Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unsere Gene unser Schicksal - oder doch alles ganz anders?

28.05.2009
Die Doktoranden Jens Selige und Christopher Schliehe haben gemeinsam mit anderen Studenten des Graduiertenkollegs "Zell-basierte Charakterisierung krankheitsbedingter Mechanismen der Gewebszerstörung und Reparatur" das internationale Symposium "The Roots of Future Biology" organisiert.

Am 4./5. Juni werden hier internationale Experten neue Wege in der Diagnose und Heilung von Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und Diabetes vorstellen. Auf dem Programm des Symposiums steht aber auch das hochaktuelle Thema der "Epigenetik".

Sie geht davon aus, dass unser genetisches Material nicht starr ist, sondern dass wir selbst es durch unsere Lebensweise verändern können. Willkommen zu der Veranstaltung sind Studierende und Doktoranden aus Chemie, Biologie und Life Science ebenso wie Mediziner.

Desoxyribunukleinsäure, dieser Zungenbrecher ist der Stoff, aus dem unsere Erbinformationen bestehen, abgekürzt DNA. Hier steckt die Bauanleitung für unseren Körper. Millionen von Informationen. Ist das alles starr und festgelegt oder können wir selbst durch unsere Lebensweise, durch die Stoffe, wie wir aufnehmen oder von denen wir die Finger lassen, etwas an diesem faszinierenden Bauplan ändern? Die Epigenetik sagt: Ja, das ist möglich. Damit würden wir einen faszinierenden Schlüssel in den Händen halten, der es vielleicht in der Zukunft möglich macht, Krankheiten zu heilen, die jetzt unser Verderben sind.

Dies ist nur eines der spannenden Themen, zu denen Christoper Schliehe und Jens Selige gemeinsam mit anderen Studierenden aus dem Fachbereich Biologie internationale Experten eingeladen haben. Sie sind Mitglieder des Graduiertenkollegs "Zell-basierte Charakterisierung krankheitsbedingter Mechanismen der Gewebszerstörung und Reparatur" unter der Leitung von Prof. Marcel Leist, dem einzigen Wissenschaftler Baden-Württembergs, der die Genehmigung erhalten hat, mit embryonalen Stammzellen zu forschen.

Im Blickpunkt der jungen Wissenschaftler stehen weitere Zukunftsthemen im Schnittstellenbereich zwischen Biologie und Medizin. Es geht darum, Licht in das Entstehen von Krankheiten wie Diabetes, Krebs oder Alzheimer zu bringen und damit neue Heilungs- und Therapiewege aufzuzeigen, die heute Vision und morgen Wirklichkeit werden könnten. Dabei spielen auch spezifische Immuntherapien eine wichtige Rolle, bei denen das körpereigene Immunsystem in die Lage versetzt werden soll, sich selbst gegen Erkrankungen optimal zur Wehr zu setzen. Auch das Thema Stammzellenforschung und die Verbindung zum Thema Krebs stehen auf dem Programm der Wissenschaftler. Willkommen zu dem Symposium sind junge Studierende ebenso wie solche, die an ihrer Doktorarbeit arbeiten oder sogar den Doktortitel bereits in der Tasche haben und an ihrem weiteren Karriereweg feilen. Der Besuch der Veranstaltung bringt Studierenden ECTS Punkte. Mediziner, die das Symposium besuchen, können Fortbildungspunkte der Ärztekammer bekommen.

Warum ist die Biologie gerade bei diesen Themen ein starker Partner? Christopher Schliehe sagt: "Alle Krankheiten sind biologisch begründet. Hier stecken demnach die Wurzeln für die Entwicklung neuer medizinischer Therapiemethoden. In der Biologie werden die Grundlagen erforscht. Wer über Wege der Heilung von Krankheiten nachdenkt, der muss sich mit dem beschäftigen, was im Körper passiert."

Anmeldung und Infos: http://www.insel-symposium.com

Claudia Leitenstorfer | idw
Weitere Informationen:
http://www.insel-symposium.com
http://www.uni-konstanz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen
23.08.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Logistikmanagement-Konferenz 2017
23.08.2017 | Universität Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie