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FuE-Produktivität in der Automobilindustrie

24.11.2014

Keine andere Industrie steht vor so großen Umwälzungen wie die Automobilindustrie. Industrie 4.0, E-Mobilität und Connected Car stellen die FuE-Abteilungen der OEMs und Zulieferer vor gewaltige Herausforderungen. Auf der Konferenz DRIVING INNOVATION vom 19. bis 20. November 2014 präsentierten namhafte Experten aus Industrie, Wissenschaft und IT bewährte und zukunftsweisende Lösungen. Zentrale Fragestellung dabei: Welche Methoden, Verfahren und Werkzeuge helfen, die FuE-Produktivität substanziell zu steigern?

Prozessverantwortliche, Projekt- und Fachbereichsleiter aus Forschung und Produktentwicklung waren nach Ludwigsburg gekommen, um in Fachvorträgen und Workshops aktuelle Fragen der Automobilbranche zu diskutieren.

Was können die anderen Disziplinen von den Software-Ingenieuren lernen? Wie weit können agile Methoden im Gesamtprozess angewendet werden? Was bringt Front Loading und die Systematisierung der frühen Phasen? Wie stellen Unternehmen sicher, dass die Entwicklungsergebnisse die Strategien, Ziele und Anforderung erfüllen? Welchen Beitrag können Projektmanagement und PMO für die reibungslose Kollaboration leisten? Vier Keynotes hochkarätiger Experten ergänzten das Programm.

Gleich zu Beginn vertrat Prof. Dr. Rainer Stark, Direktor des Geschäftsfeldes Virtuelle Produktentstehung am Fraunhofer IPK, die These, dass die Automobilindustrie seit Ende der 90er Jahre im Innovationsstau steckt.

Von Informationsintelligenz bis zum kontinuierlichen SOP – seine Keynote gab Anregungen und Antworten aus industrieller Praxis und Forschung für ein smartes und innovationsfähiges Engineering im Kontext von Systems Engineering und Industrie 4.0. Wie sich Marktveränderungen auf Prozesse, IT und Organisation auswirken und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, zeigte Philipp Wibbing, Partner bei der UNITY AG, auf.

Prof. Dr. Ludger Dragon, Abteilungsleiter Fahrkomfort bei der Daimler AG, sprach sich für eine intensivere Nutzung der Simulation in der PKW-Entwicklung aus und erörterte damit verbundene Herausforderungen vom Daten- bis zum Modellaustausch vor allem in der Zusammenarbeit mit Zulieferern. Diemut Bartl und Christian Beinke, Mitgründer und Partner von Dark Horse Innovation, stellten die Potenziale von Design Thinking für eine nutzerzentrierte Innovation in der Automobilindustrie vor.

Systems Engineering, Frontloading, die automobile Softwareentwicklung und die Zusammenarbeit in Partnernetzwerken waren einige der Schwerpunkte in den Fachvorträgen. Wie diese und andere aktuelle FuE-Themen auf Entwicklungsprozesse und das Product Lifecycle Management einwirken, erläuterte Dr. Patrick Müller von CONTACT Software. Sein Beitrag zeigte auf, wie sich der PLM-Prozess verändert, welche Stellhebel PLM-Technologie bietet und welche Effekte auf die Innovationsproduktivität und modernes Entrepreneurship absehbar sind.

Interessante neue Paradigmen, Methoden und Tools sind eine Sache. Ihre Relevanz und Anwendbarkeit in der unternehmerischen Praxis eine andere. Ein wichtiger Bestandteil der Konferenz waren deshalb die Workshops, konzipiert im World-Café-Format. Die Teilnehmer lernten hier verschiedenen Herangehensweisen an ein Thema kennen, entdeckten Muster, tauschten Erfahrungen aus und reflektierten die eigene Sichtweise.

DRIVING INNOVATION wurde ausgerichtet von CONTACT Software, dem Fraunhofer IPK und UNITY. Die drei Partner verbinden hervorragende Kompetenz und ausgewiesene Referenzen in den Bereichen zukunftsorientierte Unternehmensgestaltung (UNITY), praxisorientierte Forschung und Entwicklung (IPK) und IT-Lösungen (CONTACT).

Ihr Ansprechpartner:
Fraunhofer IPK, Prof. Dr. Rainer Stark, Tel. +49 30 39006-243, E-Mail: rainer.stark@ipk.fraunhofer.de


Weitere Informationen:

http://www.drivinginnovation.de

Steffen Pospischil | Fraunhofer-Institut

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