Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gastforschungszentrum Munich Institute for Astro- and Particle Physics eröffnet

13.06.2014

Obwohl sie das Universum wesentlich beeinflussen, sind Dunkle Materie und Dunkle Energie noch weitgehend unverstandene Phänomene.

Mit dem Munich Institute for Astro- and Particle Physics (MIAPP) eröffnet der Exzellenzcluster Universe der Technischen Universität München (TUM) ein in Deutschland einzigartiges Gastforschungszentrum, das sich solchen und ähnlichen aktuellen Fragestellungen der Kern- und Teilchenphysik, der Astrophysik und der Kosmologie widmen wird.


MIAPP-Direktor Prof. Kudritzki (LMU/University of Hawaii), Prof. Riess (Space Telescope Institute Baltimore; Nobelpreis Physik 2011), MIAPP Direktor Prof. Beneke (TUM)

W. Schürmann / TUM

Das Munich Institute for Astro- and Particle Physics (MIAPP) organisiert vierwöchige Forschungstreffen zu aktuellen Themen der Kern- und Teilchenphysik, der Astrophysik und der Kosmologie. Im Rahmen dieser „Programme“ genannten Treffen werden bis zu 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingeladen, am Gastforschungszentrum zu arbeiten, sich auszutauschen, kreative Ideen und Projekte zu entwickeln und neue Kollaborationen einzugehen.

Namhafte Wissenschaftler aus aller Welt treffen dabei auf Forscher der Physik-Fakultäten der beiden Münchner Universitäten, der Max-Planck-Institute für Physik, Astrophysik, extraterrestrische Physik und Plasmaphysik, des Leibniz Rechenzentrums (LRZ) und der Europäischen Südsternwarte (ESO). Untergebracht ist das MIAPP auf dem Gelände des Forschungscampus Garching bei München.

Der ersten Einladung des MIAPP folgten in diesen Tagen 53 internationale Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher. Mit dabei sind die Nobelpreisträger für Physik des Jahres 2011, Professor Adam G. Riess und Professor Brian P. Schmidt.

Im Programm „Extragalaktische Entfernungsskala“ wollen sie zusammen eine Strategie entwickeln, wie die Ungenauigkeit der Hubble-Konstante in den nächsten zehn Jahren von zehn auf ein Prozent Fehler reduziert werden kann. Sie ist ein Maß für das Alter des Universums und die Expansionsgeschwindigkeit des Weltalls. Die Physiker sind an einem möglichst präzisen Wert der Hubble-Konstante interessiert, weil damit Erkenntnisse über die physikalische Natur der Dunklen Energie – die Ursache der beschleunigten Expansion des Universums – gewonnen werden können.

In diesem Jahr werden darüber hinaus noch drei weitere vierwöchige Programme zu Themen der modernen Grundlagenforschung im Bereich der Kern- und Teilchenphysik, Astrophysik und Kosmologie stattfinden. Insgesamt haben sich dafür bereits rund 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angemeldet. Knapp die Hälfte der Teilnehmer sind Universitätsprofessoren oder renommierte Wissenschaftler an Forschungsinstituten. Für 2015 sind sechs Programme geplant, deren Registrierung derzeit läuft.

„Das Feedback der Wissenschaftler zeigt, dass wir mit dem Konzept des MIAPP, Freiräume für Forschung und kreative Ideen zu schaffen, offene Türen einrennen“, sagt Professor Martin Beneke (TUM), einer der beiden Direktoren des MIAPP. Professor Rolf-Peter Kudritzki (LMU/University of Hawaii), zweiter Direktor des MIAPP, ergänzt: „Wir wünschen uns, dass MIAPP zu einem Ort wird, an dem neuen Initiativen entstehen, um in einer entspannten und offenen Atmosphäre die Rätsel der modernen Teilchenphysik und Astronomie zu lösen.“

MIAPP Programme 2014:

Die Extragalaktische Entfernungsskala
26. Mai bis 20. Juni 2014

Neutrinos in Astro- und Teilchenphysik
30. Juni bis 25 Juli

Herausforderungen, Innovationen und Entwicklungen zu Präzisionskalkulationen
für den Large Hadron Collider
28. Juli bis 22. August

Kosmologie nach Planck
25. August bis 19. September

Kontakt:

Prof. Dr. Martin Beneke
Technische Universität München
James-Franck-Str. 1, 85748 Garching, Germany
Tel.: +49 89 289 12371 – E-Mail: directors@munich-iapp.de

Weitere Informationen:

http://www.munich-iapp.de Website des MIAPP

Dr. Ulrich Marsch | Technische Universität München

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von Batterieforschung bis Optoelektronik
23.06.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht 10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
22.06.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften