Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Wir-Gefühl erforschen

26.03.2013
Internationale Experten diskutieren im Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld über „Wir-Intentionalität“

Vieles, was Menschen tun, tun sie gemeinsam: Ob sie ein Auto aus dem Schnee schieben oder eine Hochzeit feiern. Zusammenarbeit ist mehr als die Summe vieler Einzelaktivitäten – darin sind sich die Forscher einig.

Wie Kooperation jedoch gelingen kann, wird in ganz verschiedenen Disziplinen diskutiert, von der Philosophie über die Ökonomie bis zur Psychologie. Expertinnen und Experten aller beteiligten Bereiche wollen ihre Analysen des noch kaum erforschten Phänomens „Wir-Intentionalität“ zusammenbringen. Sie tagen von Dienstag bis Donnerstag, 2. bis 4. April, im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld.

Philosophen interessiert vor allem, wie aus den unterschiedlichen Absichten von Menschen, die zusammenarbeiten, so etwas wie eine gemeinsame, geteilte Intention wird. Ökonomen entwickeln Modelle dazu, wie Rationalität, Eigen- und Gruppeninteresse in der Interaktion zusammenwirken und ein „team reasoning“ entstehen lassen – ein gemeinsames Nachdenken einer Gruppe. Psychologen konzentrieren sich darauf, wie sich die Fähigkeit zur Kooperation entwickelt und wie ihre frühesten Vorläufer bei kleinen Kindern entstehen.

„Unser Verständnis von Sozialität hat schon in der Vergangenheit von diesen ganz unterschiedlichen Zugängen profitiert, aber es sind noch zahlreiche Fragen offen, vor allem, wie die verschiedenen Ebenen, auf denen geforscht wird, zusammenpassen und wie konkurrierende Erklärungen empirisch überprüft werden können“, erklären die Veranstalter, die Philosophin Dr. Élisabeth Pacherie von der École Normale Supérieure in Paris und der Psychologe Professor Dr. Hannes Rakoczy von der Universität Göttingen.

Die Tagung trägt den Titel „Collective Intentionalliy: bringing together perspectives from philosophy, psychology, and economics“ (Gemeinsame Intentionalität: Perspektiven aus Philosophie, Psychologie und Wirtschaft zusammenbringen).

Das Zentrum für interdisziplinäre Forschung fördert als Institute for Advanced Study der Universität Bielefeld herausragende interdisziplinäre und zukunftsweisende Forschungsprojekte. Es ist eine unabhängige thematisch ungebundene Forschungseinrichtung, offen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Länder und Disziplinen.

Die Tagungssprache ist Englisch. Medienvertreter sind herzlich eingeladen, über die Veranstaltung zu berichten.

Tagungszeiten:
Beginn: Dienstag, 2. April, 14 Uhr
Ende: Donnerstag, 4. April, ca. 13 Uhr

Kontakt bei inhaltlichen Fragen zur Veranstaltung:
Prof. Dr. Hannes Rakoczy, Universität Göttingen
Fakultät für Entwicklungspsychologie
Telefon: 0551 39-9235
E-Mail: hannes.rakoczy@psych.uni-goettingen.de

Um Anmeldung im Tagungsbüro wird gebeten bei:
Trixi Valentin, Universität Bielefeld
Zentrum für interdisziplinäre Forschung
Telefon: 0521 106-2769
E-Mail: trixi.valentin@uni-bielefeld.de

Ingo Lohuis | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de/(de)/ZIF/AG/2013/04-02-Pacherie.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise