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Fest verankert von London bis Lagos: Expertentagung zu Tiefgründungskonzepten von Bauwerken

02.04.2013
Christian Veder Kolloquium am 4. und 5. April an der TU Graz

Wer hoch hinaus will, muss fest verankert sein: Der Donau-City-Tower-1, mit 220 Metern das höchste Gebäude Österreichs, steht kurz vor seiner Fertigstellung. Die Last von Hochhäusern dieser Art ist auch bei guten Untergrundbedingungen nur über spezielle Tiefgründungselemente abzufangen. Dem Thema Tiefgründungen widmet sich das 28. Christian Veder Kolloquium der TU Graz, das am 4. und 5. April 2013 unter dem Titel „Vom Mikropfahl zum Großbohrpfahl“ rund 400 internationale Experten zusammenbringt.

Von der erdbebensicheren Gründung eines Gaskraftwerkes in der Türkei über Tiefbauarbeiten für einen Londoner Bahnhof bis zum Bauen in der Megacity Lagos: Das von der TU Graz veranstaltete Christian Veder Kolloquium bietet heuer ein buntes Themenpotpourri unter dem Schlagwort „Tiefgründungskonzepte“. Helmut Schweiger vom Institut für Bodenmechanik und Grundbau erklärt: „Ein Bauwerk auf einem wenig tragfähigen Untergrund sicher und wirtschaftlich zu verankern, ist eine komplexe Herausforderung in der Bautechnik. Die Untergrundverhältnisse spielen ebenso wie Art und Nutzung des Bauwerks und die Auswahl eines optimalen Gründungskonzeptes eine große Rolle“.

Tragend und international

Die rund 400 Experten diskutieren beim nunmehr 28. Christian Veder Kolloquium konkrete Fallbeispiele aus aller Welt, darunter „tiefgründige“ Bauprojekte aus Nigeria, der Türkei, London und Berlin. Gleich zwei Beiträge sind der Tiefgründung des höchsten Gebäude Österreichs, dem Donau-City-Tower-1, gewidmet. Ein weiteres Beispiel aus Österreich befasst sich mit den speziellen Anforderungen für Gründungen im Hochgebirge. Neben der Präsentation von bereits fertigen oder noch in Bau befindlichen Hochhausprojekten, Kraftwerksbauten, Kaianlagen und Infrastruktur-Bauten wie etwa Eisenbahnbrücken beschäftigen sich einige Beiträge mit den unterschiedlichen Möglichkeiten von Pfahlprobebelastungen und deren Messungen.

Fixtermin für Geotechnik-Experten

Seit dem ersten Christian Veder Kolloquium im Jahr 1985 hat sich diese wissenschaftliche Veranstaltung zum jährlichen Fixtermin für Geotechniker im deutschsprachigen Raum etabliert. „Die Veranstaltung dient in erster Linie dem Erfahrungsaustausch. Im Tagungsprogramm ist daher ausreichend Zeit für die Diskussion reserviert, ein Detail, das uns von manch anderer Tagung unterscheidet", so Helmut Schweiger. Veranstaltet wird das Christian Veder Kolloquium vom Institut für Bodenmechanik und Grundbau der TU Graz in Zusammenarbeit mit dem Institut für Felsmechanik und Tunnelbau sowie dem Institut für Angewandte Geowissenschaften.
28. Christian Veder Kolloquium
"Tiefgründungskonzepte - Vom Mikropfahl zum Großbohrpfahl"
Zeit: 4. und 5. April 2013
Ort: TU Graz, Petersgasse 16, Hörsaal P1

Alice Senarclens de Grancy | Technische Universität Graz
Weitere Informationen:
http://cvk.tugraz.at/

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