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Forscher und Praktiker diskutieren in Greifswald über neue Therapien in der Onkologie

09.06.2011
Rund 120 Naturwissenschaftler und Mediziner kommen vom 16. bis zum 18. Juni 2011 zur Tagung "Wege zur personalisierten Medizin in der Onkologie" nach Greifswald. Es ist die Jahrestagung der Central European Society for Anticancer Drug Research (CESAR-EWIV). Tagungsort ist das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald.

Die Fachleute aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Irland und den USA beschäftigen sich experimentell und klinisch mit Krebserkrankungen. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln werden sie über die Entwicklung, Prüfung und Anwendung neuer zielgerichteter Therapiestrategien gegen Krebs diskutieren.

Zum Auftakt der Tagung am 16. Juni 2011 um 14:30 Uhr hält Prof. Dr. Jeremy Nicholson, Direktor des Department of Surgery and Cancer am Imperial College London, den Eröffnungsvortrag zum Thema „A Systems Medicine Approach to Metabolic Phenotyping and Modelling the Hospital Patient Journey”. Der ausgewiesene Spezialist auf dem Gebiet der magnetresonanzgestützten Charakterisierung körpereigener Stoffwechselprodukte wendet sich darin der Frage zu, in wie weit diese Charakterisierung eine Gesamtschau des menschlichen Organismus wiedergeben und Veränderungen im Rahmen einer bestimmten Erkrankung beschreiben kann.

In vier Symposien werden anschließend Möglichkeiten des Zugangs zur personalisierten Medizin in der Onkologie in Greifswald, die Einbindung personalisierter Risikobewertungsstrategien in klinische Studien und die Verwendung von Ex-vivo-Modellen, bei denen Krebszellen außerhalb des Körpers kultiviert und untersucht werden, thematisiert. Außerdem wird die Bedeutung von Biomarkern für die personalisierte Medizin in der Onkologie beleuchtet. Zusätzlich werden neben Kurzvorträgen und Posterpräsentationen im Verlauf der Tagung ausreichend Zeit und Raum für den wissenschaftlichen Austausch zur Verfügung stehen.

Ein ausdrückliches Ziel dieser Jahrestagung ist es, die wichtigen Expertisen der Arbeitsgruppen der CESAR-EWIV in den Bereichen Wirkstoffentwicklung, der Charakterisierung von Arzneistoffwirkungen im Körper und deren Beeinflussung, der klinischen Prüfung von Wirkstoffen und der Charakterisierung verschiedener (Bio)Marker einerseits und die Erfahrungen der Universität Greifswald bei der Entwicklung von Strategien zur praktischen Umsetzung der Individualisierten Medizin im Rahmen des fakultätsübergreifenden Schwerpunkts GANI_MED Greifswald’s Approach to Individualized Medicine andererseits zusammen zu führen und zu diskutieren.

Die Central European Society for Anticancer Drug Research (CESAR-EWIV) ist eine Non-Profit-Organisiation mit dem Ziel, Forschung und Entwicklung neuer Medikamente sowie neuer Therapien in der Onkologie zu fördern.

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Christoph Ritter
Institut für Pharmazie, Klinische Pharmazie
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 17, 17487 Greifswald
Telefon 03834 86-4834
Telefax 03834 86-4802
ritter@uni-greifswald.de

Jan Meßerschmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.cesar.or.at/
http://www.cesar.or.at/download/news/153/CESAR-JT11-Einladung
http://www.uni-greifswald.de

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