Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fassadenelemente gegen den Fluglärm

16.07.2013
Architektur-Studierende präsentieren Entwürfe beim „Open House“ an der FH FFM

Der Fachbereich 1: Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik der der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) öffnet einen Tag lang seine Türen für Fachleute und Architekturinteressierte. Am 18. Juli 2013 wird von 9 bis 24 Uhr beim „Open House“ unter anderem ein Entwurf eines Fassadenelementes für ein Gebäude nahe des Frankfurter Flughafens präsentiert, das den Fluglärm weitgehend absorbieren soll.

Neben zahlreichen weiteren Entwürfen von Architektur-Studierenden werden von 15 bis 16.30 Uhr Abschlussarbeiten der Studiengänge Bauingenieurwesen sowie Geoinformation und Kommunaltechnik ausgestellt. Der Eintritt ist frei.

Janne Vollmer, Absolventin im Studiengang Architektur, konstruierte für ihre Bachelor-Arbeit den Entwurf eines Fassadenelementes, das wirkungsvoll gegen Fluglärm schützen soll. Für ihre Konstruktion mit dem Namen „Hurly-Burly“, gleichbedeutend mit Aufruhr, Tumult, untersuchte sie, inwieweit ein Element an einer Gebäudefassade den Fluglärm in der näheren Umgebung absorbieren könne. Das von der Absolventin entworfene Aluminium-Element in Prismenform geht jeweils über eine Etage. Es wird an die Fassade gehängt und dient nicht nur als Schallabsorber, sondern auch als Sonnenschutz. Die Schallwellen werden durch einen Kombination aus Reflektor und Absorber von der Umgebung abgehalten.

Die allgemeine Aufgabenstellung zu „Fraport Bürogebäude“ lautete, auf dem Flughafengelände für das abzureißende Gebäude 172 ein neues Bürogebäude zu planen. Das Gebäude befindet sich in unmittelbarer Umgebung von Büroneubauten und am neuen Verlauf des Personentransportsystems. Die Studierenden sollten die wertvollen Büroflächen wirtschaftlich ausnutzen und die Architektur zeitgemäß an die Umgebung anpassen. Zudem sollte das Gebäude den Arbeitsstättenrichtlinien und baurechtlichen Vorgaben entsprechen sowie barrierefrei sein. Um das Projekt nicht nur konstruktiv auszureizen, sondern auch gestalterisch weiterzuentwickeln, stellte ein Schwerpunkt der Bachelor-Arbeiten der Entwurf der Fassade dar. In die Fassadenentwicklung sollten neben den gestalterischen sowohl fertigungstechnische als auch energetische Aspekte einfließen. „Es handelt sich um Problemstellungen, mit denen Planerinnen und Planer in der Praxis täglich konfrontiert werden“, so Prof. Jean Heemskerk vom Fachbereich 1 der FH FFM. „Die Studierenden konnten frei entscheiden, welche Aspekte sie in ihrer Abschlussarbeit näher bearbeiten wollten.“ Das Projekt wurde gemeinsam mit der Fraport AG als studentischer Wettbewerb herausgeben.

Eine weitere Aufgabenstellung mit dem Titel „Stadt Land Fluss“ lautete, ein kleines Hotel mit Restaurant zu entwerfen. Durch die drei speziellen Grundstücksbedingungen ergaben sich bei den Bachelor-Arbeiten aus den Eigenheiten und Qualitäten der jeweiligen Situation unterschiedliche Konzepte; darunter ein innerstädtisches Hotel im Ostend in unmittelbarer Nachbarschaft zur neuen EZB, ein Hotel am Hang des Lohrbergs mit weitem Blick über Stadt und Landschaft sowie ein Hotel am Main mit Bezug zum Fluss und Wassersportmöglichkeiten.

Beim „Open House“ werden Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten der Studiengänge Architektur, Bauingenieurwesen sowie Geoinformation und Kommunaltechnik ausgestellt und erläutert. Die feierliche Verabschiedung der Absolvent(inn)en des Fachbereichs 1 erfolgt mit einem Festakt um 17 Uhr im Audimax. Eine Late-Night-Führung von Prof. Nikolaus Kränzle zu interessanten Aspekten der verschiedenen Abschlussarbeiten rundet den Tag ab.

Termin „Open House“: Donnerstag, 18. Juli 2013, 9-24 Uhr
Ort: FH FFM, Campus Nibelungenplatz/Kleiststraße, Gebäude 1;
Ausstellung der Abschlussarbeiten Architektur: Gebäude 1, 6. Stock, 9-24 Uhr;
Vorstellung ausgewählter Abschlussarbeiten Architektur: Gebäude 1, 6. Stock, Raum 601, 14-16.30 Uhr;

Vorstellung ausgewählter Abschlussarbeiten und Preisverleihungen Bauingenieurwesen sowie Geoinformation und Kommunaltechnik: Gebäude 1, 4. Stock, Raum 401, 15-16.30 Uhr;

Festakt: Gebäude 4, Audimax, 17 Uhr;

Late-Night-Führung: Treffpunkt: Gebäude 1, 6. Stock, Raum 601, 22 Uhr

Programm im Internet: www.fh-frankfurt.de → Aktuelles → Open House (https://www.fh-frankfurt.de/uploads/media/Open_House_Programm.pdf)

Kontakt: Angelika Plümmer, Telefon: 069/1533-3002,
E-Mail: pluemmer@fb1.fh-frankfurt.de

Nicola Veith | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-frankfurt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus
21.09.2017 | MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen

nachricht 23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus
21.09.2017 | Hochschule Stralsund

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften