Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gesellschafter des Beschleunigerzentrums FAIR tagen in Darmstadt und sehen positive Entwicklung

11.07.2016

Die internationalen Gesellschafter des künftigen Beschleunigerzentrums FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research in Europe) sowie der Aufsichtsrat des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung haben sehr positiv auf die aktuelle Entwicklung bei FAIR und GSI reagiert. Bei ihrer jüngsten Sitzung in Darmstadt begrüßten die neun Partnerländer, die gemeinsam mit Deutschland die neue Großforschungseinrichtung tragen, die Neuaufstellung in der Organisation und die Weiterentwicklung der Projektstrategie für den Bau von FAIR. Sie sehen darin wichtige Meilensteine für die Zukunft und drückten ihre vollumfängliche Unterstützung für die Planungen aus.

Seit der Entscheidung der FAIR-Gesellschafterversammlung über den Gesamtumfang der FAIR-Anlage Ende September 2015 konnte das Management in Darmstadt intensiv an Ausrichtung und Rahmenbedingungen des FAIR-Projekts arbeiten:

Eine neue Gesamtstruktur wurde geschaffen, mit der die GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH und die FAIR GmbH organisatorisch zusammengeführt werden. Wichtiges Element ist dabei eine eigene Projektstruktur für die Realisierung von FAIR, in der Hoch- und Tiefbau, Beschleunigerentwicklung und -bau sowie die wissenschaftlichen Experimente integriert sind. Außerdem wurden die wissenschaftlichen Ziele fokussiert und priorisiert.

Das vom Management vorgestellte Forschungsprogramm für die nächsten Jahre am Standort Darmstadt stieß bei der FAIR-Gesellschafterversammlung und dem GSI-Aufsichtsrat auf große Zustimmung. Das Programm bedeutet einen großen Schritt in Richtung der zukünftigen Forschung an FAIR und bietet schon jetzt bis zur Inbetriebnahme von FAIR exzellente Experimentiermöglichkeiten.

Dazu nutzen die Forscher die bestehende GSI-Beschleunigeranlage, die für ihren späteren Einsatz als Vorbeschleuniger für FAIR bereits wesentlich verbessert wurde und noch weiter technisch aufgerüstet wird.

Auch stehen den Wissenschaftlern bereits erste speziell für FAIR gefertigte Messapparaturen zur Verfügung. Diese sogenannten Detektoren sind Hightech-Entwicklungen und die Basis für weltweit einzigartige Experimente. Die neuen Forschungsmöglichkeiten erlauben den Wissenschaftlern schon jetzt, den wissenschaftlichen Nachwuchs für FAIR zu begeistern.

FAIR wird eine der größten und komplexesten Beschleunigeranlagen weltweit, Herzstück ist ein Ringbeschleuniger mit 1100 Meter Umfang. Ingenieure und Wissenschaftler treiben in internationaler Zusammenarbeit technologische Neuentwicklungen in vielen Bereichen voran, zum Beispiel in der Informationstechnologie oder in der Supraleitungstechnik.

Rund 3000 Wissenschaftler aus aller Welt können künftig an FAIR Spitzenforschung betreiben. In herausragenden Experimenten werden sie grundlegend neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums gewinnen.

Gesellschafter der FAIR GmbH sind neben Deutschland noch Finnland, Frankreich, Indien, Polen, Rumänien, Russland, Schweden und Slowenien. Großbritannien ist assoziierter Partner.

Weitere Informationen:

http://www.fair-center.de/index.php?id=1&L=1 Weitere Informationen zum neuen Teilchenbeschleuniger FAIR

Dr. Markus Bernards | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von Batterieforschung bis Optoelektronik
23.06.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht 10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
22.06.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften