Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fruchtbare Böden immer knapper

03.09.2013
Bodenkundler warnen vor ernsten Folgen für Klimaschutz und Trinkwasser

Für eine Woche, vom 7. bis 12. September 2013, wird Rostock die Hauptstadt der Bodenkundler im deutschsprachigen Raum. Die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft führt ihre Jahrestagung unter dem Motto „Böden – Lebensgrundlage und Verantwortung“ an der Universität Rostock durch. Die Organisatoren erwarten über 700 Gäste aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern sowie Referenten aus Nordamerika.

„Fruchtbare Böden werden weltweit immer knapper und auch bei uns sind die ökologischen Funktionen der Böden für die Erhaltung der Trinkwasserressourcen, den Klimaschutz und die Biodiversität bedroht“, sagt Tagungspräsident Professor Peter Leinweber von der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock. Jedes Jahr gehen in Deutschland rund 35.000 Hektar fruchtbares Ackerland verloren. Schuld ist vor allem die Versiegelung durch neue Siedlungsgebiete und Verkehrsbauten.

„Es geht heute verstärkt darum, die Bedeutung der Böden im Umweltsystem besser zu verstehen, um Lösungen für den Schutz und einen nachhaltigen Umgang mit dieser unersetzlichen Lebensgrundlage zu entwickeln“, so der Wissenschaftler. Wie zum Beispiel die Böden im Nordosten Deutschlands bewirtschaftet werden, das hat entscheidenden Einfluss auf die Wasserqualität und letztendlich auch auf die Ostsee, wenn am Ende Nährstoffreste und Pestizide dort einfließen.

Dem Austausch von Erkenntnissen und Erfahrungen der Bodenwissenschaftler dienen auch die insgesamt 15 wissenschaftlichen Exkursionen während der Jahrestagung. Diese führen vor allem in Küstenregionen, Moore und zu einschlägigen Forschungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern. Auf einer der Exkursionen zur Insel Poel will Professor Leinweber spektakuläre neue Erkenntnisse über die Entstehung der besonders fruchtbaren, tiefgründigen Humusböden auf Poel vorstellen.

Ein weiterer Höhepunkt der Jahrestagung wird die öffentliche Vortragsveranstaltung am 10. September ab 13.00 Uhr im Audimax der Universität auf dem Campus Ulmenstraße sein, zu der sich auch der Schirmherr der Tagung, Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus, angesagt hat. Professor Felix Ekardt von der Forschungsstelle für Nachhaltigkeit und Klimaschutz Leipzig wird über „Landnutzung, Bodenschutz, Klimakollaps – gesellschaftliche Probleme und Gerechtigkeitsfragen“ sprechen.

Anschließend werden zwei Nachwuchswissenschaftler für ihre herausragenden Doktorarbeiten auf dem Gebiet der Bodenkunde im deutschsprachigen Raum geehrt. Einer von ihnen kommt von der Universität Rostock.

Abgerundet wird die Woche der Bodenwissenschaften in Rostock mit einer öffentlichen Veranstaltung der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften unter dem Titel „Böden ohne Grenzen – Landnutzung und Bodenschutz als Herausforderungen im baltischen Raum“, zu der sich hochrangige Vertreter der Europäischen Kommission, von Ostsee-Anrainerstaaten sowie aus der Bundes- und Landespolitik angesagt haben.

Tagungsprogramm
unter http://www.auf.uni-rostock.de/uploads/tx_cal/media/Programm_DBG2013.pdf
Kontakt
Universität Rostock
Agrar-und Umweltwissenschaftliche Fakultät
Professor Dr. Peter Leinweber
Fon: +49 (0)381 498 3120
Mail: peter.leinweber@uni-rostock.de

Ingrid Rieck | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?
16.01.2017 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

nachricht 14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“
12.01.2017 | BusinessForum21

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

Multiregional brain on a chip

16.01.2017 | Power and Electrical Engineering

New technology enables 5-D imaging in live animals, humans

16.01.2017 | Information Technology

Researchers develop environmentally friendly soy air filter

16.01.2017 | Power and Electrical Engineering