Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gefälschte Medikamente können Menschenleben gefährden

21.10.2008
Nachgeahmte Arzneimittel sind für Patienten potenziell lebensgefährlich. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) sieht sich verpflichtet, im Sinne der Qualitätssicherung der Herstellung und Verbreitung gefälschter Medikamente entgegen zu wirken. Ob und wie sich Patienten, Ärzte, Industrie und Gesundheitswesen vor den Gefahren plagiierter Arzneien schützen können, diskutieren Experten auf dem diesjährigen Herbstsymposium der Korporativen Mitglieder der DGIM.

Als "gefälscht" bezeichnet die Weltgesundheitsorganisation Medikamente, deren Identität oder Herkunft absichtlich falsch gekennzeichnet sind. Häufig sind Wirkstoffe darin falsch dosiert oder sogar giftig. Mitunter fehlen sie auch ganz: "Gekauft wird eine "Black Box" mit ungewissen Folgen", warnt Professor Dr. med. Rainer E. Kolloch, Vorsitzender der DGIM aus Bielefeld.

Die nachgemachten Präparate seien häufig auch verunreinigt. Denn oft sind sie unter unhygienischen Verhältnissen hergestellt, unzureichend gereinigt und die Ausgangsstoffe minderwertig. In Entwicklungsländern sind gefälschte Antibiotika oder Mittel gegen Malaria für den Tod zahlreicher Menschen verantwortlich.

Ob es sich um ein gefälschtes Präparat oder das Original handelt, ist dabei für Verbraucher und Patienten nur schwer zu unterscheiden. Die von gefälschten Medikamenten ausgehenden Gefahren diskutiert die DGIM mit Vertreten aus Gesundheitswesen, Industrie und Politik im Rahmen des Herbstsymposiums und einer anschließenden Pressekonferenz am 22. Oktober 2008 in Wiesbaden.

Terminhinweis:

Gefälschte Medikamente gefährden Menschen - schon jetzt "lohnender" als der Handel mit Drogen?
Mittwoch, den 22. Oktober 2008, 13.30 bis 14.30 Uhr
Dorint Hotel Pallas Wiesbaden; Raum Hamburg; Auguste-Viktoria-Straße 15; 65185 Wiesbaden

Ihre vorläufigen Themen und Referenten:

Gefälschte Medikamente - eine Gefahr für Mensch, Forschung und Industrie?
Dr. med. Dipl.-Ing. Franz-Josef Wingen
Sprecher der Korporativen Mitglieder der DGIM, Bayer HealthCare/Bayer Vital GmbH,

Leverkusen

Plagiate in der Inneren Medizin - welche gesundheitlichen Risiken bergen sie und was kann die DGIM dagegen tun?
Professor Dr. med. Rainer Kolloch
1. Vorsitzender der DGIM, Kongresspräsident des 115. Internistenkongresses, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Nephrologie, Pneumologie, Evangelisches Krankenhaus Bielefeld
Wie können Klinik und Forschung gegen gefälschte Medikamente vorgehen?
Professor Dr. med. Ulrich Robert Fölsch
Beauftragter der Korporativen Mitglieder der DGIM, Direktor der Klinik für Allgemeine Innere Medizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Gegenmaßnahmen: Arzneimittelkodierungs/-identifizierungsprojekt der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA)
Michael Dammann
Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA), Bereich Marktordnung und Gesundheitssystem
Arzneimittelfälschungen aus regulatorischer Sicht
Professor Dr. rer. nat. habil. Harald G. Schweim
Lehrstuhl "Drug Regulatory Affairs", Rheinische Friedrich-Wilhelm-Universität, Bonn
Kontakt für Journalisten:
Anne-Katrin Döbler/Anna Voormann
DGIM Pressestelle
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
voormann@medizinkommunikation.org
Tel: 0711 8931-552
Fax: 0711 8931-167

Anna Julia Voormann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgim.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie