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Forschungsdaten im Mittelpunkt: DataCite Summer Meeting 2010

02.06.2010
Ziel sind weltweit einheitliche Standards beim Zugang zu Forschungsdaten

Der Zugang zu Forschungsdaten über das Internet ist das Thema des ersten DataCite Summer Meetings vom Montag, 7. Juni, und Dienstag, 8. Juni 2010, im Hannover Congress Centrum. Das internationale Konsortium DataCite wurde von der Technischen Informationsbibliothek (TIB) gemeinsam mit den weltweit führenden Forschungsbibliotheken und Technischen Informationszentren gegründet, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Zugang zu Forschungsdaten über das Internet zu erleichtern. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit einheitliche Standards beim Zugang zu Forschungsdaten zu gewährleisten.

Das DataCite Summer Meeting bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, sich über Erfahrungen, Workflows und Best Practice im Umgang mit Forschungsdaten auszutauschen. Unter dem Motto „Making datasets visible and accessible“ werden Experten aus aller Welt folgende Themen diskutieren:

• Metadata for Datasets – More than pure citation information?
• Peer-review systems and the publication of data sets – Ensuring quality
• Trustworthiness of data centres - A technological, a structural and a legal discussion
• Best-practise and examples – What can be done and is done worldwide?
• Visualisation of datasets – More than meets the eye
• Datasets and scholarly journals – A perfect combination?
Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung sind auf der Website http://www.datacite.org zu finden.
Über DataCite
Nur ein kleiner Teil von Forschungsdaten wird in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht. Unzugänglichkeit von Forschungsdaten führt häufig zu Doppelarbeit und der unnötigen Bereitstellung von Mitteln für die Erstellung von Daten, die bereits existieren. DataCite registriert Forschungsdaten und teilt ihnen eindeutige digitale Kennungen zu – sogenannte Digital Object Identifier (DOI). Sie ermöglichen eine elegante Verlinkung zwischen einem wissenschaftlichen Artikel und den dort analysierten Forschungsdaten.
DataCite orientiert sich an der erfolgreichen Arbeit der TIB als weltweit erste Registrierungsagentur für Forschungsdaten. Seit 2005 hat die TIB bereits rund 700.000 Forschungsdatensätze mit einem DOI-Namen registriert und somit einen einfachen Zugriff und deren Zitierfähigkeit ermöglicht. DataCite ist offizielle DOI-Registrierungsagentur und Mitglied der International DOI Foundation (IDF). Die Geschäftsstelle von DataCite wird von der TIB in Hannover geführt.

Inzwischen haben sich zwölf Partner aus neun Ländern unter dem Dach von DataCite zusammengefunden: die British Library, das französische L’Institut de l’Information Scientifique et Technique (INIST), das Technical Information Center of Denmark, die TU Delft Bibliothek aus den Niederlanden, das Canada Institute for Scientific and Technical Information (CISTI), die California Digital Library (USA), die Purdue University Libraries (USA), die Technische Informationsbibliothek (TIB), der Australian National Data Service (ANDS), die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED), das Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften GESIS und die Eidgenössische Technische Hochschule in Zürich.

Die Technische Informationsbibliothek (TIB) ist die Deutsche Zentrale Fachbibliothek für Technik sowie Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik. Sie ist die weltweit größte Fachbibliothek in ihren Bereichen und einer der leistungsstärksten Dokumentlieferanten.

Die TIB ist räumlich und organisatorisch mit der Universitätsbibliothek Hannover (UB) verbunden. Die TIB stellt dabei ihre exzellenten Bestände in den obengenannten Fachbereichen als Dienstleister für Literatur und Fachinformationen der Leibniz Universität Hannover zur Verfügung.

Jessica Lumme | idw
Weitere Informationen:
http://www.datacite.org
http://www.uni-hannover.de

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