Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fortschritte beim zweiten Runden Tisch zur Pflanzengenetik

23.07.2009
Nächster Termin im Oktober mit Schwerpunkt Internationale Entwicklungszuammenarbeit

"Heute sind wir ein gutes Stück vorangekommen. Es war ein konzentriertes und intensives Gespräch", bilanzierte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Ende des zweiten Runden Tisches zur Pflanzengenetik am Mittwoch. "Dabei wurden auch Verbindungen formuliert, in denen Forschungserkenntnisse für alle landwirtschaftlichen Methoden gleichermaßen eine Rolle spielen.""

Bei dem Runden Tisch waren zunächst die Anfang der Woche vorgestellten Kritikpunkte der Umweltverbände an der ökologischen Sicherheitsforschung Thema. Schavan: "Diesen Punkten wird im Detail nachgegangen. In der nächsten Sitzung werden wir die Bilanz aus 30 Jahren Sicherheitsforschung in diesem Bereich vorstellen und sehen, wo weitere Akzente gesetzt werden sollten."

Das Gremium diskutierte auch eine erste Konzeption des Forschungsministeriums für eine weiterentwickelte Strategie zur Pflanzenzüchtung. "Auf dieser Basis werden wir weiter gehende Vorschläge, vor allem im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsfrage einbringen", stellte Schavan in Aussicht. Dazu würden auch Landnutzungskonzepte zählen.

Als weiteres Ergebnis der Sitzung kündigte Schavan an, dass bei dem Gespräch im Oktober der Schwerpunkt auf "Internationale Entwicklungszusammenarbeit" gelegt werden soll. Dazu zählten unter anderem auch die Fragen der Hungerbekämpfung.

Schavan riet dazu, die Frage der "Zukunftstechnologie Grüne Gentechnik" auch im europäischen Zusammenhang zu sehen: "Deutschland und Europa müssen sich entscheiden, ob man sich an der Weiterentwicklung der Grünen Gentechnik beteiligen möchte. Wenn man sich an einer Sache nicht beteiligt, kann man auch keine eigenen Werte einbringen. Der einzige Weg, eine Abhängigkeit der Landwirte zur Industrie zu vermeiden, ist die öffentliche Forschung."

Die Bundesforschungsministerin will keine starre Einteilung in Schwarz und Weiß zwischen Befürwortern und Gegnern der Grünen Gentechnik akzeptieren. "Die Diskussionen beim Runden Tisch haben mich bestätigt, dass vor dem Hintergrund der globalen Probleme die Grüne Gentechnik sehr differenziert gesehen werden muss. Genau eine solche differenzierte Herangehensweise ist für einen sachlichen Dialog zielführend", sagte Schavan. "Unserer Verantwortung für künftige Generationen tragen wir nicht nur für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir unterlassen. Die Forscherinnen und Forscher in Deutschland sind sich dieser ethischen Verantwortung sehr bewusst".

Zum Hintergrund:

Über 50 Universitäten und zehn Fachhochschulen, 25 außeruniversitäre Einrichtungen aus den Forschungsgesellschaften (Max-Planck, Helmholtz, Leibniz, Fraunhofer) sowie zahlreiche Institute der Ressortforschung auf Bundes- und Landesebene arbeiten auf dem Gebiet der Pflanzenforschung. Außerdem liegt die Wiege der modernen Pflanzenbiotechnologie in Deutschland und durch die exzellente Grundlagenforschung gibt es für den internationalen Wettbewerb eine hervorragende Ausgangsposition.

Für die Bundesregierung hat die Sicherheit für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt oberste Priorität. Das BMBF beispielsweise unterstützt die biologische Sicherheitsforschung seit 1979 bis heute mit mehr als 100 Millionen Euro. In 300 Projekten haben sich an der Erforschung der biologischen Sicherheit von gentechnisch-veränderten Organismen über 60 Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beteiligt. Die Erweiterung des Wissens über das Verhalten gentechnisch veränderter Pflanzen unter Freilandbedingungen und die Beobachtung der Auswirkungen ihrer Anwendungen sind wichtige Beiträge zu einer verantwortlichen, am Vorsorgeprinzip orientierten Nutzung der Grünen Gentechnik. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich umfassend über die konkreten Forschungsthemen und Ergebnisse der geförderten Projekte unter www.biosicherheit.de informieren.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.biosicherheit.de
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Berichte zu: Gentechnik Pflanzengenetik Sicherheitsforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Kongress Meditation und Wissenschaft
19.01.2018 | Universität Witten/Herdecke

nachricht LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen
18.01.2018 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie