Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Freiheit für den Wolf! Reservate für den Rothirsch...?

19.08.2014

Warum gehen wir Menschen so unterschiedlich mit Wildtieren um?

Manche Arten werden vergöttert, andere verdammt. Manche gehegt und gefüttert, andere gnadenlos verfolgt.

Im Mittelpunkt des 7. Rotwildsymposiums der Deutschen Wildtier Stiftung steht daher das Verhältnis zwischen Mensch und Wildtier.

Die Veranstaltung findet vom 25. bis 28. September 2014 in Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern) statt. Im Vorfeld beleuchtet die Deutsche Wildtier Stiftung in einer Reihe von Presseinformationen anhand verschiedener Beispiele den Umgang mit Wildtieren in Deutschland. Die erste Folge thematisiert die „Freiheit“.

Rothirsch und Wolf haben vieles gemeinsam: Sie brauchen weite Landschaften, in denen sie sich bewegen können, um Nahrung zu finden und sich zurückziehen zu können. Vor allem männliche Jungtiere gehen darüber hinaus gerne auf Wanderschaft. Doch während die Ausbreitung des Wolfs in Deutschland im überwiegenden Teil der Bevölkerung akzeptiert ist und begrüßt wird, fristet das Rotwild in weiten Teilen des Landes ein Leben in Gefangenschaft.

„So reduzieren Bayern und Baden-Württemberg den Lebensraum für Rotwild auf 14 beziehungsweise auf vier Prozent der Landesfläche und verhindern so, dass die Tiere sich neue Lebensräume erobern“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung.

„Von Rotwild wird erwartet, sich an die Grenzen der Rotwildbezirke halten, die die Politiker in den jeweiligen Bundesländern verordnen“, kritisiert Münchhausen. Außerhalb der behördlich festgeschriebenen Rotwildverbreitungsgebiete ist es gesetzlich vorgeschrieben, die Tiere abzuschießen. Sie gelten als „Schädlinge“ für den Wald und sind der Forstwirtschaft oft ein Dorn im Auge.

Der Wolf wird hingegen freudig begrüßt: Er ist frei und darf ungehindert durch ganz Deutschland wandern, obwohl auch mit seiner Rückkehr Konflikte -- zum Beispiel mit Schafhaltern -- verbunden sind. „Doch die Doktrin heißt: Der Mensch muss mit dem Wolf leben lernen“, sagt Münchhausen. Diese Doktrin – so die Deutsche Wildtier Stiftung -- müsse auch für den Rothirsch gelten!

Denn jedes Wildtier beeinflusst in den dicht besiedelten und wirtschaftlich intensiv genutzten Landschaften Deutschlands menschliche Interessen. „Die Nahrungsansprüche, die beim Wolf geduldet werden, werden beim Rothirsch abgelehnt“, kritisiert der Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. Gleiches „Recht“ für alle Wildtiere? Mit Nichten! „Das Gleichheitsprinzip gilt anscheinend nicht für alle Tierarten“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen.

„Der Mensch wertet zwischen gewollten und ungewollten Wildtieren.“ Nur so ist es zu erklären, dass sich der Rothirsch im Gegensatz zum Wolf in weiten Teilen Deutschlands seinen Lebensraum nicht selbst suchen darf.

Deshalb greift die Deutsche Wildtier Stiftung unter dem Titel „Ethischer Umgang mit unseren großen Wildtieren“ dieses Thema bei ihrem 7. Rotwildsymposium auf und stellt die umstrittenen Fragen nach der „Gleichheit“ im Umgang mit Wildtieren zur Diskussion. Neben dem Aspekt der „Freiheit“ werden verschiedene Facetten beleuchtet und neben jagdpraktischen Aspekten Fragen des Artenschutzes behandelt.

Das 7. Rotwildsymposium findet vom 25. – 28. September 2014 in Warnemünde statt. Die Veranstaltung wird gefördert durch die Stiftung „Wald und Wild in Mecklenburg-Vorpommern“ und durch das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Schirmherr der Tagung ist Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Zu den Referenten gehören Kapazitäten wie Dr. Florian Asche, Prof. Dr. Dr. Sven Herzog, Prof. Dr. Konrad Ott, Prof. Dr. Friedrich Reimoser und Dr. Helmuth Wölfel.

Weitere Informationen:

Eva Goris
Pressesprecherin
Deutsche Wildtier Stiftung
Billbrookdeich 216
22113 Hamburg
Telefon +49 (0)40 73339-1874
Fax +49 (0)40 7330278
E.Goris@DeWiSt.de


http://www.DeutscheWildtierStiftung.de

Eva Goris | Deutsche Wildtier Stiftung

Weitere Berichte zu: Landschaften Lebensraum Reservate Rothirsch Rotwildsymposium Umwelt Wildtier Wolf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018
21.02.2018 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen
21.02.2018 | Deutsche Leberstiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics