die Tagung auf Facebook
https://www.facebook.com/grenzspuren

Tabea Steinhauer | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?
28.06.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Willkommen an Bord!
28.06.2017 | Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wellen schlagen

Computerwissenschaftler verwenden die Theorie von Wellenpaketen, um realistische und detaillierte Simulationen von Wasserwellen in Echtzeit zu erstellen. Ihre Ergebnisse werden auf der diesjährigen SIGGRAPH Konferenz vorgestellt.

Denkt man an einen See, einen Fluss oder an das Meer, so sieht man vor sich, wie sich das Wasser kräuselt, wie Wellen gegen die Felsen schlagen, wie Bugwellen...

Im Focus: Making Waves

Computer scientists use wave packet theory to develop realistic, detailed water wave simulations in real time. Their results will be presented at this year’s SIGGRAPH conference.

Think about the last time you were at a lake, river, or the ocean. Remember the ripples of the water, the waves crashing against the rocks, the wake following...

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Maßgeschneiderte Nanopartikel gegen Krebs gesucht

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wolken über der Wetterküche: Die Azoren im Fokus eines internationalen Forschungsteams

29.06.2017 | Geowissenschaften

Wellen schlagen

29.06.2017 | Informationstechnologie