Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die geheime Welt der Mikroorganismen: Jahreskongress an der Universität Tübingen

14.03.2012
Vom 18. bis 21. März tagt in Tübingen die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM).

Ohne Mikroorganismen wäre Leben auf der Erde nicht möglich. Zwar denken die meisten bei Bakterien zuerst an Krankheitserreger ‒ doch die Mehrheit der Bakterien ist harmlos oder gar nützlich.

Bakterien und Pilze sind zur Aufrechterhaltung der Stoffkreisläufe auf der Erde unersetzlich. Sie waren an der Entstehung der höheren Lebewesen beteiligt und besiedeln auch heute Menschen, Tiere und Pflanzen, die ohne Bakterien meist nicht lebensfähig wären. Mikroorganismen produzieren wertvolle Produkte wie Antibiotika, und sie sind unersetzlich in der Lebensmittelherstellung und bei der Entwicklung technischer Prozesse, die die Umwelt nicht belasten.

All diesen Aspekten widmet sich die Jahrestagung der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM), die vom 18. bis 21. März an der Universität Tübingen stattfindet. Mehr als 1.300 Mikrobiologen aus dem In- und Ausland treffen sich im Hörsaalzentrum auf der Morgenstelle; die Schwerpunktthemen spiegeln die zentralen Forschungsthemen der Tübinger Mikrobiologie wider: bakterielle Differenzierung, die bakterielle Zellhülle und ihre Rolle bei der Infektion, mikrobielle Überlebensstrategien, Stoffwechsel-Regulation, Pathogenitätsmechanismen, Antibiotikaproduktion und Bodenmikrobiologie. Die Organisation der Konferenz wurde von Wissenschaftlern der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen sowie des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie übernommen.

Die Tagung beginnt am Sonntag um 15.30 Uhr im Hörsaal N6 mit einem öffentlichen Vortrag (deutsch) zum Thema „Die verborgene Welt der Bakterien und ihre Bedeutung für das Leben auf der Erde“. Professor Karl-Heinz Schleifer (TU München) wird erläutern, warum Bakterien unentbehrlich sind und wie man Bakterien an verschiedensten Standorten nachweisen kann.

Neben den Plenarvorträgen von international führenden Wissenschaftlern stellen vor allem Nachwuchswissenschaftler in 168 Kurzvorträgen und 595 Posterpräsentationen ihre aktuellen Forschungsergebnisse dar. Das Programm wird vervollständigt durch Beiträge zu Berufsaussichten, ein Minisymposium zur industriellen Mikrobiologie sowie durch Workshops verschiedener Fachgruppen und eine Industrieausstellung. Zudem werden herausragende Doktorarbeiten des letzten Jahres mit einem Promotionspreis gewürdigt, und ein Forschungspreis für hervorragende Leistungen wird an eine Nachwuchswissenschaftlerin verliehen.

Mit der Wahl von Tübingen als Austragungsort der Jahrestagung würdigt die VAAM auch die erfolgreichen Arbeiten der Tübinger Mikrobiologen. Sonderforschungsbereiche und Graduiertenkollegs sowie internationale, von Tübingen koordinierte Forschungsverbünde belegen die Spitzenposition des Standorts. Die intensive Zusammenarbeit zwischen naturwissenschaftlichen und medizinischen Mikrobiologen wird durch das Interfakultäre Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin (IMIT) gebündelt. Das gemeinsame Institut ist in Deutschland einmalig und war eine wichtige Voraussetzung dafür, dass auch das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) Tübingen als Standort gewählt hat.

Kontakt:
Prof. Wolfgang Wohlleben
Universität Tübingen
Mikrobiologie / Biotechnologie
Telefon +49 7071 29-76944
wolfgang.wohlleben[at]biotech.uni-tuebingen.de
Dr. Marlene Röttgen
Universität Tübingen
Mikrobiologie/Biotechnologie
Telefon +49 7071 29-76955
marlene.roettgen[at]biotech.uni-tuebingen.de

Michael Seifert | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-tuebingen.de
http://www.conventus.de/fileadmin/media/2011/vaam/VAAM2012/VAAM2012-BIOspektrum-Programme.pdf

Weitere Berichte zu: Bakterien Jahreskongress Mikrobiologie Mikroorganismus VAAM

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten