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Gemeinsames Wissen bündeln für den Schutz des Chapala Sees

11.02.2010
Der Global Nature Fund veranstaltet im März 2010 eine internationale Seenschutzkonferenz am Chapala See in Mexiko, der zu den am stärksten bedrohten Seen weltweit gehört. Zahlreiche Experten mexikanischer und internationaler Naturschutzorganisationen, Forschungseinrichtungen und Behörden diskutieren über die aktuellen Themen und Herausforderungen für den Schutz der einzigartigen Ökosysteme.

Vom 22. bis zum 25. März 2010 findet im mexikanischen Guadalajara die 13. Living Lakes-Konferenz statt. Es ist die erste internationale Veranstaltung in Lateinamerika, die sich mit ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten des Managements von Seen und Feuchtgebieten befasst. Die Ergebnisse sollen in den Ramsar-Managementplan für den Lago Chapala einfließen.

Der mexikanische Umweltminister Juan Rafael Elvira Quesada eröffnet die Konferenz zusammen mit den Präsidenten der Bundesstaaten Jalisco und Michoacán. Das Ureinwohnervolk Huicholes, einer der letzten von der Zivilisation wenig berührten Ureinwohnerstämme Mexikos, der stark auf den Chapala See angewiesen ist, wird ebenfalls durch einen Sprecher vertreten sein.

Insgesamt erwarten die Veranstalter Global Nature Fund (GNF), Sociedad de Amigos del Lago de Chapala und Fundacion de la Cuenca Lerma-Chapala-Santiago mehr als 150 Teilnehmer aus zahlreichen Seenregionen der Welt, darunter anerkannte Experten von mexikanischen und internationalen Naturschutzorganisationen, Forschungseinrichtungen und Behörden. Das Programm der Konferenz und Anmeldeformulare sind beim GNF und auf der Internetseite www.globalnature.org/13LL-Conference erhältlich. Alle interessierten und engagierten Akteure auf dem Gebiet von Seen- und Feuchtgebietsmanagement sind herzlich eingeladen, an den Veranstaltungen der Konferenz teilzunehmen.

Hintergrundinformationen:

Der Lago Chapala gehört zu den stark bedrohten Seen der Welt: Die Verschmutzung durch Schwermetalle aus Industriebetrieben und ungeklärte Abwässer von Gemeinden, der Eintrag von Nährstoffen und Pestiziden aus der Landwirtschaft und zu hohe Wasserentnahme für die Landwirtschaft belasten die Wasserqualität enorm. Die unkontrollierte Uferbebauung beeinträchtigt das sensible Ökosystem gravierend und ist ein weiterer Grund für zahlreiche Nutzungskonflikte. Die Fläche des Sees hat sich in den letzten 10 Jahren um ca. 50 % verringert.

Im Februar 2009 konnte das Living Lakes-Netzwerk eine erste Erfolgsmeldung verzeichnen: Der Lago Chapala wurde zu einem international bedeutenden Feuchtgebiet im Rahmen der internationalen Ramsar-Konvention erklärt. Die mexikanischen Living Lakes-Partner Fundación Cuenca Lerma Chapala, IDEA und Amigos del Lago haben entscheidend dazu beigetragen. Die Konferenz in Mexiko wird maßgeblich unterstützt von der Universität von Guadalajara (Universidad de Guadalajara), der Regierung des Bundesstaats Jalisco und dem Nationalen Polytechnischen Institut (Instituto Politecnico Nacional). Im Rahmen von Living Lakes baut der GNF konstruktive Partnerschaften mit Unternehmen auf. Derzeit kooperiert der GNF mit Deutsche Lufthansa, T-Mobile, Daimler, Reckitt Benckiser, SIKA und Ziemann.

Weitere Informationen:
Global Nature Fund - Internationale Stiftung für Natur und Umwelt
Fritz-Reichle-Ring 4, D-78315 Radolfzell
Tel.: 07732-9995-82
Fax: 07732-9995-88
E-Mail: info@globalnature.org

| Global Nature Fund
Weitere Informationen:
http://www.globalnature.org
http://www.globalnature.org/13LL-Conference

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