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„Flüssiger Strom“ motorisiert die Elektromobilität

06.10.2011
Strom tanken statt laden - Dieser Ansatz könnte das Reichweiten-Problem der Elektromobilität zukünftig lösen. Modernste Redox-Flow-Technologien bietet die Möglichkeit, den Treibstoff Strom vergleichbar mit Benzin oder Diesel zu tanken.

Die Zukunft des Automobils ist elektrisch. Darüber gibt es kaum noch Zweifel. Das größte Problem des Elektroautos ist jedoch die begrenzte Reichweite trotz modernster Lithium-Ionen-Batterie-Technologie. Es gibt zurzeit mehrere Forschungskonzepte zur Realisierung einer grenzenlosen Reichweite mit Elektrofahrzeugen: u.a. Wechselbatterien, induktive Energieübertragung oder Batterieschnelladekonzepte. Diese Konzepte sind vielfach mit hohen Investitionskosten verbunden oder gehen zulasten der Batterielebensdauer.

Gegenstand der Forschungsaktivitäten an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften ist die Redox-Flow-Batterie für (auto)mobile Anwendungen. Bei Elektrofahrzeugen mit Redox-Flow-Batterien (RFB) ergibt sich die Möglichkeit einer grenzenlosen Elektromobiltät. Hierbei wird die RFB von zwei Elektrolyten durchflossen, welche Metall-Ionen enthalten. Diese strömen, getrennt von einer protonendurchlässigen Membran, durch Elektroden aus porösem Graphitflies. Bei diesem Ladungsaustausch fließt nutzbarer Strom über die Elektroden. Die RFB kann wie eine normale Batterie ge- und entladen werden.

Durch den eingesetzten flüssigen Elektrolyten ergibt sich ergänzend dazu die Möglichkeit, die Elektrolyten schnell an einer geeigneten Tankstelle auszutauschen. Der entladene Elektrolyt kann dort durch regenerative Energien wieder aufgeladen werden. Jede RF-Ladestation wird damit zum dezentralen Energiespeicher. Das dichte Tankstellennetz in Deutschland könnte damit zum Türöffner für die Elektromobilität werden.

Weitere Informationen zum Stand der RF-Technologie werden im rahmen des nds. “Forums für Brennstoffzelle und Elektromobilität“ am 02. November 2011 in Hannover (VGH Versicherungen) präsentiert. Darüber hinaus schlagen Experten eine Brücke von stationären Anwendungen über innovative Komponenten bis hin zur Elektromobilität. Eine Begleitausstellung macht dabei Technologien begreifbar und bietet Ansätze für interdisziplinäre Fachgespräche.

Parallel zum Forum findet auch in diesem Jahr wieder der Schülerwettbewerb "Brennstoffzelle Junior IV" sowie ein Lehrer-Seminar zum Thema "Wasserstoff und Brennstoffzellen in der schulischen Praxis" statt.

Das Programmheft zum Forum sowie das Anmeldeformular stehen unter www.brennstoffzelle-nds.de zur Verfügung. Anmeldeschluss ist der 24. Oktober, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Veranstaltungsort
VGH Versicherungen, Haus D
Schiffgrafen 4
30159 Hannover
Organisation & Management
Landesinitiative Brennstoffzelle & Elektromobilität Niedersachsen
c/o Sperlich GmbH
Bürgerstraße 44/42
37073 Göttingen
Tel. +49 551 900499-0
Fax +49 551 900499-49
info@brennstoffzelle-nds.de
Pressekontakt
Frau Melanie Teichmann
Mit freundlicher Unterstützung von:
Die Landesinitiative Brennstoffzelle und Elektromobilität Niedersachsen wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz, das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Melanie Teichmann | innos - Sperlich GmbH
Weitere Informationen:
http://www.brennstoffzelle-nds.de

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