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Frühe Hilfe bei Diabetes und Depression notwendig

03.11.2010
Aktuelle Studien zeigen, dass Menschen mit Diabetes und Depression früher sterben. Grund dafür ist, dass Diabetiker mit depressiven Störungen ein deutlich erhöhtes Risiko für Schädigungen ihrer Blutgefäße und damit verbundene Erkrankungen haben.

Depressionen oder andere psychische Erkrankungen werden häufig erst spät erkannt oder nicht ausreichend behandelt. Wie Ärzte betroffenen Diabetikern erfolgreich helfen können, ist ein Thema der 4. Herbsttagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG), die gemeinsam mit der 26. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) vom 4. bis 6. November 2010 in Berlin stattfindet.

Etwa zehn Prozent der Allgemeinbevölkerung erkrankt im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Diabetiker leiden etwa doppelt so häufig darunter. Depressive Störungen zählen damit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und stellen in Verbindung mit einem Diabetes mellitus ein großes Problem dar: Für depressive Diabetiker ist es schwierig, aktiv an einer erfolgreichen Diabetes-Therapie mitzuarbeiten.

„Entscheidend für die Lebensqualität und die Prognose der Patienten ist das frühzeitige Erkennen einer Depressivität und die Einleitung einer adäquaten Behandlung“, beton Privatdozent Dr. med. habil. Rainer Lundershausen, Tagungspräsident der DDG-Herbsttagung. Häufig werden Depressionen in der Allgemeinbevölkerung und bei Diabetikern jedoch spät erkannt.

Die Ursachen für das häufige gemeinsame Auftreten von Diabetes und Depression sind vielfältig. Untersuchungen haben gezeigt, dass bestimmte Genkonstellationen für beide Erkrankungen mit entscheidend sein können. Außerdem begünstigen sie sich gegenseitig: Hormone, die durch eine Depression vermehrt ausgeschüttet werden, können eine Diabeteserkrankung fördern. Weiterhin birgt eine Diabeteserkrankung – wie jede chronische Erkrankung – ein höheres Risiko für eine nachfolgende depressive Störung.

Um Betroffenen frühzeitig zu helfen, empfehlen die Praxisleitlinien der Deutschen Diabetes-Gesellschaft ein jährliches Depressions-Screening für Diabetiker. Auf der Herbsttagung informieren Experten Haus- und Fachärzte darüber, welche Diagnoseverfahren erfolgreich sind und welche neuen Erkenntnisse es zur Behandlung von Betroffenen gibt. PD Dr. Lundershausen wird auf der Pressekonferenz zur Tagung, am 4. November 2010, im ICC Berlin in die Thematik einführen.

Terminhinweise:

Pressekonferenz zur Tagung
am Donnerstag, den 4. November 2010, 11.15 bis 12.15 Uhr, Raum 43, ICC Berlin
DDG-Vortragsveranstaltung
Diabetes und psychische Komorbiditäten
Am Freitag, den 5. November 2010, 14.00 bis 15.30 Uhr, Saal 2, ICC Berlin
Ihr Kontakt für Rückfragen / zur Akkreditierung:
Beate Schweizer, Corinna Spirgat
Pressestelle DDG/diabetesDE
Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel: 0711 8931-295
Fax: 0711 8931-167
E-Mail: schweizer@medizinkommunikation.org/spirgat@medizinkommunikation.org

Beate Schweizer | idw
Weitere Informationen:
http://www.ddg-dag.de

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