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Geologische Speicherung von CO2

30.11.2009
Rund 160 Experten treffen sich vom 30. November bis zum 1. Dezember 2009 an der RWTH-Aachen zu einem internationalen Erfahrungsaustausch über die Perspektiven der geologischen Speicherung des Treibhausgases CO2.

Viele Studien gehen davon aus, dass auch in den kommenden Jahrzehnten die Kohle ein bedeutender Bestandteil im weltweiten Energiemix sein wird. Damit die anspruchsvollen Klimaschutzziele eingehalten werden, ist der Bau CO2-armer Kraftwerke eine wichtige Voraussetzung.

Als eine mögliche Schlüsseltechnologie gilt hier CCS (CCS = Carbon Capture and Storage), die sich nicht nur im Kraftwerksbereich, sondern in vielen anderen CO2-intensiven Technologiebereichen, wie beispielsweise in der Stahlproduktion oder in der Zementindustrie, aber auch bei der Erzeugung von regenerativer Energie aus Biomasse einsetzen läßt.

Von zentraler Bedeutung für die erfolgreiche Einführung dieser Technologie ist jedoch die dauerhaft sichere geologische Speicherung des abgeschiedenen Kohlendioxids (CO2). In der öffentlichen Diskussion werden immer wieder die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger offenkundig, die um die Sicherheit dieser neuen Technologie fürchten. "Für eine sachliche Diskussion ist die objektive Information durch die Forschung daher unentbehrlich", sagt Dr. Ludwig Stroink, der die Fachtagung gemeinsam mit den Aachener Kollegen organisiert hat.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprogramms GEOTECHNOLOGIEN, befassen sich Wissen-schaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachdisziplinen und Forschungseinrichtungen mit Machbarkeits- und Sicherheitsaspekten der CO2-Speicherung und mit der Entwicklung neuer Technologien für eine sichere Langzeitspeicherung des Klimagases.

In Deutschland besteht damit eine breit gefächerte wissenschaftliche Expertise, die den Anspruch erhebt, die verschiedenen Aspekte dieser neuen Technologie unabhängig zu erörtern. Zentrale Fragen sind dabei: Welche Chancen eröffnet die CCS-Technologie dem Klimaschutz und dem Technologiestandort Deutschland und welche Risiken ergeben sich für die Bevölkerung und die Umwelt?

Die Ergebnisse der laufenden Forschungsarbeiten werden in den nächsten zwei Tagen in Aachen vorgestellt. Die Beiträge berücksichtigen auch Vorhaben, die durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), im Rahmen des COORETEC-Programms, gefördert werden. Gäste aus Kanada, Frankreich, den Niederlanden und Österreich beteiligen sich an diesem internationalen Wissensaustausch.

GEOTECHNOLOGIEN ist ein geowissenschaftliches FuE-Programm, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. In interdisziplinären Forschungsverbünden zwischen Wissenschaft und Wirtschaft werden neue Konzepte zur Nutzung der Erde und zum Schutz der auf ihr lebenden Menschen entwickelt. In über 100 Verbundprojekten sind bislang 44 Universitäten, 31 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und 55 Unternehmen beteiligt.

Kontakt:
Dr. Ludwig Stroink; Tel.: 0331 288 1070; Mobil: 0172 38 54 762
E-Mail: stroink@gfz-potsdam.de; www.geotechnologien.de

Dr. Ludwig Stroink | idw
Weitere Informationen:
http://www.geotechnologien.de

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