Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frauen an die Spitze: Strategien für bessere Karrierechancen

18.11.2010
Schavan: "Wir brauchen mehr weibliche Führungskräfte" / Tagung präsentiert Forschungsergebnisse zu Frauenkarrieren in Unternehmen

Funktionierende Teamstrukturen sind ein Schlüssel für erfolgreiche Frauenkarrieren: Frauen in Führungspositionen sind gute Teamworkerinnen und sie werden von guten Teams gefördert.

In kleinen und mittleren Unternehmen ist die Unternehmenskultur, die vor allem von Personen in exponierter Stellung geprägt wird, wichtiger für die Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen als entsprechende Personalstrategien. Frauen in Spitzenpositionen sind in den Medien weniger präsent als ihre männlichen Kollegen, und wenn, dann häufiger im Kontext von Boulevard-Ereignissen als beruflich.

Das sind nur einige der Forschungsergebnisse, die auf der Tagung "Fit für die Zukunft - Frauenkarrieren in Unternehmen" vorgestellt werden. Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren am 18. und 19. November in Berlin die Karrierechancen von Frauen. Insgesamt präsentieren sich auf der Veranstaltung zwölf Forschungsprojekte aus dem Programm "Frauen an die Spitze", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird. Sie untersuchen die Gründe für die geringe Anzahl von Frauenkarrieren in Unternehmen und in der Wissenschaft und für die unzureichende Beteiligung von Frauen in Führungspositionen. Darüber hinaus zeigen sie Strategien auf, um Frauen gerechte Chancen auf eine Karriere bis in die Führungsetagen zu ermöglichen, und entwickeln Handlungsempfehlungen für die Politik und die betriebliche Praxis.

"Vor allem in den Spitzen von Unternehmen fehlt es noch zu oft an weiblichen Talenten", kritisierte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. "Für eine durchgreifende Veränderung brauchen wir einen Frauenanteil in Führungspositionen von mindestens 20 Prozent. Nur so können Unternehmen in der globalisierten Wirtschaft wettbewerbsfähig bleiben."

Frauen sind heute hervorragend ausgebildet, ihre Erwerbsquote steigt und ihre Karrierechancen verbessern sich. Trotz dieser positiven Entwicklungen bleiben Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert. In Unternehmen der Privatwirtschaft ist die erste Führungsebene nur zu einem Viertel mit Frauen besetzt, auf der zweiten Ebene ist jede Dritte Führungskraft weiblich. Dagegen zeigen mehrere Studien, dass sich ein hoher Anteil von Frauen in der Geschäftsleitung positiv auf die Unternehmensleistung auswirkt.

"Frauen an die Spitze" ist Baustein der Strategie für mehr Chancengerechtigkeit in Bildung und Forschung, die das BMBF unter Verwendung von Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds für Deutschland (ESF) mit jährlich über 20 Millionen Euro unterstützt.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/de/12387.php
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Berichte zu: BMBF Bildung und Forschung ESF Frauenkarrieren Karrierechance Sozialfond

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis
21.04.2017 | Gesellschaft für Informatik e.V.

nachricht Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte
21.04.2017 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten