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Frauen und Politik in Asien

23.09.2009
Die Konferenzreihe "Frauen und Politik in Asien" (Women and Politics in Asia, WPA) startete 2003 in Halmstad, Schweden, und wurde 2004 in Colombo, Sri Lanka, und 2005 in Islamabad, Pakistan, fortgeführt.

2009 wird die vierte internationale WPA-Konferenz vom Institut für Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim, Deutschland, vom 29.9.-2.10. ausgerichtet.

In Anlehnung an das Thema der WPA 2005, "Discovering the Gender Face of Politics", beschäftigt sich die Hildesheimer Konferenz mit dem Thema "Frauen und Politik in Asien: Ein Sprungbrett für Demokratie?" (Women and Politics in Asia: A Springboard for Democracy?). Sie behandelt den Zusammenhang von "Demokratie und Feminisierung politischer Macht(räume)", "Gender und (Macht-)Politik", "Genderverhältnissen und Genderideologien (insbesondere deren Auswirkungen auf spezifische soziopolitische Systeme, Interaktions- und Partizipationsformen und Staatsbürgerschaftsdiskurse)" sowie "Gender-spezifischen Formen politischer Partizipation und politischer Vertretung (agency)" im Großraum Asien aus einer vergleichenden Perspektive.

Die Weltregion Asien ist aus verschiedenen Gründen interessant für Demokratie- und Demokratisierungsstudien: In den vergangenen Jahren übernahm eine Reihe von Ländern demokratische Regierungsformen, wohingegen andere in die Gruppe fragiler Staaten fielen, die sich mit instabilen oder autokratischen Regierungen, heterogenen Geschlechter- und Identitätspolitiken und/oder intern umstrittenen, oft sogar umkämpften, Demokratisierungs-, Liberalisierungs- und Staatsbildungsprojekten konfrontiert sehen. Beide Entwicklungen zeitigen indes unterschiedliche geschlechterspezifische Folgen. Die Mehrheit der Länder verfügt über extrem heterogene Bevölkerungsgruppen - eine enorme Herausforderung für die Herstellung ausgeglichener politischer Repräsentation und Partizipation.

Für die Hildesheimer Tagung konnten namhafte Referentinnen und Referenten aus Nordost-, Südost-, Süd- und Westasien gewonnen werden und damit ein Programm erarbeitet werden, das in dieser Breite und Vielfalt einmalig für die WPA-Konferenzen ist.

Die Konferenz wird in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und mit Unterstützung der Stiftung Universität Hildesheim und des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung ZIF der Stiftung Universität Hildesheim veranstaltet.

Die Konferenz wird am 30. September um 16 Uhr im Michaeliskloster Hildesheim (Hinter der Michaeliskirche 5, 31134 Hildesheim) nach der Begrüßung durch Universitäts-Präsident Professor Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich und Julia Scherf von der Heinrich Böll-Stiftung durch die afghanische Botschafterin, Professorin Dr. Maliha Zulfacar, durch die Schriftstellerin und Publizistin Dr. Christa Wichterich und durch Professorin Dr. Claudia Derichs, Direktorin des Instituts für Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim, eröffnet.

Susanne Springer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hildesheim.de

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