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Früher Zeitung, heute News-App

16.01.2013
Eine vom imb der Universität Augsburg am 17. und 18. Januar 2013 ausgerichtete DGPuK-Fachtagung zu Theorien des Medienwandels bietet eine Synthese verschiedener Forschungsansätze.
Am 17. und 18. Januar 2013 richtet das Institut für Medien und Bildungstechnologie (imb) der Universität Augsburg die Tagung "Theorien des Medienwandels" aus. Die Veranstaltung der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) und des imb soll unterschiedliche Vorstellungen von Medienwandel zueinander in Beziehung setzen und so die Theoriebildung voranbringen.

Gestern die Zeitung, heute die News-App; früher Familientreff um 20.00 Uhr vor dem Fernseher, inzwischen jederzeit und überall "tagesschau in 100 Sekunden"; früher fliegende Pflastersteine, heute Shitstorms via Twitter - der Medienwandel ist allgegenwärtig. Die Tagung betrachtet diese Prozesse unter einer historischen Perspektive, da Wandel nicht nur als eine Momentaufnahme gesehen werden darf.

Die verschiedenen Disziplinen, die sich mit einzelnen Phänomenen des Medienwandels beschäftigen, tun sich schwer, Medienwandel begrifflich klar zu fassen oder gar systematisch-theoretisch einzuordnen. Monodisziplinäre Einzelfallbeschreibungen überwiegen, profunde historische Perspektiven werden - insbesondere in der Kommunikationswissenschaft - vergleichsweise selten eingenommen.

Die Fachtagung versammelt über 70 renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, die zum Medienwandel forschen. Besondere Impulse erhält der wissenschaftliche Austausch durch die beiden Keynotes von Prof. Dr. Andreas Fickers (Universität Maastricht), einem Historiker, der Technik-, Medien- und Kulturgeschichte verbindet, sowie Dr. Nelson Ribeiro (Catholic University of Portugal), der Medienwandel zwischen Utopie und Desaster betrachtet.

"Mit unserer Tagung suchen wir nicht nach der einen Theorie des Medienwandels, sondern nach Theorien verschiedener Reichweite, die helfen können, die unterschiedlichen Forschungen, die unter dem Begriff Medienwandel betrieben werden, systematisch dialogfähig zu machen“, skizziert die lokale Veranstalterin Prof. Dr. Susanne Kinnebrock (Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft/Öffentliche Kommunikation) das Potential der Veranstaltung.

Die Tagung wird von der Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg unterstützt.

Tagungsort ...

... ist die Neuen Stadtbücherei Augsburg, Ernst-Reuter-Platz 1, 86150 Augsburg.

Ausführliches Tagungsprogramm:

http://www.imb-uni-augsburg.de/kw-oeffentliche-kommunikation/tagungsprogramm

Anmeldung:

http://www.imb-uni-augsburg.de/kw-oeffentliche-kommunikation/anmeldung

Kontakt und weitere Informationen:

Christian Schwarzenegger
Telefon: 0821/598-5769
christian.schwarzenegger@phil.uni-augsburg.de

http://www.imb-uni-augsburg.de/kw-oeffentliche-kommunikation/tagung-quottheorien-des-medienwandelsquot

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.imb-uni-augsburg.de

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