Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Finnougristen aus ganz Deutschland kommen zur Fachtagung an die Universität Greifswald

06.05.2013
Fachvertreter aller in Deutschland tätigen Fennisten, Finnougristen, Hungarologen und Uralisten kommen am 10. und 11. Mai zur 16. Tagung des Deutschen Finnougristentags am Institut für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald zusammen.

Sie werden sich unter anderem mit Fragen der nationalen und internationalen Kooperation in der Erforschung und Lehre finnisch-ugrischer und uralischer Sprache und Kulturen befassen.

Der Greifswalder Lehrstuhlinhaber für Fennistik, Prof. Dr. Marko Pantermöller, ist amtierende Sprecher des Deutschen Finnougristentages. Das Arbeitstreffen der Fachvereinigung findet das dritte Mal in Greifswald statt.

Fachvertreter aller in Deutschland tätigen Fennisten, Finnougristen, Hungarologen und Uralisten kommen am 10. und 11. Mai zur 16. Tagung des Deutschen Finnougristentags am Institut für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald zusammen. Sie werden sich unter anderem mit Fragen der nationalen und internationalen Kooperation in der Erforschung und Lehre finnisch-ugrischer und uralischer Sprache und Kulturen befassen.
Der Greifswalder Lehrstuhlinhaber für Fennistik, Prof. Dr. Marko Pantermöller, ist amtierende Sprecher des Deutschen Finnougristentages. Das Arbeitstreffen der Fachvereinigung findet das dritte Mal in Greifswald statt.

Auf dem Programm der Teilnehmer stehen neben den Beratungen auch das wissenschaftliche Programm des Nordischen Klangs, das in diesem Jahr nordeuropäische Minderheiten in den Mittelpunkt rückt. Auch das reichhaltige Kulturprogramm des Festivals dürfte für die Tagungsteilnehmer interessant sein; unter anderem können sie mit dem Pianisten Esa Ylönen und den Bandeonisten Mikko Helenius am 10. Mai um 19.00 Uhr in der Aula der Universität auch ein finnisches Highlight erleben.

Forschungskooperationen sind für die in Fachvereinigung organisierten seltenen Fächer von besonderer Wichtigkeit, denn häufig können nur durch nationale und internationale Zusammenarbeit ausreichende Bedingungen geschaffen werden, um größere sprachlich-kulturelle Zusammenhänge erfolgreich zu erforschen und die Forschungsresultate nachhaltig zu publizieren. Ein Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation ist ein umfangreicher mehrsprachiger Sammelband, den der Greifswalder Fennist Marko Pantermöller gemeinsam mit seiner Kölner Kollegin Marja Järventausta mit dem Titel „Finnische Sprache, Literatur und Kultur im deutschsprachigen Raum“ dieser Tage herausgab. Internationale Forschungsvorhaben verfolgt die Greifswalder Fennistik derzeit mit den finnischen Universitäten Turku, Helsinki, Joensuu und Vaasa. „Aber auch in der Lehre, geht es kaum ohne Austausch und Zusammenarbeit, möchte man mit den vorhandenen Strukturen das große Spektrum fennistischer und finnougristischer Themen abdecken“, so der Greifswalder Professor, der regelmäßig auch in Finnland, Estland und Polen lehrt. „Für unsere Studierenden bedeuten die Gegenbesuche ausländischer Wissenschaftler ebenso eine fachliche Bereicherung, wie die regelmäßig vom finnischen Unterrichtsministerium eingeworbenen Gastdozenturen und vom Deutschen Akademischen Austauschdienst finanzierte Sommerschulen.“

Das Gremium Deutscher Finnougristentag wurde am 18. November 1992 mit dem Ziel und der Aufgabe begründet, die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen für Fennistik, Finnougristik, Hungarologie und Uralistik in zu fördern. Derzeit gibt es in Deutschland zwei Lehrstühle für Fennistik (Greifswald, Köln), drei Lehrstühle für Finnougristik/Uralistik (Hamburg, Göttingen, München) und einen Lehrstuhl für Hungarologie (HU Berlin).

Die Finnougristik (Finnisch-ugrische Philologie) beschäftigt sich mit Sprache und Kultur aller finnisch-ugrischen Völker, d. h. der Finnen, Esten, Karelier, Wepsen, Woten, Ingrier und Liven im nordöstlichen Raum der Ostsee, der Samen in Nordskandinavien, der Mordwinen und Mari an der mittleren Wolga, der Komi und Udmurten westlich des Urals, der Chanten und Mansen in Westsibirien sowie der Ungarn. Das Fach gründet sich auf die Verwandtschaft der Sprachen dieser Völker, die Disziplin besaß jedoch von ihren Anfängen an auch eine folkloristisch-ethnographische Komponente. Das historisch-vergleichende Studium der finnisch-ugrischen Sprachen, das den Kern der Finnougristik bildet, ist später besonders in der Auslandsfinnougristik eine mit Sicht auf synchrone linguistische Fragestellungen (beschreibende Grammatik der Einzelsprachen, Typologie) erweitert worden. Zur Finnougristik gehört natürlich auch die Geschichte der Disziplin. Mancherorts wird der Finnougristik auch die Uralistik zugeordnet. Uralistik bezieht neben dem finnischugrischen Zweig der uralischen Sprachen auch den samojedischen Zweig in ihr Untersuchungsgebiet ein. Einen samojedologischen Schwerpunkt gibt es zurzeit u. a. an der Universität Hamburg.

Auf eine der längsten Traditionen der in der Fachvereinigung organisierten Institutionen kann zweifellos die Greifswalder Fennistik blicken. Sie wurde bereits 1921 als Institut für Finnlandkunde gegründet. Die Fennistik ist in ihrer heutigen Form eine Spezialität der Greifswalder Universität, die als einzige deutschlandweit einen eigenständigen Bachelorstudiengang anbietet. Derzeit machen sich hier 84 Studierende im Rahmen ihres Bachelorstudiums mit der finnischen Sprache und Kultur vertraut. Auch als Masterfach weckt die Fennistik Interesse. Allein im vergangenen Semester wurden fünf Masterprojekte erfolgreich verteidigt.

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. habil. Marko Pantermöller
Institut für Fennistik und Skandinavistik
Institutsleiter / Lehrstuhl für Fennistik
Telefon 03834 86-3600
panter@uni-greifswald.de
Weitere Informationen:
http://phil.uni-greifswald.de/index.php?id=17311
- Homepage von Marko Pantermöller
http://facebook.com/fennistik
- Fennistik auf Facebook
http://de.wikipedia.org/wiki/Fennistik_Greifswald
- Fennistik auf Wikipedia

Jan Meßerschmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-greifswald.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft
24.04.2017 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

nachricht 3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg
24.04.2017 | Hochschule Mannheim - University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung