Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

GAMES CONVENTION ONLINE CONFERENCE

15.07.2009
Communities, virtuelle Welten und Herausforderungen der Branche sind Schwerpunkte der ersten Veranstaltung

Am 31. Juli und 1. August 2009 findet im Rahmen der GAMES CONVENTION ONLINE die weltweit erste Dialogkonferenz zu den Themen Online und Mobile Games in Leipzig statt. Ziel der internationalen Veranstaltung ist der konstruktive Austausch zwischen den Hauptakteuren des Online-Gamings aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Unter der Federführung des Hamburger Hans-Bredow-Instituts werfen mehr als 100 Referenten einen Blick auf die Eigenheiten der Online-Spielewelt, ihren Einfluss auf die Gesellschaft und sich abzeichnende Trends.

"Durch ungewöhnliche Blickwinkel, systematische Analysen und praxisnahe Forschungsergebnisse erschließen wir der Branche neue, fundierte Erkenntnisse: Nicht der Blick in den Kaffeesatz, sondern der Blick über den Tellerrand ist das Ziel der international besetzten Konferenz", macht Silvana Kürschner, Strategy Director GC Global, deutlich.

Neben einer generellen Bestandsaufnahme des Phänomens "Online Gaming" werden auf der Dialogkonferenz Themen näher betrachtet, die sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus industrieller Sicht prägend für die Zukunft der Branche sind. Vorrangig geht es dabei um die Bedeutung von Spiele-Communities sowie den nachhaltigen Umgang mit ihnen, die Wechselwirkungen zwischen virtueller und realer Welt sowie mögliche technische, ökonomische und gesellschaftliche Herausforderungen in den kommenden Jahren.

1. Communities als neuer Dreh- und Angelpunkt

Online Games - insbesondere solche, bei denen mehrere Menschen miteinander spielen und kommunizieren - sind Abbildungen sozialer Welten. Dreh- und Angelpunkt sind hier Gemeinschaften vernetzter Spieler. Aus Sicht der Online-Publisher stellen diese Communities das entscheidende Kapital dar: Je loyaler die einzelnen Gilden und Clans sind, desto leichter fällt es Unternehmen neue Spiele und damit neue Geschäftsmodelle zu etablieren. Ob sich diese finanziell rechnen, liegt in der Hand der Gamer. Ihr Votum entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Im Vergleich zum klassischen Vertrieb kommt es damit zu einer Verschiebung der Machtverhältnisse zwischen den einzelnen Akteuren.

Wie entstehen Spielgemeinschaften? Welche Rahmenbedingungen sind hierfür entscheidend? Und: Welche Interessenskonflikte müssen Anbieter in Zukunft berücksichtigen? In mehreren Vorträgen und Paneldiskussionen der Dialogkonferenz werden diese Fragen eingehend erörtert.

Freitag, 31. Juli:
16.30 Uhr: Olli Sotamaa, "Welche Rolle spielt der Nutzer als Inhalteproduzent?"
Samstag, 1. August:
9.00 Uhr: Marko Siitonen, "Wo zwei oder drei Menschen versammelt sind - Vergemeinschaftungsprozesse in Spielen und spielerischen Netzwerken"
9.30 Uhr: Diskussionrunde, "Maus statt Würfel - Sind Social Games die modernen Gesellschaftsspiele?"
11.00 Uhr: Julien Wera, "Einer für alle, alle für einen - Entstehung und Loyalitätsbedingungen von Nutzercommunities"
11.30 Uhr: Nic Suzor, "Götter, Diktatoren, Demokratien - Funktion und Rechte von Communities - neue Formen der Community-Steuerung"

12.00 Uhr: Diskussionsrunde, "Communities als Mitentwickler, Marketinginstrument und Geldquelle - Rollenkonflikte vorprogrammiert?"

2. Wechselwirkungen zwischen Online Games und dem realen Leben der Gamer

Während traditionelle Soloplayer-Spiele unabhängig von anderen Gamern erlebt werden, öffnen sich bei Online Games umfangreiche soziale Netzwerke. Im Vordergrund steht dabei die Kommunikation der Gamer. Sowohl im Spiel als auch im realen Leben teilen sie ihre Erfahrungen. Dies hat Auswirkungen auf die Wahrnehmung: So verwischt zusehends die Grenze zwischen dem Einzelspieler in seiner realen Umwelt auf der einen Seite und seinem Avatar in der virtuellen Welt auf der anderen Seite. Welche Auswirkungen dies auf Geschäftsmodelle, regulative Fragen und die zunehmend digitalisierte Gesellschaft hat, ist eines der zentralen Themen der Dialogkonferenz. Folgende Veranstaltungen thematisieren die Wechselwirkungen zwischen der Online- und Offline-Welt:

Freitag, 31. Juli:
14.30 Uhr: Frank Biocca, "Das 'Online-Ich' - Was weiß die Forschung über das Verhältnis von Spieler und Avatar?"

14.30 Uhr: Ilpo Koskinen, "Immer-und-überall-Games - Die Rolle von Mobile Games als Zeitvertreib und Weggefährte"

Samstag, 1. August:
10.00 Uhr: Eyjólfur Guðmundsson, "Schotten dicht - Wer braucht geschlossene Volkswirtschaften in Virtuellen Welten - und wer nicht?"
11.00 Uhr: Jochen Konrad, "Unterhaltung, Sport, Lernen, Beruf - Wie aus Spielen Ernst wird"
11.30 Uhr: Richard Bartle, "VL-to-RL-API - Welchen Einfluss hat die virtuelle Welt auf die reale und wo sind die Übergabepunkte?"

12.00 Uhr: Diskussionsrunde, "Abschied vom 'Zauberkreis' - Expansion der Gesellschaft ins Digitale? Virtuelle Welten als soziale Welten."

3. Das Selbstverständnis der Branche und eine Online Games-Kultur: Ein Blick in die Zukunft

Kurze Produktionszyklen, technische Innovationen und ein sich rasant ändernder Medienkonsum - Online Games agieren in einem hoch dynamischen Umfeld. Was heute noch aktuell ist, kann schon morgen überholt sein. Um sich auch in Zukunft erfolgreich am Markt zu präsentieren, bedarf es der Abschätzung kommender Trends und gesellschaftlicher Entwicklungen. Als erste Veranstaltung ihrer Art gibt die GCO Hilfestellung. In mehreren Vorträgen wirft sie einen Blick auf anstehende Herausforderungen wie etwa regulatorische Eingriffe (Verbraucherschutz, Datenschutz, Jugendschutz) und kulturelle Debatten. Diskutiert werden Szenarien sowie die Möglichkeiten der Branche, auf diese Einfluss zu nehmen. In der Langfristbetrachtung geht es um die Herausbildung einer eigenen Branchenkultur.

Freitag, 31. Juli:
13.45 Uhr: Winfred Kaminski, "Politik und öffentliche Diskurse - Computerspiele als gesellschaftliches Phänomen"
14.45 Uhr: Diskussionsrunde "Kulturfortschritt oder Sittenverfall? - (Vermeintliche) neue Chancen und Gefahren"
16.00 Uhr: Patrice Chazerand, "Online-Labeling und dynamische Inhalte - Aktuelle Herausforderungen für den Jugendschutz"

16.30 Uhr: Diskussionsrunde, "Der Angebotsmarkt als Blackbox - Wer sorgt für Transparenz und Medienkompetenz?"

Samstag, 1. August:
10.00 Uhr: Jan S. Voßwinkel, "(Un)informierte Verbraucher - Welche Anforderungen stellt der Verbraucherschutz an Distribution und Nutzung?"
12.30 Uhr: Christian Roth, "Das Ergebnis von Minus und Plus - Eine Zusammenschau der Risiken und positiven Effekte von Spielenutzung"
14.00 Uhr: Diskussionsrunde, "Zur Zukunft der Branche - Innovative Technologien, Nachwuchs und künstlerische Freiheiten = unendliches Wachstum?"
14.00 Uhr: Diskussionsrunde, "Evolution des Rechts oder Evolution der Branchenkultur als Antwort auf regulatorische Herausforderungen?"

14.00 Uhr: Abschlussdiskussion, "Damals, 2009. Über die Zukunft der Branche".

Zeiten und Eintrittspreise

Die Dialogkonferenz der GAMES CONVENTION ONLINE findet im Congress Center Leipzig (CCL) statt. Start der Konferenz ist 9.00 Uhr morgens, der letzte Vortrag endet jeweils gegen 18.00 Uhr. Wer sich als Teilnehmer anmelden möchte, kann sich ganz bequem auf der Internetseite www.gamesconvention.com registrieren. Dort ist auch das gesamte Programm mit allen Vorträgen und Referenten hinterlegt.

Die Konferenz-Dauerkarte inklusive Fachbesucherticket für die Messe kostet 300 Euro, die Tageskarte ist bereits für 200 Euro zu haben. Studierende und Auszubildende erhalten gegen Vorlage eines gültigen Ausweises eine Ermäßigung von 50 Prozent. Verbandsmitglieder zahlen 250 Euro für das Dauerticket und 150 Euro für die Tageskarte.

Ansprechpartner für die Presse:
Torsten Anke, Pressereferent
Telefon: +49 341 678-8198
Telefax: +49 341 678-8182
E-Mail: t.anke@leipziger-messe.de
Ansprechpartner für die Konferenz:
Ulrike Geißler, Projektreferentin
Telefon: +49 341 678-8288
Telefax: +49 341 678-8282
E-Mail: u.geissler@leipziger-messe.de
Ansprechpartner für das Hans-Bredow-Institut:
Christiane Matzen, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 40 450 217-41
Telefax: +49 40 450 217-77
E-Mail: c.matzen@hans-bredow-institut.de

Torsten Anke | GCO Presse
Weitere Informationen:
http://www.gamesconvention.com
http://www.leipziger-messe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"
22.09.2017 | BusinessForum21

nachricht Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg
22.09.2017 | DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie