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Forschung stärken in der Solarregion

08.03.2011
Die Region Frankfurt (Oder) gewinnt als Forschungsstandort für Solarenergie zunehmend an Bedeutung. Nachdem vor kurzem der Bau eines neuen Fraunhofer-Instituts für Solarforschung bekannt gegeben wurde, treffen sich im März 2011 namhafte Kristallzüchter aus Deutschland und Polen sowie Gäste aus Japan und den USA zur Deutsch-Polnischen Kristallzüchterkonferenz.

Siliziumkristalle bilden die Grundlage jeder Solaranlage. Das Problem: Die Züchtung solcher Kristalle ist teuer und verschlingt viel Energie. Forscher in aller Welt arbeiten deshalb fieberhaft daran, die Züchtungsverfahren zu verbessern, damit Firmen günstiges Ausgangsmaterial für Solarzellen zur Verfügung haben.

Um sich über neueste Forschungsergebnisse auszutauschen, treffen sich deutsche und polnische Kristallzüchter sowie Gäste aus Japan und den USA vom 14. bis 18. März 2011 in der führenden Solarregion Europas - in Frankfurt (Oder). Damit soll auch der intensive Austausch zwischen Solarunternehmen und Forschern befördert werden, sagt der Vorsitzende der Gesellschaft Deutscher Kristallzüchter, Prof. Peter Rudolph. Die Tagung setzt sich des außerdem zum Ziel, die Frankfurter Region mit der polnischen Nachbarregion auf dem Gebiet der Kristallzüchtung zu vernetzen.

Der Osten Brandenburgs mit Frankfurt (Oder) und Berlin ist die wachstumsstärkste Region der Photovoltaikbranche in ganz Europa. Namhafte Solarunternehmen wie First Solar, Conergy, aleo solar, Odersun AG, SOLON, Sulfurcell und Inventux sind dafür verantwortlich, dass hier in kürzester Zeit über 4000 Arbeitsplätzen in der Region entstanden sind. Hinzu kommen tausende Arbeitsplätze bei Zulieferern, Handwerksbetrieben und Dienstleistern. Mit Forschungsinstituten wie dem Leibniz-Institut für Kristallzüchtung in Berlin oder dem Leibniz-Institut für Innovative Mikroelektronik in Frankfurt (oder) arbeiten die Unternehmen bereits eng zusammen.

Der Schulterschluss zwischen Industrie und Wissenschaft und der Länder zu beiden Seiten der Oder soll aber noch enger werden. Dieser Wille wird durch die Teilnahme des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Matthias Platzeck, der Marschällin der Woijewodschaft Lubuskie E. Polak und beider Oberbürgermeister der Partnerstädte Frankfurt und Slubice an der Eröffnungsveranstaltung am 14. März im Kleistforum deutlich. Dazu der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Dr. Martin Wilke, gegenüber den Veranstaltern: „Die Firmen brauchen Innovationen und mehr wissenschaftlichen Input. Deshalb holen wir solche Veranstaltungen wie die Kristallzüchtertagung in die Region und werden die Forschung zur Solarenergie noch mehr unterstützen.“

Das Züchten von Siliziumkristallen aus der Schmelze ist der erste Schritt bei der Herstellung von Solarmodulen. Hier suchen die Forscher vor allem nach energie-, material- und zeitsparenderen Methoden. Ein weiteres Ziel ist es, die Kristalle zu vergrößern, um aus ihnen mehr hauchdünne Siliziumscheiben, die sogenannten Wafer, zu gewinnen. Schließlich wollen die Forscher die Eigenschaften der Kristalle verbessern und neue Substanzkombinationen erproben, um die Effizienz der Solarzellen weiter zu erhöhen.

Kontakt:
Prof. Peter Rudolph, Deutsche Gesellschaft für Kristallwachstum und Kristallzüchtung, Tel.: 030-6392 3034, pr@ikz-berlin.de; Prof. Dietmar Siche, Leibniz-Institut für Kristallzüchtung, Tel.: 030-6392 3046, ds@ikz-berlin.de

Christine Vollgraf | Forschungsverbund Berlin e.V.
Weitere Informationen:
http://www.fv-berlin.de
http://www.dgkk.de/GPCCG-2011
http://www.ikz-berlin.de

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