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Farben Hören – Hearing Colors: Internationale Tagung in Regensburg

19.09.2014

Kann man Farben hören, zu Klängen Farben empfinden?

Das Zusammenspiel der menschlichen Sinne steht vom 25. bis zum 27. September 2014 im Zentrum einer internationalen Tagung in Regensburg. Die Veranstaltung im Thon-Dittmer-Palais (Haidplatz 8, 93047 Regensburg) wird vom Themenverbund Sehen und Verstehen der Universität Regensburg organisiert.

Forscherinnen und Forscher aus Psychologie, Neurologie, Sportpsychologe, Kunstgeschichte und Medienwissenschaft analysieren in Fallstudien, wie die menschlichen Sinne miteinander interagieren. In vier Sektionen werden die Aspekte der Synästhesie, der Multisensorik, der Multimedialität und Multimodalität aus verschiedenen Fachperspektiven beleuchtet.

Als Verwirrung der Sinne beschrieb die Forschung des 19. Jahrhunderts die Synästhesie, als Abnormität der Wahrnehmung. Das 20. Jahrhundert sieht in diesem Wahrnehmungsphänomen hingegen eine universale Größe menschlicher Erfahrung.

Das internationale Symposium „Hearing Colors“ nähert sich in vier Sektionen dieser mitunter prekären Einheit der Sinne: Denn nicht weniger als das Prinzip der Wahrnehmung ist mit der Synästhesie gemeint.

Werden in der ersten Sektion die neurokognitiven Grundlagen des Phänomens Synästhesie beleuchtet, rückt die Sektion zur Multisensorik den Leib in den Fokus. Wie werden kognitive und emotionale Prozesse verkörpert, wie wird räumlich Kognition durch motorische Aktivität beeinflusst?

Die dritte Sektion behandelt das ästhetische Feld, bei der es um den Rezipienten und seine spezifischen Erlebnisqualitäten geht. Versteht es Kunst, den Betrachter zu adressieren, wird dieser zum multisensorisch Begabten – eine Grundvoraussetzung, um dem rezenten Umgang mit interaktiven Medien gerecht zu werden, wie die vierte Sektion zur Multimodalität zeigen wird.

Die Vorträge beleuchten Fragen wie die neurologischen Grundlagen der synästhetischen Prozesse, den Einfluss motorischer Aktivitäten auf die räumliche Kognition, die Utopien des multisensorischen Menschen in der Kunst der Moderne oder Multimedialität und Multimodalität in interaktiven Medien.

Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich zur Tagung eingelden; der Eintritt ist frei.

Das Tagesprogramm unter:
www.uni-regensburg.de/philosophie-kunst-geschichte-gesellschaft/kunstgeschichte/

Ansprechpartner für Medienvertreter:
Prof. Dr. Christoph Wagner
Universität Regensburg
Lehrstuhl für Kunstgeschichte
Tel.: 0941 943-3752
christoph.wagner@ur.de

Alexander Schlaak | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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