Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer Vision - Technologietag 2009

28.07.2009
Der optimale Einsatz von Bildverarbeitungssystemen in der Fertigung und in der Qualitätssicherung hängt entscheidend von der Auswahl der Technologie ab. Die Fraunhofer-Allianz Vision veranstaltet daher am 8. und 9. Oktober 2009 am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, Kaiserslautern, unter dem Titel "Innovative Technologien für die industrielle Qualitätssicherung mit Bildverarbeitung" ihren zweiten Technologietag.

Weitere Informationen und Anmeldung bei der Fraunhofer-Allianz Vision, Regina Fischer, Telefon: +49 9131 776-530, E-Mail: vision@fraunhofer.de oder unter http://www.vision.fraunhofer.de/webshop.

Kurzvorträge erklären Technologien

Innovative Technologien für die industrielle Qualitätssicherung mit Bildverarbeitung spielen im modernen Fertigungsprozess mehr denn je eine wichtige Rolle. Je nach Aufgabenstellung werden unterschiedliche Verfahren eingesetzt. Materialeigenschaften des Prüflings, Produktionsumgebung, messtechnische Anforderungen - all dies sind Parameter, die bei der Auswahl der richtigen Technologie berücksichtigt werden müssen. Der Technologietag gibt im Rahmen von Kurzvorträgen einen Überblick über mögliche Verfahren und den jeweiligen aktuellen Stand der Technik. Im Mittelpunkt stehen die Themengebiete:

- Inspektion und Charakterisierung von Oberflächen
- Optische 3-D-Messtechnik und -Objekterkennung
- Unsichtbares sichtbar machen mit Röntgen, Thermographie, Ultraschall, Terahertz, Mikrowelle und Shearographie

- Blick in die Zukunft

Die "Inspektion und Charakterisierung von Oberflächen" ist ein traditionelles Aufgabengebiet der industriellen Bildverarbeitung. Die Fortschritte der Technik ermöglichen nicht nur ständig höhere Prüfgeschwindigkeiten und kompaktere Bauweisen, sondern auch die Erfassung zusätzlicher Oberflächeneigenschaften wie die schnelle Bewertung der Farbe oder Musterung einer Oberfläche sowie die dreidimensionale Vermessung der Oberflächentopologie im Nanometerbereich.

Die "Optische 3-D-Messtechnik und -Objekterkennung" erlaubt eine schnelle und genaue dreidimensionale Geometrieprüfung direkt in der Fertigungsumgebung. Je nach Form und Gestalt des Prüflings und den messtechnischen Anforderungen, wie z. B. Messzeit, Funktionsmaßtoleranz usw., kommen unterschiedliche optische Messtechnologien zum Einsatz, wie das Lichtschnittverfahren, Verfahren mit strukturierter Beleuchtung oder die Photogrammetrie.

Moderne Bildverarbeitungssysteme können Werkstücke nicht nur von außen prüfen, sondern sind auch in der Lage, Fehler unterhalb der Oberfläche oder im Inneren von Körpern zu finden - sie können Unsichtbares sichtbar machen:

- Die "Röntgentechnik" erlaubt die Detektion von Fehlern wie Lunkern, Hohlräumen, Poren oder Rissen. Mit dieser Technik können auch Fremdmaterialien in Produkten oder Nahrungsmitteln genau lokalisiert werden. Mit der "Computertomographie" werden die Prüflinge scheibenweise erfasst und können anschließend im Rechner vollständig dreidimensional dargestellt werden. Mit zusätzlichen mechanischen oder optischen Kalibriereinrichtungen können innenliegende oder verdeckte Strukturen auch mit hoher Genauigkeit vermessen werden.

- Mithilfe der "Wärmefluss-Thermographie" können unterhalb der Oberfläche liegende und daher äußerlich nicht sichtbare Fehlstellen erkannt werden. Grundsätzliche Vorteile des thermographischen Wärmefluss-Prüfverfahrens sind das bildgebende Funktionsprinzip, die hohe Prüfgeschwindigkeit und die relativ einfache Automatisierbarkeit.

- Die Prüfung mit "Ultraschall" ist eine weitere bildgebende Technologie und eröffnet neue Möglichkeiten bei der Inspektion und Visualisierung industriell relevanter Materialien und Bauteile. Mit Luftultraschall können feine Strukturen z. B. Einkerbungen, Risse oder Kerbzahlen in komplexen Freiformflächen erfasst werden. Diese Methode bietet bei schwierigen Lichtverhältnissen eine Alternative zur optischen Bildaufnahme.

- Die "Terahertz-Messtechnik" befindet sich noch im Entwicklungsstadium, verspricht aber für die Zukunft als Imaging- und Tomographie-Verfahren interessante Lösungen für die Bauteilprüfung. Mögliche Anwendungsbereiche sind unter anderem die Überwachung der Aushärtungsprozesse von Klebstoffen, die ortsaufgelöste Messung der Feuchte in einem Volumen, die Fehlerdetektion in einem Volumen oder die Delaminationskontrolle.

- Die "Shearographie" liefert nicht nur qualitative Informationen zu Adhäsions- und Kohäsionseigenschaften bei Werkstoffverbunden sondern auch quantitative Messergebnisse. Quantitative Messgrößen erlauben nicht nur eine Aussage, ob ein Defekt vorliegt oder nicht, sondern liefern auch wertvolle Informationen über die individuellen Bindungseigenschaften. Sie tragen somit signifikant zu einer präziseren Beschreibung des Systemzustandes bei.

Mit einem "Blick in die Zukunft" endet der Fraunhofer Vision - Technologietag 2009. Vorgestellt werden ein bildbasiertes Assistenz- und Prüfsystem für manuelle, komplexe Montagetätigkeiten sowie die Möglichkeiten der Bildfusion als Methode zur Auswertung von Bildserien.

Ausstellung mit aktuellen Systemen

Um den Teilnehmer einen Einblick in die neuen Technologien, vor allem auch unter dem Aspekt der Praxisrelevanz zu ermöglichen, findet parallel zu den Vorträgen eine Ausstellung mit aktuellen Systemen statt. An insgesamt 16 Systemen werden die Möglichkeiten der einzelnen Techniken demonstriert.

Organisatorische Daten:

Titel: Innovative Technologien für die industrielle Qualitätssicherung mit Bildverarbeitung
Datum: Donnerstag, 8. Oktober 2009, 10:00 - 18:15 Uhr und Freitag, 9. Oktober 2009, 8:30 - 15:00 Uhr
Ort: Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, Fraunhofer Platz 1, 67663 Kaiserslautern
Gebühr: 240 Euro (120 Euro für Angehörige von Hochschulen), inkl. Tagungsunterlagen und Verpflegung (Getränke, Mittags- und Abendimbiss)

Internet: http://www.vision.fraunhofer.de/de/0/events/130.html

Fachliche Anfragen:
Dr.-Ing. Norbert Bauer
Telefon +49 9131 776-500
vision@fraunhofer.de
Pressekontakt:
Fraunhofer-Allianz Vision
Regina Fischer M. A.
Am Wolfsmantel 33
91058 Erlangen
Telefon +49 9131 776-530
Fax +49 9131 776-599
vision@fraunhofer.de
Die Fraunhofer-Allianz Vision ist ein Zusammenschluss von Fraunhofer-Instituten zu den Themen Bildverarbeitung, optische Inspektion und 3-D-Messtechnik, Röntgenmesstechnik und zerstörungsfreie Prüfung.

Regina Fischer | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.vision.fraunhofer.de/webshop
http://www.vision.fraunhofer.de/de/0/events/130.html
http://www.vision.fraunhofer.de/de/5/presse/300.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens
19.01.2017 | Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)

nachricht Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule
18.01.2017 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie