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Flexible Fertigung von Strukturgussteilen

12.01.2016

Am 17. und 18. Februar 2016 treffen sich Gießer und Entwickler auf der 2. VDI-Tagung „Gießen von Fahrwerks- und Karosseriekomponenten“ in Kassel, um über die weltweite Fertigung von Strukturgussteilen zu diskutieren.

Der Trend bei den OEMs zu Material- und Komponentensubstitutionen durch anspruchsvolle Gussanwendungen in den Bereichen Fahrwerk und Karosserie erfordert tiefgreifende Veränderungen in den etablierten Entwicklungs- und Fertigungsprozessen.


Strukturgussfertigung „2. VDI-Tagung Gießen von Fahrwerks- und Karosseriekomponenten“ (Bild: BMW AG)

Neue Fahrzeugkonzepte und ehrgeizige Leichtbaustrategien stehen einem erhöhten Anforderungsprofil und Kostendruck gegenüber. Wie werden sich diese in globalisierten Märkten verändern? Was sind die Haupttreiber für die zunehmende Komplexität? Welche Rolle spielt die Wissenschaft als Partner der Gießereiindustrie?

Auf diese und weitere Fragen gibt die VDI-Tagung „Gießen von Fahrwerks- und Karosseriekomponenten“ am 17. und 18. Februar 2016 in Kassel Antworten. Die fachliche Leitung haben Prof. Dr. Martin Fehlbier von der Universität Kassel und Jean-Marc Ségaud von BMW inne.

Experten von beispielsweise Audi, Cidaut, Daimler, Georg Fischer, Jaguar Land Rover, Martinrea Honsel, Nemak und Volkswagen berichten auf der Tagung über Fahrzeugleichtbaukonzepte, Werkstoffe und Verfahren im Wettbewerb, Prüftechniken und Produktionsprozesse für Strukturgussteile.

Fertigung von Strukturgusskomponenten in globalisierten Märkten
Dr. Lutz Storsberg von Daimler ist überzeugt, dass „die Fertigung von Strukturgussbauteilen sich in allen Märkten weltweit auf ein direkt vergleichbares Niveau weiter entwickeln wird. Ebenfalls wird sich die Prozesskette im Hinblick auf die Automatisierung angleichen. Die Standardisierung sichert zunehmend eine weltweit gleiche Qualität“.

Komplexität und steigender Kostendruck treiben Gießer und Entwickler um. Was sind die Haupttreiber hierfür? Die zunehmende Variantenvielfalt in unterschiedlichen Stückzahlen, die Elektrifizierung des Antriebs sowie autonomes Fahren erfordern neue Fahrzeugarchitekturen. Anpassungen der klassischen Karosserie und des Fahrwerks sind die Folgen. Volatile Märkte verursachen zusätzlich schwer voraussehbare Stückzahlentwicklungen.

„Gießer, OEMs und Lieferanten sind gezwungen, ihre Prozesse flexibler zu gestalten“, meint Jean-Marc Ségaud von BMW. „Daher dienen Innovationen nicht nur als Befähiger, um Qualität, Kosten und Gewicht zu optimieren, sondern auch für Varianten und Stückzahlen.“

Technologieführerschaft von Unternehmen halten

Um dem immer härter werdenden internationalen Wettbewerb Stand zu halten, rückt die enge F&E-Kooperation von Unternehmen mit universitären Forschungseinrichtungen in den Fokus. Ausschlaggebend hierfür ist, dass Innovationszyklen bei neuen Fahrzeugtechnologien und Gussprodukten bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an den Leichtbau und reduzierte Kosten immer kürzer werden.

Die Konkurrenz aus dem Ausland schläft nicht. Für Prof. Dr. Martin Fehlbier vom Zentrum für Gussleichtbau und Konstruktion/Universität Kassel ist klar, dass „der Schlüssel für den nachhaltigen Erfolg darin liegt, den Austausch von Wissen und Informationen zwischen Forschung und praktischem Anwender bis hin zur Bereitstellung exzellent ausgebildeter Nachwuchskräfte zu fördern. Nur damit lässt sich die Technologieführerschaft von Unternehmen halten.“

Die Podiumsdiskussion mit Dr. Peter Fallböhmer von BMW, Prof. Dr. Martin Fehlbier, Gerd Hahn von Volkswagen und Jürgen Wüst von Cosma geben resümierend Antworten darauf, wie Leichtbau zwischen technischer Machbarkeit und Kostendruck gelingt. Eine Werksführung durch die größte Druckguss-Gießerei Europas bei Volkswagen in Kassel rundet das Programm ab.

In der begleitenden Ausstellung können sich die Teilnehmer über Lösungen für die Gussfertigung von Karosserie- und Fahrwerkskomponenten informieren. Eine Simultanübersetzung wird angeboten.

Anmeldung und Programm unter www.vdi.de/giessen-fahrwerk  oder über das VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, E-Mail: wissensforum@vdi.de, Telefon: +49 211 6214-201, Telefax: -154.

Über die VDI Wissensforum GmbH
Die VDI Wissensforum GmbH mit Sitz in Düsseldorf gehört zur Unternehmensgruppe des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und ist seit mehr als 50 Jahren der führende Weiterbildungsspezialist für Ingenieure, für Fach- und Führungskräfte im technischen Umfeld. Es vermittelt das Wissen aus allen automobilrelevanten Technikdisziplinen und bietet eine umfassende Themenvielfalt rund um die Fahrzeugindustrie. Fragen zu aktuellen Antriebsaggregaten, zur Fahrzeugelektronik und Fahrerassistenzsystemen stehen im Fokus neben Themen wie Anforderungen zur Fahrzeugsicherheit, Komfortoptimierung oder auch Lösungen zur CO2-Reduktion und Nachhaltigkeit des Automobils. Das Unternehmen bietet eines der größten Automobilindustrie-Netzwerke mit weltmarktführenden Herstellern, Zulieferern und Dienstleistern sowie international renommierten Wissenschaftlern. Die Veranstaltungen der VDI Wissensforum GmbH sind unverzichtbar für die Automobilindustrie.

Anne Bieler-Bultmann M.A. | VDI Wissensforum GmbH
Weitere Informationen:
http://www.vdi-wissensforum.de

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